FIAN Deutschland
FIAN DeutschlandMit Menschenrechten gegen den Hunger

Medienspiegel

Juni 2018: Ärzte gegen Menschenrechte?

In der Ausgabe Nr. 25 vom 6. Juni greift der SPIEGEL die Recherchen von FIAN zur Mitverantwortung der Ärzteversorgung Westfalen-Lippe (ÄVWL) für Landkonflikte in Brasilien auf. FIAN-Agrarreferent Roman Herre wird mit der Forderung zitiert „Bei solchen Vorwürfen müssen deutsche Aufsichtsbehörden nicht nur wie bisher den Werterhalt dieser Anlagen prüfen, sondern sie auf Einhaltung von Menschenrechten abklopfen und notfalls haftbar machen“.
Ebenfalls im Juni erschien ein ausführliches FIAN-Portrait im Magazin Galore.

April 2018: „Es geht um das Recht auf Wasser“

Am 13. April wurde FIAN-Referentin Gertrud Falk vom Deutschlandfunk zur geplanten „UN-Kleinbauernerklärung“ interviewt. In dem Gespräch erklärt sie, dass „der alleinige Zugang zu Wasser […] für die Kleinbauern und für die Kleinfischer nicht ausreichend“ sei. Vielmehr bräuchten sie umfassende Rechte auf Wasser, Saatgut und Land. Das Gespräch kann entweder hier nachgelesen oder als Podcast nachgehört werden.

Oktober 2017: Wirtschaft und Menschenrechte

Am 23. Oktober geht die UN-Arbeitsgruppe zur Erarbeitung eines bindenden Abkommens zur Einhaltung der Menschenrechte als transnationale Unternehmenspflicht in die dritte Runde. In einem Gastbeitrag bei der Frankfurter Rundschau spricht sich Philipp Mimkes, Geschäftsführer von FIAN Deutschland, für ein solches Abkommen aus und unterstreicht die Rolle, die Deutschland dabei zukommt.

September 2017: Zahl der Hungernden ist dramatisch gestiegen

Am 15. September veröffentlichte die UNO die neue Statistik über die hungernde Weltbevölkerung. Radio Vatikan zitiert in seiner Berichterstattung FIAN Deutschland Geschäftsführer Philipp Mimkes: Die Zahlen seien „niederschmetternd“ angesichts globaler Rekordernten und Höchstständen bei Nahrungsmittelvorräten, sagte Philipp Mimkes, Geschäftsführer der Menschenrechtsorganisation FIAN. Einmal mehr zeige sich, dass Hunger „meist nicht in geringen Produktionsmengen begründet liegt, sondern in Ungleichheit, Diskriminierung und Armut“. Hungerbekämpfung müsse daher zuerst die Rechte marginalisierter Bevölkerungsgruppen stärken.

Juli 2017: Treffen der Landräuber

Zum G20-Gipfel griff das ARD-Politmagazin Monitor unsere Kritik am zunehmenden Fokus der staatlichen Entwicklungshilfe auf Großkonzerne und Investmentfonds auf („G20-Gipfel: Wer profitiert vom Marshall-Plan für Afrika?“). Zum selben Thema veröffentlichte die taz einen Artikel des FIAN-Referenten Roman Herre. Darin fordert Herre, „das Ziel der Entwicklungspolitik muss eine lebendige kleinbäuerliche Landwirtschaft sein, die lokale Wertschöpfung und Kreisläufe stärkt. Mit der internationalen Finanzwelt und ohnehin mächtigen Unternehmen setzt die G20 jedoch auf das falsche Pferd, da diese nicht den lokalen Kreislauf, sondern die Extraktion von Gewinnen in ihrer DNA tragen.“ 

Juli 2017: Das ist Entwicklungshilfe, die Hunger macht

Unter diesem Titel sendete der Norddeutsche Rundfunk ein Radiofeature zum Thema öffentlich-private Partnerschaften in der Entwicklungszusammenarbeit. Das Feature berichtet unter anderem über Fälle in Sambia, zu denen FIAN seit langem arbeitet: „Die DEG (Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft) finanziert dort „Zambeef“, einen der größten Agribusiness-Konzerne Sambias, mit 13 Millionen Euro. Ihr staatlicher Auftrag: Armut zu mindern, und zwar durch unternehmerische Entwicklung. Die Menschenrechtsorganisation FIAN hält dies für eine Farce.“

Mai 2017: Konzerne als Retter? Das Geschäft mit der Entwicklungshilfe

Der Dokumentarfilm „Konzerne als Retter? Das Geschäft mit der Entwicklungshilfe“ (hier auf arte in der Mediathek) widmet sich dem Thema öffentlich-private Partnerschaften in der Entwicklungszusammenarbeit. Die staatliche Entwicklungshilfe setzt zunehmend auf die Privatwirtschaft. Nur sie könne effizient Armut und Hunger in der Welt bekämpfen. Was dieses Credo in der Praxis bedeutet: deutsche Tiefkühlpizza für Kenia, Megafarmen in Sambia, neue Pestizidmärkte für Chemieriesen wie Bayer oder die extrem klimaschädliche Trockenlegung von Sumpflandschaften.

