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        <title>FIAN Deutschland e.V. - Aktuelles</title>
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        <title>Gold glänzt nur im Tresor</title>
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        <description>&lt;div class=&quot;jce_caption&quot; style=&quot;width: 200px; margin: 5px; float: right; display: inline-block;&quot;&gt;&lt;img style=&quot;float: right;&quot; alt=&quot;goldbarren&quot; src=&quot;http://www.fian.de/online/images/stories/Presse/goldbarren.jpg&quot; width=&quot;200&quot; height=&quot;160&quot; /&gt;
&lt;div style=&quot;text-align: center; clear: both;&quot;&gt;Sichere Geldanlage mit fatalen Auswirkungen&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Deutsche Anleger kaufen immer mehr Gold, obwohl der Abbau die Umwelt zerstört und Menschenrechte verletzt&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Köln, 8.9.2010. Die Menschenrechtsorganisation FIAN zeigt sich besorgt über die stark gestiegene Goldnachfrage durch Anlagefonds und private Anleger. Allein im zweiten Quartal 2010 kauften deutsche Anleger 44,4 Tonnen Gold. In keinem anderen Land der Welt wurde mehr Gold als Wertanlage gekauft. Aktuell wird fast die gesamte weltweite Fördermenge von Anlegern aufgekauft.&amp;nbsp; Die durch den Abbau entstehenden Schäden für Menschen und Umwelt werden völlig ignoriert. Der Bedarf für Schmuck und Industrieprodukte könnte dagegen fast komplett durch Goldrecycling gedeckt werden.&lt;/p&gt;
Der momentane Goldrausch befördert also völlig unnötig die Umweltzerstörung und Menschenrechtsverletzungen beim Goldabbau. Gold wird mit immensem Aufwand und mithilfe von hochgiftigen Substanzen wie Zyanid oder Quecksilber aus der Erde geholt, nur um kurz darauf in einem Tresor zu landen. „Für die Menschen in den Abbaugebieten bedeutet dieser Goldrausch, dass sie ihr Land verlieren, ihr Wasser vergiftet und die Umwelt zerstört wird. Das auf diese Weise geförderte Gold glänzt nicht, sondern vergiftet.“ so Sebastian Rötters, Bergbau-Referent von FIAN Deutschland.

&lt;p&gt;Goldabbau führt weltweit zu gravierenden Menschenrechtsverletzungen. FIAN hat gemeinsam mit anderen Menschenrechtsorganisationen dokumentiert wie in Peru Regenwald und Gebirge den Goldminen zum Opfer fallen, in Guatemala die Rechte indigener Gemeinschaften ignoriert und BergbaugegnerInnen attackiert, in Ghana Flüsse vergiftet und Menschen vertrieben werden. In Indonesien wurde bereits ein kompletter Berg zerstört. Hunderttausende Tonnen giftiger Abraum werden dort täglich ungeklärt in Flüsse geleitet. In Kolumbien sollen die ökologisch sensiblen Paramo-Gebiete in den Anden dem Goldabbau geopfert werden. Goldabbau zerstört die Lebensgrundlage tausender Menschen weltweit.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;Die Europäische Kommission könnte ein Zeichen setzen&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Europäische Kommission könnte ein erstes wichtiges Zeichen setzen und eine Resolution des Europäischen Parlamentes umsetzen. Dieses hatte mit überwältigender Mehrheit gefordert, dass der Einsatz des hochgiftigen Zyanids bei der Goldextraktion innerhalb der Europäischen Union verboten wird. Ein solches Verbot hätte weltweit Signalwirkung. Doch mit Hinweis auf fehlende Alternativen und den Goldbedarf der Industrie mauert der zuständige Umweltkommissar Janez Potočnik.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&quot;Der Hinweis auf den Bedarf der Industrie ist absurd. Der Goldbedarf von Industrie und Zahnmedizin betrug im zweiten Quartal 2010 weltweit 107 Tonnen. Im gleichen Zeitraum wurden über 600 Tonnen von privaten Investoren erworben. Hier wird Profitinteressen der Vorzug vor einer nachhaltig orientierten Ressourcenpolitik gegeben.&quot; so Rötters. Doch nicht nur die EU-Kommission sieht er in der Pflicht: &quot;Gold als Wertanlage ist nicht zu empfehlen. Die Menschenrechte auf Nahrung, Wasser, Gesundheit und gesunde Lebensgrundlagen sind wichtiger als die Sicherung von Vermögenswerten.&quot;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Kontakt:&lt;/strong&gt; Sebastian Rötters, FIAN Deutschland e.V., 0163 – 4772758, s.roetters(at)fian.de&lt;/p&gt;
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        <title>FIAN begrüßt die Anerkennung des Rechts auf Wasser und fordert schnelle Umsetzung</title>
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        <description>&lt;div class=&quot;jce_caption&quot; style=&quot;width: 200px; float: right; display: inline-block;&quot;&gt;&lt;img style=&quot;float: right;&quot; alt=&quot;wasser_iduapriem_ghana&quot; src=&quot;http://www.fian.de/online/images/stories/Presse/wasser_iduapriem_ghana.jpg&quot; width=&quot;200&quot; height=&quot;150&quot; /&gt;
