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Agrarhandel Drucken
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FIAN setzt sich für faire Handelsbedingungen ein. In Fallstudien dokumentiert FIAN Verletzungen des Menschenrechts auf Nahrung durch verfehlte Handels- und Landwirtschaftspolitik. Durch Lobby- und Öffentlichkeitsarbeit verschafft FIAN den betroffenen Kleinbauern mehr Gehör in der deutschen und europäischen Politik.

Denn um ihr Recht auf angemessene Nahrung wahrzunehmen, sind Kleinbauernfamilien auf lokale Märkte angewiesen, wo sie ihre Erzeugnisse zu fairen Preisen verkaufen können. Das Problem: Häufig werden diese Märkte mit Billigimporten aus dem Ausland überschwemmt. Heimische Bauern werden verdrängt, bleiben auf ihren Produkten sitzen oder müssen ruinöse Preise in Kauf nehmen. Die Folgen sind Einkommensverluste, Armut und Hunger. Gefährdet ist auch das Recht auf Nahrung städtischer KonsumentInnen. Denn wegen stark schwankender Weltmarktpreise kann die Ernährung über Einfuhren allein nicht dauerhaft gesichert werden.

Die Ursachen sind vielfältig: Auf Druck des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank haben viele so genannte Entwicklungsländer ihre Märkte für Einfuhren weit geöffnet. Verstärkt wurde diese Entwicklung durch die Welthandelsorganisation (WTO) und bilaterale Freihandelsabkommen wie die „Wirtschaftspartnerschaftsabkommen“ (Economic Partnership Agreements – EPA) zwischen der Europäischen Union (EU) und den Staaten Afrikas, der Karibik und des Pazifik.

Freihandel zwischen ungleichen Partnern ist leider alles andere als fair. Aufgrund des technischen Vorsprungs und üppiger Subventionen im Norden sind Kleinbäuerinnen und Kleinbauern des globalen Südens auf dem Weltmarkt meistens nicht konkurrenzfähig. Auch die Entwicklungshilfe für die Landwirtschaft des Südens wurde in den vergangenen drei Jahrzehnten drastisch gesenkt.

 

Dokumente

 Download The Global Food Challenge - Towards a Human Rights Approach to Trade and Investment Policies

Eine grundlegende Umgestaltung internationaler Handels- und Investitionspolitik ist die erste Voraussetzung zur Überwindung der Hungerkrise, so die Hauptaussage des Sammelbands. Ein zentrales Kriterium für neue Regeln muss das Menschenrecht auf Nahrung sein. Namhafte ExpertInnen bieten einen Überblick über die relevanten völkerrechtlichen Grundlagen und Instrumente, analysieren konkrete Fälle von Menschenrechtsverletzungen durch fehlgeleitete Handels- und Investitionspolitik und skizzieren alternative Ansätze für den notwendigen Wechsel. Veröffentlicht von FIAN, Brot für Alle, Brot für die Welt, der Ecumenical Advocacy Alliance (EAA), Germanwatch, der Heinrich Böll Stiftung und dem Institute for Agriculture and Trade Policy (IATP). Herausgeber: Sophia Murphy und Armin Paasch.

 Download Weltagrarhandel und Menschenrechte – Fallstudien analysieren Verletzungen des Rechts auf Nahrung von Kleinbauern

Die Ergebnisse der Fallstudien sollen helfen, den Zusammenhang zwischen Handel und Menschenrechten näher zu beleuchten, Schlussfolgerungen für die Ausgestaltung von Handelsabkommen ermöglichen und die Entwicklung menschenrechtlicher Instrumente zur Überprüfung von Handelspolitik unterstützen. Artikel erschienen Nov. 2008 Zeitschrift für Menschenrechte

 Download Der Handel mit dem Hunger

Agrarhandel und das Menschenrecht auf Nahrung; Dokumentation von FIAN, Forum Umwelt und Entwicklung und "Gerechtigkeit Jetzt!", 2006


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