FIAN Deutschland
FIAN DeutschlandMit Menschenrechten gegen den Hunger
14.08.2018

Workshop im Rahmen des Klima-Camp Rheinland 2018

Steinkohle aus Kolumbien – Energie auf Kosten von Mensch und Umwelt mit Gertrud Falk und Nathalie Grychtol

Datum: 14. 08. 2018 10:30 bis 22. 10. 2018 13:00
Ort: am Lahey Park bei Erkelenz

Ende 2018 schließen die letzten Steinkohlezechen in Deutschland, die Energiegewinnung durch Steinkohle aber weiter geht und die Kohle dafür wird aus Kolumbien importiert. Im Departamento La Guajira im Norden Kolumbiens befindet sich das größte Steinkohle-Abbaugebiet Lateinamerikas, eines der größten weltweit. In El Cerrejón werden jährlich um die 32 Millionen Tonnen Kohle – ausschließlich für den Export – abgebaut. Für Klima, Umwelt und die Menschen, die dort leben, hat der Abbau verheerende Folgen: Der Abbau, und das damit verbundene Abtragen wasserführender Erdschichten verschlimmert die Wasserknappheit der ohnehin trockenen Region La Guajira und gefährdet das Recht auf Wasser und Nahrung der Bevölkerung. In Cesar –einer weiteren großen Abbauregion – ordnete die Regierung aufgrund der Luftverschmutzung durch Kohlefeinstaub an, drei Gemeinden angemessen umzusiedeln. Bis heute sind die verantwortlichen Unternehmen dem nicht nachgekommen. Darüber hinaus wurden in den Regionen weitere schwere Menschenrechtsverletzungen dokumentiert: Umgesiedelte BewohnerInnen, von Vertreibung Bedrohte und AktivistInnen, die gegen die Kohleförderung kämpfen werden unter Druck gesetzt, vertrieben und sogar ermordet. Die wenigen Täter, die überführt werden konnten, gaben an, im Auftrag der Kohleunternehmen zu agieren; die Unternehmen streiten das ab.
Der weite Weg, den diese „blutige“ Kohle bis nach Deutschland zurücklegt, macht sie im doppelten Sinne zum Klimakiller.

Weitere Informationen und das vollständige Programm des Kima-Camps findet ihr >>hier.