&lt;div class=&quot;jce_caption&quot; style=&quot;text-align: center; clear: both;&quot;&gt;FIAN fordert Einklagbarkeit des Rechts auf Wasser&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;Köln, 30.07.2010. Die Menschenrechtsorganisation FIAN begrüßt die Anerkennung des Rechts auf Wasser und sanitäre Grundversorgung auf Initiative Boliviens durch die UN-Vollversammlung am Mittwochabend in New York. Weltweit haben 884 Millionen Menschen keinen ausreichenden Zugang zu sauberem Wasser und mehr als 2,6 Milliarden keinen Zugang zu sanitären Anlagen. Jedes Jahr sterben etwa zwei Millionen Menschen an den Folgen unsauberen Wassers, die meisten von ihnen sind Kinder unter fünf Jahren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;„Die Anerkennung des Rechts auf Wasser ist ein wichtiges Signal für die UN-Mitgliedsstaaten. Mit der Verabschiedung der Resolution sind sie dazu verpflichtet, den ärmeren Ländern bei der Gewährleistung des Rechts auf Wasser für alle Menschen zu beizustehen. Doch weitere Schritte wie vor allem die Umsetzung des Rechts auf Wasser in die nationale Gesetzgebung der einzelnen Staaten sind notwendig,&quot; betont Tim Engel, Vorstandsmitglied von FIAN Deutschland.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Neben den Staaten müssen aber auch die Privatunternehmen stärker in die Verantwortung genommen werden. In Guatemala beispielsweise verseucht das kanadische Unternehmen Goldcorp Inc. durch die &lt;a target=&quot;_self&quot; title=&quot;Interner Link zur Eilaktion&quot; href=&quot;http://www.fian.de/online/index.php?option=com_urgentactionsj&amp;amp;controller=urgentactionsingle&amp;amp;id=473&amp;amp;view=urgentactionsingle&amp;amp;Itemid=629&quot;&gt;Goldmine Marlin&lt;/a&gt; das Wasser von 18 umliegenden indigenen Gemeinden mit Schwermetallen und verbraucht nach eigenen Angaben 45.000 Liter pro Stunde.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;„Es ist sehr bezeichnend und ein Skandal, dass sich Länder wie die Vereinigten Staaten und Kanada bei der Resolution Boliviens enthalten haben. Denn gerade diese sind mit ihren Unternehmen an vielen Menschenrechtsverletzungen aktiv beteiligt. Die guatemaltekische Regierung ist verpflichtet, die Menschenrechte auf Nahrung, Wasser und Gesundheit zu schützen, doch auch Kanada darf in einem solchen Fall nicht tatenlos zusehen&quot;, fordert Sebastian Rötters, Bergbau-Referent von FIAN-Deutschland.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Aufnahme des Rechts auf Wasser in die Menschenrechtserklärung ist von hoher symbolischer Bedeutung. Einklagbar ist dieses Recht jedoch - noch - nicht. FIAN setzt sich dafür ein, dass das Recht auf Wasser ebenso wie alle weiteren wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Menschenrechte völkerrechtlich verbindlich und damit einklagbar werden. „Wir fordern die Bundesregierung auf, sich für die Ratifizierung des Zusatzprotokolls zum Pakt über die wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Menschenrechte einzusetzen. Wenn das Menschenrecht auf Nahrung oder Wasser verletzt wird, müssen die Betroffenen die Möglichkeit haben, dieses Recht einzuklagen&quot; stellt Tim Engel heraus.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Kontakt:&lt;/strong&gt; Sebastian Rötters, FIAN Deutschland, 0163-4772758&lt;/p&gt;</description>
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        <title>Gold um jeden Preis – Streit um größte Goldmine Guatemalas eskaliert</title>
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        <description>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Kanadisches Unternehmen widersetzt sich Anordnungen der Interamerikanischen Menschenrechtskommission – Bergbaugegnerin von Unbekannten niedergeschossen&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Köln, 21.7.2010. Mit großer Sorge beobachtet die Menschenrechtsorganisation FIAN die sich zuspitzende Lage in der Umgebung der Marlin-Goldmine in Guatemala. Die Mine ist seit ihrer Errichtung äußerst umstritten, weil die Rechte der dort lebenden indigenen Bevölkerung nicht respektiert werden. Vorläufiger trauriger Höhepunkt ist das Attentat auf Diodora Antonia Hernández Cinto, eine führende Vertreterin der Bewegung gegen die Marlin-Mine. Sie wurde am 7. Juli 2010 in ihrem Haus von Unbekannten niedergeschossen. Eine weitere Gewalteskalation ist nicht auszuschließen. FIAN hat daher eine &lt;a target=&quot;_self&quot; title=&quot;Interner Link zur Briefaktion&quot; href=&quot;http://www.fian.de/online/index.php?option=com_urgentactionsj&amp;amp;controller=urgentactionsingle&amp;amp;id=473&amp;amp;view=urgentactionsingle&amp;amp;Itemid=629&quot;&gt;internationale Briefaktion&lt;/a&gt; gestartet.