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FIAN Deutschland
FIAN DeutschlandMit Menschenrechten gegen den Hunger
30.03.2017

Europaweite Petition für Stärkung der Rechte von Kleinbäuerinnen und Kleinbauern gestartet


Ein Bündnis von Menschenrechtsorganisationen, Bauernverbänden und sozialen Bewegungen hat eine Petition für die Rechte von Kleinbäuerinnen und Kleinbauern gestartet. In einem ersten Schritt sollen 30.000 Unterschriften gesammelt werden. FIAN gehört zu den Initiatoren der Petition.

Mit ihrer traditionellen und ökologischen Anbauweise und ihrem von Generation zu Generation weitergegebenen Wissen produzieren KleinbäuerInnen etwa 70 % aller Nahrungsmittel weltweit und tragen damit erheblich zur Ernährungssicherheit bei. Sie entwickeln widerstandsfähige Alternativen zur Agrarindustrie und sichern lokale Ernährungssysteme.

Doch in allen Teilen der Welt werden Kleinbäuerinnen und Kleinbauern Ressourcen streitig gemacht. Im UN-Menschenrechtsrat wurde daher eine Arbeitsgruppe zur Erstellung einer „UN-Erklärung für die Rechte von Kleinbauern und Kleinbäuerinnen und anderen Personen, die in ländlichen Regionen arbeiten" eingerichtet. In der angestrebten Erklärung sollen international anerkannte und bedeutende Rechte für diese Bevölkerungsgruppe zusammengefasst und interpretiert werden, unter anderem Rechte auf Land, Saatgut, Wasser, einem angemessenen Einkommen und Zugang zu Produktionsmitteln.

Die Kampagne „Hands on the Land for Food Sovereignty” (HOTL4FS) hat sich zum Ziel gesetzt ein breiteres Bewusstsein für die Bedeutung von Land, Wasser und anderen natürlichen Ressourcen für die Verwirklichung des Menschenrechts auf Nahrung und für Ernährungssouveränität zu schaffen. Die nun gestartete Petition fordert die EU und ihre Mitgliedstaaten auf, sich aktiv an der Ausarbeitung der UN-Erklärung zu beteiligen. Unterstützt wird die Initiative vom weltweiten Kleinbauern-Netzwerk La Via Campesina, der Menschenrechtsorganisation FIAN und Nyéléni Europa.

Die Petition können sie hier unterzeichnen.