FIAN Deutschland
FIAN DeutschlandMit Menschenrechten gegen den Hunger
22.03.2018

FIAN informiert Bundestagsabgeordnete über „UN-Erklärung der Rechte von KleinbäuerInnen und anderen Menschen, die in ländlichen Regionen arbeiten“


von links nach rechts: Eva-Maria Schreiber (Linke), Bernhard Walter (BfdW), Paula Gioia (AbL), Uwe Kekeritz (Grüne), Henry Saraghi (LVC), Jan Urhahn (INKOTA), Gertrud Falk (FIAN), Marek Burmeister (ASW), Alessa Heuser (Misereor), Pauline Hammer (ASW)

Im Rahmen eines Parlamentarischen Frühstücks hat FIAN heute gemeinsam mit La Via Campesina und weiteren Partnerorganisationen Bundestagsabgeordnete über die Wichtigkeit der geplanten UN- Kleinbauernerklärung informiert und sie zur Unterstützung des Verhandlungsprozesses im UN-Menschenrechtsrat aufgefordert. Die Verhandlungen der Erklärung treten in die Abschlussphase ein. Vom 9.-13. April 2018 wird die dafür eingerichtete Arbeitsgruppe des Menschenrechtsrats zum fünften und voraussichtlich letzten Mal tagen. Anschließend soll die Erklärung zunächst dem Menschenrechtsrat und dann der Vollversammlung der Vereinten Nationen zur Annahme vorgelegt werden.

Gastgeber des Parlamentarischen Frühstücks war der Abgeordnete Uwe Kekeritz. Zum Einstieg stellte Paula Gioia von der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) die Notwendigkeit dieser UN-Erklärung dar. FIAN-Referentin Gertrud Falk erläuterte die menschenrechtliche Bedeutung der Erklärung sowie Deutschlands Rolle im bereits sechs Jahre dauernden Verhandlungsprozess. Henry Saraghi von der internationalen kleinbäuerlichen Bewegung La Via Campesina, einer der Initiatoren der Erklärung, stellte ihre zentralen Inhalte aus kleinbäuerlicher Sicht anhand der zunehmenden Beschneidung der Rechte der ländlichen Bevölkerung in Indonesien anschaulich dar. Alessa Heuser von Misereor präsentierte die Forderungen des zivilgesellschaftlichen Bündnisses an die Bundesregierung zur Unterstützung der UN-Erklärung und forderte die Abgeordneten auf, von der Regierung mehr aktive Mitarbeit und Positionierung zu verlangen. Bernhard Walter von Brot für die Welt moderierte die anschließende engagierte Diskussion. Mit vorbereitet wurde die Veranstaltung von INKOTA, Aktionsgemeinschaft Solidarische Welt (ASW), Transfair, Naturland, FDCL, FIMARC, Forum Fairer Handel und Gepa.

Hier finden sie den Internetauftritt der Arbeitsgruppe des UN-Menschenrechtsrats.