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Seit dem 20. Mai 2010 hatten die indigenen Gemeinschaften von Sipakapa und San Miguel Ixtahuacán nach langem Kampf gegen das Bergbauprojekt Marlin wieder Hoffnung geschöpft. Die Interamerikanische Menschenrechtskommission (CIDH, Comisión Interamericana de Derechos Humanos) hatte einstweilige Verfügungen zugunsten des Lebens und der persönlichen Unversehrtheit der Gemeinschaften erlassen und den Stopp der Bergbauaktivitäten des kanadischen Unternehmens Goldcorp Inc. in der Marlin-Mine angeordnet. Am 23. Juni 2010 erklärte die Regierung Guatemalas, dass sie die von der CIDH erlassenen Maßnahmen umsetzen werde. Jedoch hat der kanadische Konzern verkündet, dass er den Goldabbau in Marlin nicht stoppen werde. Seitdem sind einige Wochen vergangen und die Umsetzung des Versprechens der Regierung steht noch aus.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Staat Guatemala hat die Konvention 169 der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) über die Rechte der indigenen Völker ratifiziert und damit anerkannt, dass alle Projekte, die sich auf das Leben und das Gebiet von indigenen Gemeinschaften auswirken, nur mit freier und informierter Zustimmung der indigenen Völker umgesetzt werden dürfen. 2010 haben der UN-Sonderberichterstatter für indigene Völker, James Anaya, sowie das Expertenkomitee der ILO festgestellt, dass die Regierung die Lizenz für die Marlin-Mine ohne eine solche Zustimmung erteilt hatte. Bei einer Befragung am 18. Juni 2005 hatten 97 Prozent der BewohnerInnen von Sipakapa das Marlin-Projekt abgelehnt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Menschenrechtsverletzungen durch das Marlin-Projekt sind eindeutig. Besonders gravierend sind die Verschmutzung und der Verbrauch des von den Gemeinschaften verwendeten Wassers. Das Unternehmen benötigt nach eigenen Angaben 45.000 Liter pro Stunde. Monitoring-Untersuchungen der Comisión Paz y Ecología (Friedens- und Umweltkommission) der Diözese von San Marcos haben ergeben, dass die Mine das Wasser der Flüsse mit Schwermetallen verunreinigt. Nach einer jüngst von der Universität von Michigan veröffentlichten Studie wurden in Blut- und Urinproben, die bei einigen Bewohnern aus der unmittelbaren Umgebung der Marlin-Mine genommen worden sind, toxische Metalle gefunden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;„Die Arbeit der Mine muss sofort eingestellt werden. Die guatemaltekische Regierung ist verpflichtet, die Anordungen der Interamerikanischen Menschenrechtskommission umgehend umzusetzen und so die Menschenrechte auf Nahrung, Wasser und Gesundheit zu schützen&quot;, fordert Martin Wolpold-Bosien, Zentralamerika-Referent von FIAN.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Kontakt: Martin Wolpold-Bosien, FIAN International, wolpold-bosien [at] fian.org, Tel.: 0177-3391263&lt;/p&gt;</description>
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        <title>Exportförderung um jeden Preis</title>
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        <description>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Neue Studie fordert fairen Welthandel statt Exportförderung&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Berlin/Köln, 17. Juni 2010. &quot;Fairer Welthandel statt Exportförderung&quot; - das fordern Oxfam und FIAN von Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner anlässlich des 2. Außenwirtschaftstags in Berlin. Die dort angekündigte ,globale Verantwortung' werde nicht übernommen. Stattdessen setze die Ernährungsindustrie drei Jahre nach dem Beginn der Nahrungsmittelkrise mit Unterstützung der Politik noch stärker auf die Liberalisierung der Märkte und auf die Gentechnik. Zu diesem Schluss kommt die Studie &quot;Grenzenlos und billig&quot;, die Strategien und Positionen der Agrar- und Ernährungsindustrie nach der Nahrungsmittelkrise analysiert.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Marita Wiggerthale, Agrarexpertin bei der Hilfsorganisation Oxfam: &quot;Den armen Ländern ist nicht geholfen, wenn mehr europäische Exporte ins Land kommen und damit die einheimische Nahrungsmittelproduktion zurückgedrängt wird. Volle Lebensmittelregale machen Hungernde noch nicht satt&quot;. Roman Herre, Agrarexperte bei der Menschenrechtsorganisation FIAN: &quot;Das Recht auf Nahrung zu fördern, bedeutet, die Hungernden in die Lage zu versetzen, sich selbst zu ernähren. Das A und O in der Hungerbekämpfung ist die Verbesserung der Einkommensgrundlagen, damit Hungernde sich Nahrungsmittel leisten können&quot;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; Freihandelsabkommen und Gentechnik sind keine Lösung&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Studie &quot;Grenzenlos und billig&quot; zeigt, dass die Ernährungsindustrie angesichts der stockenden WTO-Verhandlungen auf bilaterale Freihandelsabkommen setzt, um den Zollabbau in armen Ländern voranzutreiben und neue