FIAN Deutschland
FIAN DeutschlandMit Menschenrechten gegen den Hunger
13.09.2018

Podiumsdiskussion: Bäuerliche Rechte stärken – weltweite Diskriminierungen stoppen!

Gelingt das mit einer neuen Erklärung der Vereinten Nationen?

Datum: 13. 09. 2018 18:30 - 20:30
Ort: Dietrich-Bonhoeffer-Haus,
Ziegelstr. 30,
10117 Berlin

 

In vielen Teilen der Welt werden kleinbäuerliche Gemeinden gewaltsam von ihrem Land vertrieben. Menschenrechtsverteidiger*innen, die sich für die Rechte der ländlichen Bevölkerung einsetzen, werden kriminalisiert oder sogar ermordet. Alleine in Brasilien wurden auf Grund von Landkonflikten im Jahr 2017 65 Kleinbauern und Kleinbäuerinnen umgebracht. Die Liste an konkreten Beispielen akuter Menschenrechtsverletzungen ließe sich nahezu endlos weiter führen. Denn viele der rund zwei Milliarden Kleinbauern und Kleinbäuerinnen weltweit sind systematischen Diskriminierungen und Menschenrechtsverletzungen ausgesetzt. Aus diesem Grund wird seit einigen Jahren im Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen über eine UN-Erklärung zur Stärkung der Rechte von Kleinbauern und Kleinbäuerinnen und anderen Menschen, die in ländlichen Regionen arbeiten, diskutiert. Die Erklärung könnte beim Zugang zu und bei der Kontrolle über Land und Saatgut, aber auch beim Schutz kollektiver Rechte eine wichtige Rolle spielen – und befindet sich aktuell auf der politischen Zielgeraden. Bei der kommenden 39. Sitzung des Menschenrechtsrats in Genf könnte die Erklärung Ende September beschlossen und bereits bei der folgenden UN-Generalversammlung in New York angenommen werden.
Was sind die Inhalte dieser UN-Erklärung? Warum fordern Kleinbauernorganisationen sie und was sagen Betroffene aus dem globalen Süden und dem globalen Norden dazu? Wie bewertet die Regierung Portugals als dezidierte Unterstützerin den politischen Prozess dazu und wie positioniert sich die deutsche Bundesregierung? Und was müsste getan werden, damit eine solche Erklärung überhaupt Wirksamkeit entfalten kann?


Das Programm dieser Veranstaltung finden Sie hier.