Die zweite FoodFirst-Ausgabe des Jahres 2026 ist erschienen mit dem Schwerpunkt: „Frauen ernähren die Welt: Bäuerinnen kämpfen weltweit für ihre Rechte, Ernährungssouveränität und ein Leben in Würde“
Den Leitartikel von Geneviève Savigny, UNDROP-Arbeitsgruppe, können Sie bereits jetzt online lesen. Die Rechte von Bäuerinnen und Landarbeiterinnen müssen endlich durchgesetzt werden. Das umfassendste völkerrechtliche Instrument, das spezifische Diskriminierungen von Frauen und Mädchen im ländlichen Raum adressiert ist die UN-Erklärung über die Rechte der Bäuer*innen und anderer in ländlichen Gebieten tätiger Menschen (UNDROP).

Die Vereinten Nationen haben 2026 zum „Internationalen Jahr von Frauen in der Landwirtschaft“ erklärt. Damit würdigen sie diejenigen, die einen zentralen Teil der bäuerlichen Arbeit leisten und zugleich eine nachhaltige und zukunftsfähige Bewirtschaftung sicherstellen. Gleichzeitig machen die UN auf die strukturelle Diskriminierung aufmerksam, der Frauen im ländlichen Raum weiterhin ausgesetzt sind.
Obwohl Frauen vierzig Prozent der landwirtschaftlichen Arbeitskräfte stellen, sind sie vielfach von Diskriminierung betroffen: durch ungleichen Zugang zu Land – nur 15 Prozent der Landbesitzer*innen sind Frauen –, eingeschränkte Erbrechte, sexualisierte Gewalt sowie gesundheitliche Schäden durch Pestizide. Damit wird vielfach nicht nur ihre wirtschaftliche Existenz bedroht, sondern auch ihr Recht auf Nahrung verletzt.
Der Beitrag von Frauen zu Ernährungssystemen reicht weit über die Produktion und Verarbeitung von Lebensmitteln hinaus. Sie sichern die Ernährung von Familien und Gemeinschaften, leisten unbezahlte Sorgearbeit und bewahren traditionelles Wissen und einheimisches Saatgut. Gerade diese Tätigkeiten bleiben in exportorientierten und profitorientierten Agrarsystemen häufig unsichtbar oder werden abgewertet.
In dieser Ausgabe von FoodFirst erfahren wir mehr über die Kämpfe ländlicher Frauen in Lateinamerika, Afrika und Asien. Frauen verteidigen ihre körperliche Unversehrtheit, ihre Territorien und ihr Recht auf ein Leben in Würde. Sie setzen sich für gerechte Ernährungssysteme ein und zeigen, dass Geschlechtergerechtigkeit eine Voraussetzung für nachhaltige Entwicklung ist. Zu unserem 40. Jubiläum möchten wir diejenigen ehren, die uns das Leben schenken, die für uns sorgen und uns ernähren.
Weitere Themen im Heft: Internationales: FIAN-Recherche in Indonesien und Kambodscha; 40 Jahre FIAN: Jubiläumsfeier und viele Glückwünsche; Uganda: Schulungen von FIAN für Frauengruppen.
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P.S.: Heft 1/2026 mit dem Schwerpunkt „Kolonialer Naturschutz: Wie koloniale Strukturen fortbestehen und Menschenrechte gefährden“ ist ab jetzt hier kostenlos verfügbar. Alle weiteren älteren Ausgaben finden sich ebenfalls zum kostenlosen Download im FoodFirst Archiv.