Absatzmärkte für Lebensmittel zu erschließen. Aber: &quot;Eine wichtige Lehre aus der Nahrungsmittelkrise ist: Wir brauchen mehr Nahrungsmittelproduktion in den armen Ländern selbst, d.h. weniger Abhängigkeit vom Weltmarkt und mehr Schutzmöglichkeiten&quot;, so Wiggerthale. Ein fairer Welthandel müsse das zerstörerische Agrardumping beenden und wirksam Schutz vor Billigimporten bieten. Die Ernährungsindustrie torpediere die Bemühungen in den armen Ländern, die eigene Nahrungsmittelproduktion zu steigern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zur Sicherung der Ernährung einer wachsenden Weltbevölkerung setze die Ernährungsindustrie zudem vor allem auf Gentechnik, so das Ergebnis der Studie. Die Studie widerlegt die Behauptung, Gentechnik sei das Patentrezept für den Kampf gegen Hunger und Armut. &quot;Das Gegenteil ist der Fall&quot;, stellt Roman Herre klar. &quot;Neben negativen Auswirkungen auf die Umwelt führt Gentechnik zur Abhängigkeit und Verschuldung der Hälfte aller weltweit Hungernden, nämlich der Kleinbauern&quot;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Studie gibt es hier:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;{quickdown:288}&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Pressekontakt:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Adréana Peitsch, Tel.: 030-45 30 69 35, Handy: 0177-880 99 77, E-Mail: apeitsch[at]oxfam.de Oxfam Deutschland e.V., www.oxfam.de&lt;br /&gt;Roman Herre, Tel.: 0221-80 08 790, Handy:&amp;nbsp; 0176-76145926, E-Mail: r.herre[at]fian.de FIAN Deutschland e.V., www.fian.de&lt;/p&gt;</description>
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        <title>Woher nehmen, wenn nicht stehlen? Agrartreibstoff-Lobby will eine halbe Milliarde Hektar Land für Energiepflanzen nutzen</title>
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        <description>Köln, 21.5.2010. Am Donnerstag ist im spanischen Sevilla die internationale Konferenz der Agrartreibstoffindustrie &quot;World Biofuels 2010&quot; zu Ende gegangenen. Dort wurden die Ausbaupläne der Agrartreibstoff-Befürworter mit schockierenden Zahlen untermauert. 480 Millionen Hektar Land sollen bis 2045 für den Anbau von Energiepflanzen genutzt werden. Die Menschenrechtsorganisation FIAN ist entsetzt über diese angeblich nachhaltigen Zielsetzungen, die sogar mit der Umweltorganisation WWF einen Fürsprecher findet. Laut FIAN werden solche Pläne massive Vertreibung ländlicher Gruppen mit sich bringen und den Hunger weltweit verschärfen.&lt;br /&gt;

&lt;br /&gt;Seit 2008 wird wieder intensiv darüber debattiert, wie eine stetig wachsende Weltbevölkerung in Zukunft ernährt werden kann. Ein Kernthema dort sind die begrenzten Ressourcen Land und Wasser. „Es ist mir schleierhaft, wie vor diesem Hintergrund zusätzlich eine halbe Milliarde Hektar Land für die Agrartreibstoffproduktion zur Verfügung gestellt werden kann“, so Roman Herre, Agrarreferent von FIAN Deutschland. „Diese Pläne sind ohne eine massive Zunahme von Landkonflikten, bei denen die Ärmsten immer als Verlierer hervorgehen, nicht umsetzbar.“ Schon heute werden Indigenengruppen und Bauernfamilien vertrieben und verlieren den lebenswichtigen Zugang zu Land und Wasser durch riesige Agrartreibstoff-Projekte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Neben den sozialen Folgen sieht FIAN auch in den Umweltauswirkungen des Anbaus von Energiepflanzen, wie Zuckerrohr, Jatropha oder der Ölpalme, große Probleme. „Bis heute ist der Nutzen der Agrartreibstoffe zur Bekämpfung des Klimawandels unklar. Zudem werden die Pflanzen durch eine industrielle Landwirtschaft auf riesigen Flächen angebaut, was Umweltzerstörungen mit sich bringen.“ Gerade vor diesem Hintergrund ist es unverständlich, dass die Umweltorganisation WWF solche Ziele in Sevilla als Teil einer Nachhaltigkeitsstrategie präsentiert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kontakt: Roman Herre, FIAN Deutschland, r.herre [at] fian.de, 0176-76145926</description>
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        <title>FIAN kritisiert Einladung des honduranischen Kardinals Rodríguez zum Ökumenischen Kirchentag nach München</title>
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        <description>&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;Köln, 11.5.2010: Die internationale Menschenrechtsorganisation FIAN hat heute in einem Schreiben an das Präsidium des Ökumenischen Kirchentages die Einladung des honduranischen Kardinals Rodríguez als „unglücklich und befremdlich“ bezeichnet. „Kardinal Rodríguez gilt im Land und international als Unterstützer des Staatsstreichs in Honduras. Darüber hinaus hat sein Schweigen zu den gravierenden Menschenrechtsverletzungen nach dem Putsch zu erheblichen Irritationen geführt“, heißt es in dem Brief.   

