Agrarökologie ist ein ganzheitlicher Ansatz mit dem Ziel durch eine nachhaltige Land- und Ernährungswirtschaft Ernährungssouveränität zu erreichen. Dabei geht der Ansatz über die reine landwirtschaftliche Praxis hinaus. Bei der Agrarökologie geht es auch um soziale Gerechtigkeit und Teilhabe, um ökologische, wirtschaftliche, kulturelle und politische Innovation und darum, wie Menschen sich auf verschiedenste Weise selbstbestimmt organisieren, um sich und andere mit gesunder Nahrung zu versorgen. Mit anderen Worten: Agrarökologie ist ein gelebtes Konzept, wie wir gemeinsam unsere Ernährungssysteme von unten nach oben umgestalten können, um lokal und global Machtungleichheiten auszugleichen und gerechtere Systeme menschlichen Zusammenlebens zu schaffen. Dabei orientiert sich das Konzept an den 13 Prinzipien der Agrarökologie. Diese umfassen unter anderem Recycling, den Zugang zu natürlichen Ressourcen wie Land, Wasser und Saatgut, biologische Vielfalt sowie die Berücksichtigung sozialer Werte und Ernährungsweisen. Ein weiterer wichtiger Grundgedanke der Agrarökologie ist: global denken, lokal handeln. Wenn wir in Deutschland agrarökologisch handeln, hat das auch immer positive Effekte in anderen Teilen der Welt.
Beispiele auf der ganzen Welt zeigen, dass eine gerechtere und umweltverträglichere Landwirtschaft möglich ist. Unter Agrarökologie konkret können Sie nachlesen wie Agrarökologie, trotz mangelnder politischer Unterstützung und fehlender Infrastruktur, auf internationaler und nationaler Ebene gelebt wird. FIAN fordert von der Bundesregierung, Strukturen zu schaffen, durch die die Agrarökologie gedeihen kann und Menschen, die sich eine Teilhabe an der Agrarökologie nicht leisten können, mit den Ressourcen zu unterstützen, die diese dafür benötigen.
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