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| Wo bleibt der Mensch? FIAN Postkartenaktion in Kooperation mit dem Weltgebetstag der Frauen 2010 |
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Postkartenmotiv des
Weltgebetstags 2010 Plantagenwirtschaft in Kamerun gefährdet das Menschenrecht auf Nahrung In Kamerun verliert die Landbevölkerung ihre Lebensgrundlage durch die Ausweitung von kommerziellen Groß-Plantagen für Ölpalmen, Kautschuk, Bananen, Tee, und Kaffee. Dies hat weit reichende Konsequenzen für ein Land, in dem bis zu 60% der Bevölkerung direkt von der Produktion und dem Verkauf von Agrarprodukten abhängig sind, 90% von ihnen als Kleinbäuerinnen und Kleinbauern. Große Firmen pachten oder kaufen Land von der Regierung und errichten ihre Plantagen auf den Feldern der Kleinbauernfamilien. Unterstützen Sie mit Ihrer Unterschrift die Kleinbäuerinnen und Kleinbauern in ihren Forderungen nach Zugang zu Land! Seit einer Landreform im Jahr 1974 ist die kamerunische Regierung Besitzer allen unregistrierten Landes. Die Registrierung ihres Landes bleibt für die meisten Kleinbauern aber wegen des aufwändigen Verfahrens und der hohen Kosten unerschwinglich. Frauen haben besondere Schwierigkeiten, einen Rechtsanspruch auf Land zu erhalten. Das im ländlichen Kamerun weit verbreitete traditionelle Recht, das vor allem die Landnutzung regelt, wird dabei von der Regierung untergraben.
Arbeiterinnen auf
dem Weg zum Camp Die negativen Folgen der Landgesetzgebung sind,
Ausweitung der Plantagen hat gravierende Folgen
KleinbäuerInnen mit Pflanzen
Die Ausbreitung der Plantagen hat bis heute viele tausend Hektar Land vereinnahmt und Regenwälder unwiederbringlich zerstört. Besonders die Landbevölkerung der Küstenregion und des Südwestens ist betroffen. Die Plantagen werden auf ihren Äckern errichtet, die Kleinbauernfamilien müssen auf weit entferntes Land (bis zu 15km) ausweichen. Für die neuen Äcker zahlen sie oftmals Pacht und ernten nicht genug, um ihre Familien zu versorgen und noch Überschuss für den lokalen Markt zu erwirtschaften. Zunächst einmal positiv für die Bauern ist die Schaffung von Erwerbsmöglichkeiten auf den Plantagen, schwerwiegende negative Folgen sind jedoch die geringen Löhne und das Ansteigen der Nahrungsmittelpreise.
Lake Ossa
Nach Informationen der kamerunischen Nicht-Regierungs-Organisation COMINSUD (Community Initiative for Sustainable Development) kam es im Jahr 2009 zu einem gewalttätigen Konflikt, als Dorfbewohner gegen die Ausweitung von Plantagen, die das Naturschutzgebiet des Lake Ossa im Westen des Landes bedrohen, demonstrieren. Die Proteste wurden von der Armee zerschlagen, die Ausweitung der Plantagen durchgesetzt
Mit der Postkartenaktion unterstützen Sie die Kleinbauernfamilien in ihren Forderungen Viele Kleinbäuerinnen und Kleinbauern fordern, dass die Ausweitung der Plantagen verhindert werden soll, da schon zu viel Land von ihnen genommen wurde, bzw. dass die Plantagen in größerer Entfernung zu ihnen errichtet werden sollen. Sie wollen ihre Ackerflächen in der Nähe ihrer Häuser behalten und Land, welches von den Firmen beansprucht wird, aber nicht genutzt wird, zurückbekommen. Die Landbevölkerung fordert bessere Löhne für diejenigen, die auf den Plantagen arbeiten und sichere Arbeitsplätze besonders für die jungen Menschen.
Familie
Die Menschenrechtsorganisation FIAN sieht ebenso wie COMINSUD das Menschenrecht auf Nahrung der Landbevölkerung gefährdet. Durch die Landgesetzgebung und durch die Untergrabung der traditionellen Gesetze und Rechte verlieren die Kleinbauern die Rechte an ihrem Land. Die Ausweitung der Plantagen bedroht die Biodiversität und die Regenwälder. FIAN und COMINSUD bitten deshalb im Rahmen des Weltgebetstages um Unterstützung einer Postkartenaktion, in der die Unterzeichnerinnen die kamerunische Regierung auffordern:
Unterstützen Sie mit Ihrer Unterschrift die Kleinbäuerinnen und Kleinbauern in ihren Forderungen nach Zugang zu Land. Zeigen Sie den Betroffenen, dass Sie auf ihrer Seite stehen. Zeigen Sie den Verantwortlichen, dass eine internationale Öffentlichkeit auf die Situation der Frauen aufmerksam geworden ist und sie unterstützt. Laufzeit: 1. November 2009 bis 31. Mai 2010 Wir danken Ihnen herzlich für Ihr Engagement! Aktuell: Aufgrund der großen Nachfrage sind die Postkarten und Flyer inzwischen leider ausgegangen. Bitte verwenden Sie zur Unterstützung der Aktion die Unterschriftenlisten, Sie finden sie unten zum Download. Die Listen sind gleichwertig und werden gemeinsam mit den Postkarten ebenfalls übergeben! Sie erhalten die Postkarten/Listen und Flyer kostenfrei. Sie können uns nach eigenem Ermessen und nach Ihren Möglichkeiten mit einer Spende für Druckkosten und Versand unterstützen. Ein Überweisungsträger liegt der Lieferung bei. Bestellung: Dokumente zum Download
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Download Hintergrundinformationen WGT 2010/Kamerun