&lt;br /&gt;Kardinal Oscar Andrés Rodríguez Maradiaga, Erzbischof von Tegucigalpa, hatte sich über viele Jahre hinweg durch sein Engagement in der Entschuldungskampagne internationales Ansehen erarbeitet. Er ist derzeit Vorsitzender von Caritas Internationalis. Nach dem Putsch am 28. Juni vergangenen Jahres in Honduras jedoch versäumte er es, den Staatsstreich zu verurteilen. Stattdessen rechtfertigte er ihn als „verfassungsmäßige Nachfolge“ und folgte damit der Sprachregelung der Putschisten. Die internationale Gemeinschaft hat den Staatsstreich dagegen einhellig als solchen verurteilt und die Rückkehr zu Demokratie und verfassungsmäßiger Ordnung gefordert. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Erhebliche Irritationen hat das Schweigen des Kardinals zu den Menschenrechtsverletzungen nach dem Putsch ausgelöst. Die alarmierenden Berichte der nationalen und internationalen Menschenrechtsorganisationen, der interamerikanischen Menschenrechtskommission und der Vereinten Nationen wurden vom Kardinal ignoriert. Selbst als Mitglieder der Kirche wegen ihres Engagements in der Demokratiebewegung Opfer von Gewalt und Unterdrückung wurden, schwieg der Erzbischof öffentlich. Als der katholische Priester Andrés Tamayo, ein international renommierter Umweltschützer, von den Schergen des Regimes geschlagen, bedroht, diffamiert und schließlich des Landes verwiesen wurde, kam von der Kirche kein Schutz. Stattdessen entzog ihm die Kirchenleitung gleichzeitig sein Pfarramt in Olancho. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Es ist wichtig, dass die kirchlichen Partner in Deutschland Kardinal Rodríguez kein Forum zur Selbstdarstellung bieten. Stattdessen sollten sie ihn zu einem offenen Dialog auffordern und Rechenschaft verlangen für sein Reden und Schweigen der vergangenen Monate“, sagt Martin Wolpold-Bosien, der für FIAN International seit 17 Jahren zu Honduras arbeitet. „Der Glaubwürdigkeit des Ökumenischen Kirchentages ist diese Einladung abträglich.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der argentinische Friedensnobelpreisträger&amp;nbsp; Adolfo Pérez Esquivel schrieb im Juli 2009 in einem viel beachteten Brief an Kardinal Rodríguez: „Der Weg, den Du gewählt hast, Komplize der Militärdiktatur zu sein, ist nicht der Weg des Evangeliums. Du kannst nicht gegen Dein Volk sein und jene Gewalt und Repression zulassen, mit der im Namen von vermeintlicher Sicherheit und Recht schwere Menschenrechtsverletzungen begangen werden“. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Für weitere Informationen:&lt;/strong&gt; Martin Wolpold-Bosien, FIAN International, 0177-3391263</description>
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    <item rdf:about="http://www.fian.de/online/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=297:down-under-als-vorbild-fuer-entwicklungslaender-australien-erhebt-sondersteuer-fuer-bergbaukonzerne&amp;catid=56:pressemitteilungen&amp;Itemid=59">
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        <dc:date>2010-05-07T09:11:22+00:00</dc:date>
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        <title>Down Under als Vorbild für Entwicklungsländer - Australien erhebt Sondersteuer für Bergbaukonzerne</title>
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        <description>Siegburg/Köln, 07.05.2010. Die Regierung Australiens hat Anfang Mai 2010 bekannt gegeben, dass sie ab Juli 2012 eine Sondersteuer in Höhe von 40 Prozent auf die Gewinne von Rohstoffkonzernen erheben will. Durch die Maßnahme soll die australische Bevölkerung stärker von der Ausbeutung der wertvollen Bodenschätze des Kontinents profitieren. Das SÜDWIND-Institut und die Menschenrechtsorganisation FIAN fordern, dass auch Entwicklungsländern ein solcher Schritt ermöglicht wird.  

&lt;p&gt;In vielen Entwicklungsländern werden große Mengen Rohstoffe gefördert, doch die Regierungen und die Bevölkerung profitieren meist nur in einem sehr geringen Umfang von diesem Wirtschaftszweig. Ursache dafür sind Gesetze, die ausländischen Investoren weitgehende Steuerfreiheit einräumen. Diese Gesetze stammen meist aus den 1980er Jahren, als viele der Entwicklungs- und Schwellenländer hoch verschuldet waren. Damals gehörte die Erleichterung von Investitionen aus dem Ausland zu den Auflagen für neue Kredite durch den Internationalen Währungsfonds (IWF) und die Weltbank. Aufgrund der damals sehr niedrigen Rohstoffpreise empfahlen diese die Schaffung von Anreizen, um Minenkonzerne ins Land zu locken. Die Regierungen der Rohstoffe fördernden Staaten mussten diesen Auflagen zustimmen. Die neuen Regeln für Investoren sahen vor, dass diese von vielen Steuern, Abgaben und Umweltvorschriften ausgenommen sind. Zudem wurde in den Verträgen festgehalten, dass die einmal gewährten Vergünstigungen über viele Jahre nicht rückgängig gemacht werden dürfen. Heute verzeichnen Bergbauunternehmen hohe Gewinne. Doch anstelle einer angemessenen Beteiligung am Gewinn erhalten die Menschen vor Ort oft nur Umweltzerstörung, Korruption und steigende Armut im Austausch für die Rohstoffe.