10. September 2010
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Geschlechtergerechtigkeit Drucken
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Arbeiterin in einer Bäckerei
Hunger ist weiblich

Frauen unterscheiden sich zwar weltweit durch ihre soziale, kulturelle und religiöse Zugehörigkeit, doch in der Regel haben sie eines gemeinsam: Sie sind fast überall auf der Welt von massiven Diskriminierungen in ihren spezifischen wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Menschenrechten betroffen.

  • Es sind Frauen, die zwei Drittel aller Arbeitsstunden weltweit leisten und dafür lediglich zehn Prozent des Welteinkommens erhalten und weniger als ein Prozent des Weltbesitzes ihr eigen nennen.
  • Es sind Frauen, die zwischen 60 und 80 Prozent der Grundnahrungsmittel in Afrika, Asien und Lateinamerika produzieren. Den Zugang zu Ressourcen wie Land, Wasser, Saatgut oder zu Krediten haben sie jedoch in der Regel nur über ihre Väter oder Ehemänner.
  • Es sind Frauen, die in der Landwirtschaft für die Produktion, Lagerung, und Verarbeitung von Nahrungsmitteln zuständig sind.
  • Es sind Frauen, die Wasser und Feuerholz beschaffen und sich um Kinder, Alte und Kranke kümmern.

Obwohl in Afrika, Asien und Lateinamerika Frauen die Haupterzeugerinnen und -verarbeiterinnen von Nahrung sind, stellen sie zwei Drittel der Menschen, die am stärksten von Hunger und Mangelernährung betroffen sind. Frauen arbeiten vielfach unter unwürdigen und gesundheitsgefährdenden Bedingungen in Landwirtschaft und Industrie und erhalten oft nicht einmal den gesetzlich garantierten Mindestlohn.

Dokumente:

 Download Recht auf Nahrung – Realität für Frauen?

Seminardokumentation, 2005

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