FIAN Deutschland
FIAN DeutschlandMit Menschenrechten gegen den Hunger

UN-Abkommen für Wirtschaft und Menschenrechte

FIAN setzt sich im Rahmen der „Treaty-Allianz“ für ein völkerrechtliches Abkommen ein, welches den Vorrang von Menschenrechten vor Investoreninteressen festschreibt. Denn ob bei der Kohleförderung in Kolumbien, der Textilproduktion in Pakistan oder dem Sojaanbau in Paraguay: oftmals führen die Geschäfte multinationaler Unternehmen zu Umweltschäden oder Menschenrechtsverletzungen, ohne dass die Firmen jemals vor Gericht landen.

Der geplante „Treaty“ soll endlich verbindliche Regeln für Unternehmen schaffen und den Geschädigten Klagemöglichkeiten eröffnen, auch über Ländergrenzen hinweg. Die Arbeitsgruppe des UN-Menschenrechtsrats berät aktuell einen konkreten Entwurf (hierzu eine Stellungnahme der Treaty Allianz). An den bisherigen Sitzungen nahmen EU und Bundesregierung nur beobachtend teil. Der Treaty kann jedoch nur Erfolg haben, wenn wirtschaftsstarke Länder den Prozess unterstützen. Deutschland als größtes Land der EU hat an dieser Stelle eine große Verantwortung.

Postkarten- und Unterschriftenaktion unterstützen!

Wir möchten Sie bitten, die Postkarten- und Unterschriftenaktion zu unterstützen und die Bundesregierung aufzufordern sich konstruktiv an den Verhandlungen für ein UN-Abkommen für Wirtschaft und Menschenrechte zu beteiligen.

Die Postkarten können in der Geschäftsstelle angefordert werden (1 Bogen mit 3 Postkarten). Bitte füllen Sie eine Postkarte aus und senden diese frankiert an das Bundeskanzleramt. Die übrigen Postkarten können Sie gerne an Familienangehörige, Freundinnen und Freunde weitergegeben.

Gerne können Sie die Aktion auch unterstützen indem Sie Unterschriften sammeln. Die Unterschriftenliste finden Sie hier. Senden Sie die ausgefüllte Unterschriftenliste einfach frankiert an FIAN Deutschland (Briedeler Straße 13, 50969 Köln) zurück. FIAN sammelt die Listen und übergibt sie gebündelt dem Bundeskanzleramt.Vor den Verhandlungen im Oktober 2018 wurde ein erstes Paket mit 1.000 Unterschriften eingereicht. Wir sammeln weiter.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

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Menschenrechte brauchen Verbindlichkeit!

Täglich kommt es in Ländern des Südens zu Landgrabbing und gewaltsamen Vertreibungen. Folgen sind Armut und Hunger. Beteiligt sind auch deutsche Investoren und Unternehmen, meist über verschachtelte Finanzierungen, Tochterfirmen oder Zulieferer. Die Betroffenen finden weder vor Ort noch bei uns Rechtsschutz oder Wiedergutmachung.


Pestizidanwendungen ohne Schutzkleidung sind keine Seltenheit. Schwere Gesundheits­probleme – oftmals mit Todesfolge – sind die Konsequenz. 99% der Vergiftungen erfolgen in Ländern des Südens. Wenn Unternehmen im Ausland Arbeitsrechte verletzen oder die Umwelt verschmutzen, bleibt dies jedoch meist ohne Konsequenzen.


Beim Einsturz der Textilfabrik Rana Plaza in Bangladesch starben mehr als tausend Menschen. Für die beteiligten Firmen hatte die Katastrophe keine rechtlichen Konsequenzen. Schwerwiegende Menschen- und Arbeitsrechtsverletzungen sowie deren Vertuschung sind in der globalen Textilbranche gängige Praxis und werden von Abnehmerfirmen regelmäßig geleugnet.

© J. Al Nahian
© J. Al Nahian