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Fall Ghana zeigt, wie kompliziert es für Entwicklungsländer ist, an diesem Zustand etwas zu ändern. Das Land gehört zu den größten Goldexporteuren der Welt. Die Lizenzzahlungen wurden auf drei bis sechs Prozent der Bruttoeinnahmen beschränkt. Dank weit reichender Abzugsmöglichkeiten von Steuern zahlen viele Goldproduzenten in Ghana lediglich die Mindestabgabe von drei Prozent. Trotz stetig gestiegener Goldpreise bleiben die Zahlungen auf konstant niedrigem Niveau. Nach Angaben des Internationalen Währungsfonds exportierte Ghana im Jahr 2008 Gold im Wert von knapp 2,7 Mrd. US-Dollar. Die Einnahmen der Regierung aus dem Goldsektor lagen nach Abzug der Subventionen jedoch bei nur 96 Mio. US-Dollar.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Sebastian Rötters, Bergbau-Referent von FIAN, weist auf die Macht der Konzerne hin: „Zwar scheint die ghanaische Regierung angesichts des massiv gestiegenen Goldpreises eine Erhöhung der Abgaben auf fünf Prozent durchsetzen zu können. Große Bergbaukonzerne wie AngloGold Ashanti und Newmont werden diese Erhöhung aber mit Hinweis auf bestehende Verträge umgehen können. Trotz vergleichbarer Argumente ist der steuerliche und somit politische Gestaltungsspielraum Ghanas deutlich geringer als in Australien.“&lt;br /&gt;Ghana ist kein Einzelfall. Aufgrund der zwischen 2003 und 2008 massiv gestiegenen Preise für metallische Rohstoffe versuchten mehrere afrikanische Regierungen, die niedrigen Abgaben der Rohstoffkonzerne zu erhöhen. Doch diese drohen mit langwierigen und teuren Verfahren vor internationalen Gerichten. Sie berufen sich darauf, dass die geltenden Abkommen häufig nachträgliche Steuerrechtsänderungen – aber auch verschärfte Umwelt- und Sozialgesetze – ausschließen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In den letzten Monaten sind die Rohstoffpreise nach einem Einbruch im Rahmen der Weltwirtschaftskrise wieder massiv gestiegen. Daher verweist die australische Regierung ausdrücklich auf die enormen Gewinne der Rohstoffkonzerne und fordert eine angemessene Beteiligung der australischen Bevölkerung. Sie könnte durch die zusätzlichen Einnahmen erheblichen politischen Handlungsspielraum gewinnen.&lt;br /&gt;Friedel Hütz-Adams von SÜDWIND fordert, Entwicklungsländern die gleichen Chancen einzuräumen: „Es ist paradox, wenn Unternehmen aus Industrienationen in Entwicklungsländern Milliardengewinne durch Rohstoffexporte erzielen und gleichzeitig weite Teile der Bevölkerung in bitterer Armut leben und hungern müssen. Mehrere Schritte sind notwendig. Erstens müssen die Förderstaaten angemessen an den Einnahmen aus dem Rohstoffexport beteiligt werden, selbst wenn dafür bestehende Verträge zu ändern sind. Zweitens müssen Konzerne und Regierungen zur Offenlegung aller Zahlungen rund um die Rohstoffgeschäfte verpflichtet werden. Drittens müssen dann die Gelder eingesetzt werden, um die Lebenssituation der Bevölkerung zu verbessern.“&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Kontakt:&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Friedel Hütz-Adams, SÜDWIND, 02241-259735 / 0151-21108992, huetz-adams@suedwind-institut.de &lt;br /&gt;Sebastian Rötters, FIAN, 0163-4772758, s.roetters@fian.de&lt;/p&gt;</description>
    </item>
    <item rdf:about="http://www.fian.de/online/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=295:blumen-sollen-freude-schenken-allen-muettern-weltweit&amp;catid=56:pressemitteilungen&amp;Itemid=59">
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        <dc:date>2010-05-06T09:15:27+00:00</dc:date>
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        <title>Blumen sollen Freude schenken, allen Müttern weltweit</title>
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        <description>&lt;p&gt;Köln/ Münster/ Wien, 06. Mai 2010. FIAN Deutschland, Vamos e.V. Münster und FIAN Österreich fordern alle Konsumentinnen und Konsumenten auf, zum Muttertag nur Blumen zu verschenken, die unter fairen Bedingungen produziert wurden. 70 Prozent der Blumenarbeiter sind Frauen, viele davon allein erziehende Mütter. Ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen sind äußerst prekär: die niedrigen Löhne reichen kaum zum Überleben, ihre Gewerkschaftsrechte werden unterdrückt, sie sind ungeschützt Gesundheitsgefahren und Umweltverschmutzung durch den Einsatz von Pestiziden ausgesetzt. Frauen leiden zudem häufig an sexuellen Übergriffen der männlichen Vorarbeiter.&lt;/p&gt;

