FIAN Deutschland
FIAN DeutschlandMit Menschenrechten gegen den Hunger
03.07.2019

Neue Ausgabe des FoodFirst-Magazins erschienen


Werden Menschen- und Umweltrechte in lateinamerikanischen Demokratien respektiert, oder werden sie nur auf dem Papier beachtet? Almudena Abascal widmet sich dieser Frage in der aktuellen Ausgabe des FoodFirst-Magazins und unterzieht die Regierungen Ecuadors und Brasiliens einer gründlichen Prüfung. Die Ergebnisse sind alarmierend: Gesetz und Wirklichkeit liegen weit voneinander entfernt. Menschen- und Umweltrechtsverletzungen nehmen zu.

Auch Paraguay ignoriert die Rechte der Bürger*innen trotz konstitutioneller Verankerung beständig. Landraub ist an der Tagesordnung, u.a. im Fall der Sawhoyamaxa (siehe hier). Mit einer ersten finanziellen Entschädigung gibt es nun einen Teilerfolg, doch wartet die Indigenengemeinschaft weiter auf die Rückgabe ihres Landes.

Jean Ziegler, UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung (2000 bis 2008), war zu Gast in der FIAN-Geschäftsstelle. Wir sprachen mit ihm über aktuelle Bedrohungen des Rechts auf Nahrung und über Perspektiven der Arbeit von FIAN. Schließlich beleuchtet Kirsten Müller, wie vom Klimawandel Betroffene erstmals vor dem Gericht der Europäischen Union den Schutz ihrer Grundrechte einklagen. Klimaklagen sollen die EU und die Bundesregierung zum Handeln bewegen, „denn Klimaschutz ist eine rechtliche Notwendigkeit und keine politische Gefälligkeit.“

Weitere Artikel befassen sich mit Vertreibungen durch Palmöl-Plantagen in Sierra Leone, der Ausbeutung von Geflüchteten im Obst- und Gemüseanbau in Italien sowie mit der Reform des Bodenrechts im Senegal. Die Unterstützung ausländischer Investoren und das neue Weltbank-Vorhaben, die Bodenrechte im Senegal weiter zu privatisieren, stellen eine Gefahr für die Ernährungssouveränität vor allem der senegalesischen Landbevölkerung dar.
Dieser Text kann als Leseprobe online abgerufen werden.

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