&lt;br /&gt;Zusätzlich trägt der hohe Wasserverbrauch der Blumenproduktion zur Knappheit von Trinkwasser bei, dessen Bereitstellung für die Familien in den Produktionsländern Aufgabe der Frauen ist. „Gerade zum Muttertag sollten wir daher nur auf Blumen zurück greifen, die unter fairen sozialen und ökologischen Kriterien produziert wurden und als solche gesiegelt sind,&quot; so Steffi Neumann von Vamos e.V. Münster.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Blumenarbeiterinnen sind einer doppelten Belastung ausgesetzt&quot;, erklärt Sophie Veßel von FIAN Österreich. „Sie sind häufig die Alleinernährerinnen ihrer Familien. In der Hochsaison – z.B. zum Muttertag – arbeiten sie bis zu 16 Stunden am Tag. Zusätzlich kümmern sie sich um ihre Kinder und den Haushalt.&quot; Gertrud Falk von FIAN Deutschland ergänzt: „Der geringe Verdienst ermöglicht kein würdiges Leben ihrer Familien. Viele Kinder von Blumenarbeiterinnen müssen arbeiten, um zum Lebensunterhalt der Familie beizutragen.&quot;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Flower Label Program (FLP) und Fairtrade sind zwei Siegel, die durch ihre strengen Richtlinien garantieren, dass die Blumenbetriebe Arbeitsrechte respektieren. Fragen Sie bei Ihrem Blumenhändler nach der fairen Alternative! Und tragen Sie so zur Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen vieler Blumenarbeiterinnen bei!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Kontakt:&lt;/strong&gt;
&lt;p&gt;Steffi Neumann, Vamos e.V. Münster, +49-(0)251-45431 , neumann(at)vamos-muenster.de &lt;br /&gt;Gertrud Falk, FIAN Deutschland, +49-(0)221-7020072, g.falk(at)fian.de &lt;br /&gt;Sophie Vessel, FIAN Österreich, +43-(0)1-2350239&amp;nbsp; , sophie.vessel(at)oneworld.at &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;http://www.flowers-for-human-rights.org&quot;&gt;www.flowers-for-human-rights.org&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;</description>
    </item>
    <item rdf:about="http://www.fian.de/online/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=294:landtagswahl-nrw-zukuenftige-energiepolitik-hat-auswirkungen-auf-die-menschenrechtssituation-in-kohlefoerdergebieten&amp;catid=56:pressemitteilungen&amp;Itemid=59">
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        <dc:date>2010-05-04T10:16:51+00:00</dc:date>
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        <title>Landtagswahl NRW: Zukünftige Energiepolitik hat Auswirkungen auf die Menschenrechtssituation in Kohlefördergebieten</title>
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        <description>&lt;div class=&quot;jce_caption&quot; style=&quot;margin: 5px; width: 200px; display: inline-block; float: right;&quot;&gt;&lt;img height=&quot;134&quot; width=&quot;200&quot; src=&quot;http://www.fian.de/online/images/stories/Presse/cerrejon2010.jpg&quot; alt=&quot;cerrejon2010&quot; style=&quot;float: right;&quot; /&gt;
&lt;div style=&quot;text-align: center; clear: both;&quot;&gt;Tagebau in der Cerrejon-Mine, Kolumbien&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;Köln, 04.05.2010. Der Bau neuer Kohlekraftwerke ist ein zentrales Wahlkampfthema in Nordrhein-Westfalen. Neben Versorgungssicherheit und Klimaschutz sollten bei der Debatte um die künftige Energiepolitik auch die mit dem Kohleabbau verbundenen Menschenrechtsverletzungen eine Rolle spielen. Die Menschenrechtsorganisation FIAN kritisiert, dass dies von keiner Partei im Wahlprogramm thematisiert wird.&lt;br style=&quot;clear: left;&quot; /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Deutschland importiert fast drei Viertel der benötigten Steinkohle, überwiegend aus Ländern wie Kolumbien, Russland und Südafrika. „Auch Nordrhein-Westfalen ist in steigendem Maße auf Importe angewiesen. Die Energiepolitik in NRW hat somit direkte Auswirkungen auf die Situation in den Abbaugebieten. Wir beziehen günstige Rohstoffe und die Menschen dort zahlen die Zeche“, so Sebastian Rötters, Bergbau-Referent von FIAN Deutschland.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Deutsche Energieversorger importieren schon heute große Mengen Steinkohle aus Kolumbien, obwohl die dortigen Tagebaue die Lebensgrundlage tausender Menschen vernichten. Sie verlieren den Zugang zu ihrem Ackerland, leiden unter der Umweltbelastung durch Staub und Schwermetalle sowie zunehmender Wasserknappheit. Hauptexporteur ist die Mine Cerrejón im Nordosten Kolumbiens. Gleichberechtigte Anteilseigner von Cerrejón sind BHP Billiton (Australien), Anglo American (Großbritannien) und Xstrata (Schweiz).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Einige Gemeinden im Einzugsgebiet der Cerrejón-Mine warten seit über zehn Jahren darauf, dass sie umgesiedelt werden, weil ihnen der Zugang zu ihrem Land genommen wurde und sie den Umweltbelastungen unmittelbar ausgesetzt sind. Durch die Hinhaltetaktik des Unternehmens sind die Dorfgemeinschaften nahezu zerstört. Dabei ist Cerrejón kein Einzelfall. Auch aus anderen Kohle- und Uranabbaugebieten sind Menschenrechtsverletzungen bekannt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;„Es besteht akuter Handlungsbedarf. Neue Kohlekraftwerke und steigende Kohleimporte verschärfen die Situation in den Abbaugebieten. Wir fordern, dass die Parteien sich in der Debatte über die zukünftige Energiepolitik auch für mehr Transparenz und klare Menschenrechtsstandards beim Abbau und Handel mit Kohle und anderen Rohstoffen einsetzen. Energieversorger und Politik müssen die Konsequenzen ihres Handelns berücksichtigen und dürfen sich ihrer Verantwortung nicht länger entziehen“ so Rötters.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Kontakt: &lt;/strong&gt;Sebastian Rötters, FIAN Deutschland, 0163-4772758, s.roetters(at)fian.de&lt;/p&gt;</description>
    </item>
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        <title>Rechte von BlumenarbeiterInnen respektieren und schützen</title>
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        <description>&lt;div class=&quot;jce_caption&quot; style=&quot;width: 200px; float: right; display: inline-block;&quot;&gt;&lt;img style=&quot;float: right;&quot; alt=&quot;Simbabwe: Arbeiterinnen ohne Schutzkleidung&quot; src=&quot;http://www.fian.de/online/images/stories/Presse/simbabwe_arbeiterinnen_ohne_schutzkleidung.jpg&quot; width=&quot;200&quot; height=&quot;150&quot; /&gt;
&lt;div class=&quot;jce_caption&quot; style=&quot;text-align: center; clear: both;&quot;&gt;Simbabwe: Arbeiterinnen ohne Schutzkleidung&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;Frankfurt/Köln/Münster, 28. April 2010. Zum Internationalen Tag der Arbeit fordern die IG BAU, FIAN und Vamos e.V. Regierungen, BlumenproduzentInnen und -händler auf, die Rechte von BlumenarbeiterInnen zu respektieren und zu schützen. Vor allem die Rechte auf Organisationsfreiheit und Kollektivverhandlungen sowie auf Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz werden in der Blumenproduktion verletzt. Viele Regierungen in Entwicklungsländern setzen die Konventionen der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) nicht um. Die Konvention Nr. 110 über die Rechte von PlantagenarbeiterInnen, wurde nur von 10 Staaten ratifiziert. Die ArbeiterInnen sind dadurch nicht ausreichend vor ausbeuterischen Arbeitsbedingungen geschützt. Die IG BAU, FIAN und Vamos e.V. Münster fordern die Regierungen von Blumen produzierenden Ländern dazu auf, die Kernkonventionen der IAO umzusetzen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die fehlende Durchsetzung von Arbeitsrechten in der Blumenindustrie hat in Ländern Lateinamerikas und Afrikas ähnliche Folgen. „In Kolumbien beschäftigen Farmbesitzer in der Blumenindustrie ArbeiterInnen ohne rechtliche Grundlage als Arbeitergenossenschaften&quot;, erklärt Gertrud Falk. „Diese Genossenschaften sind keine demokratischen Wirtschaftsbetriebe, sondern ein Mechanismus, um Arbeitern ihren Status abzusprechen. Die Arbeiter und Arbeiterinnen verlieren damit das Recht, Löhne kollektiv zu verhandeln, zu streiken oder einer Gewerkschaft beizutreten&quot;, ergänzt Bärbel Feltrini von der FloristInnengewerkschaft IG BAU.&lt;/p&gt;
In Simbabwe gibt die niedergehende Blumenindustrie Einkommensverluste direkt an die ArbeiterInnen weiter. „Blumenarbeiterinnen und Nichtregierungsorganisationen berichten, dass Arbeitgeber vor allem den weiblichen Beschäftigten meist keine Schutzkleidung mehr zur Verfügung stellen,&quot; berichtet Gertrud Falk. „Die Regierung setzt bestehende Gesetze nicht durch.&quot;
&lt;p&gt;Öffentliche Verwaltungen, BlumenhändlerInnen und VerbraucherInnen können zu fairen Arbeitsbedingungen in der Blumenindustrie beitragen, indem sie fair produzierte Blumen kaufen, die vom Flower Label Program (FLP) oder von Fairtrade zertifiziert sind. „Diese beiden Siegel garantieren durch ihre strengen Richtlinien, dass die Betriebe Arbeitsrechte respektieren,&quot; erklärt Steffi Neumann von Vamos e.V. Münster. „Wir fordern öffentliche Einrichtungen dazu auf, Entscheidungen zur Beschaffung von ausschließlich fair produzierten Blumen zu treffen. Das hat eine Vorbildfunktion für HändlerInnen und VerbraucherInnen.&quot;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Kontakt:&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Gertrud Falk, FIAN Deutschland, 0221-7020072, E-Mail &lt;a href=&quot;http://www.fian.de/online/index.php?option=com_contact_enhanced&amp;amp;view=contact&amp;amp;id=2&quot; title=&quot;Kontaktformular&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.fian.de/online/images/stories/emailButton.png&quot; alt=&quot;emailButton&quot; style=&quot;vertical-align: middle; border-width: 0px;&quot; width=&quot;16&quot; height=&quot;16&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Heidi Schroth, IG BAU, 069-95737668, E-Mail &lt;a href=&quot;http://www.fian.de/online/mailto:heidi.schroth@igbau.de&quot;&gt;heidi.schroth [at] igbau.de&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Steffi Neumann, Vamos e.V. Münster, 0251-45431, E-Mail &lt;a href=&quot;http://www.fian.de/online/mailto:neumann@vamos-muenster.de&quot;&gt;neumann [at] vamos-muenster.de&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a target=&quot;_blank&quot; title=&quot;Externer Link&quot; href=&quot;http://www.flowers-for-human-rights.org&quot;&gt;www.flowers-for-human-rights.org&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;</description>
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