April 2017: Kampf um Saatgut

Die Frankfurter Rundschau veröffentlichte einen Beitrag von FIAN Referentin Gertrud Falk, in dem sie zum Kampf um die Erhaltung der biologischen Saatgutvielfalt aufrief: "Der ungehinderte Zugang zu Saatgut ist eine wesentliche Voraussetzung, um die Ernährung der Weltbevölkerung sicherzustellen. Über Jahrtausende hinweg haben Kleinbauern Saatgut durch Auslese und Züchtung kultiviert. Sie haben es an Umweltbedingungen vor Ort angepasst und dadurch zu biologischer Vielfalt beigetrage."

März 2017: EU billigt Dow-DuPont-Merger

Das Finanzmagazin Finanzen und Wirtschaft berichtet von einer Fusion in der Chemieindustrie zwischen Dow Chemical und DuPont. FIAN Deutschland warnt in einem offenen Brief an die EU-Kommission vor einer starken Monopolisierung in der Agrarindustrie mit inakzeptablen Konsequenzen:
Die EU-Kommission hat den Zusammenschluss der beiden US-Chemieriesen Dow und DuPont gebilligt, allerdings mit Auflagen. So muss DuPont einen grossen Teil seiner Pestizidsparte verkaufen, wie EU-Kommissarin Margrethe Vestager am Montag mitteilte.

Januar 2017: Welternährung als Spekulationsobjekt

Im Radio-Interview des Morgenechos des WDR 5 spricht FIAN-Referent Roman Herre über das Thema „Land Grabbing“ und warum Land immer häufiger zum Spekulationsobjekt von Investoren wird und wie sich dies auf die weltweite Ernährungssituation auswirkt (Gesendet am 21. Januar 2017).

November 2016: Neue Studie: Wie Europa Landgrabbing begünstigt

Das Online-Nachrichtenmagazin derStandard.at berichtet auf welche Art europäische und auch österreichische Akteure in die Landnahme involviert sind: 17.000 Hektar Land hat ein Agrarunternehmen des auf Mauritius beheimateten Investors Agrivision Africa in den vergangenen Jahren in Sambia gekauft. Land, auf dem zum Teil lokale Bauern Produkte für ihre Selbstversorgung anbauten. "Die Dorfgemeinschaft sollte innerhalb weniger Tage das Land verlassen. Wir konnten das durch Intervention bei den Provinzbehörden vorerst noch stoppen", erklärt Roman Herre von der Menschenrechtsorganisation Fian.

Oktober 2016: Perfekte Abhängigkeit - Bayers Kalkül bei der Fusion mit Monsanto: eine Nachfrage-Kette, die der neue Konzern vom ersten bis zum letzten Glied bedienen kann.

In der Frankfurter Rundschau berichtet FIAN-Referentin Gertrud Falk über den angekündigten Kauf des Saatgutkonzerns Monsanto durch Bayer: "Unsere Ernährung wird zunehmend von immer weniger Agrar- und Lebensmittelkonzernen bestimmt. So kontrollieren zum Beispiel weltweit die zehn größten Hersteller von Agrarchemikalien 95 Prozent des Pestizidmarkts, die zehn größten Saatgutkonzerne 75 Prozent des Saatgutmarkts. Sie können mit dieser Marktmacht ihre Interessen besser durchsetzen als kleinbäuerliche Verbände, obwohl letztere 70 Prozent der weltweiten Nahrungsmittel herstellen." 

Oktober 2016: Recht auf sauberes Wasser erfüllen - FIAN-Gruppe Marl lädt zum Diskussionsabend in die insel ein

Die Marler Zeitung berichtet über die von der FIAN-Lokalgruppe Marl geplante Veranstaltung: "Wasser ist Leben - und ein Menschenrecht.": Wer den Hahn aufdreht, denkt selten darüber nach, dass sauberes Trinkwasser für viele Menschen in der Welt nicht selbstverständlich ist. Die Marler Gruppe der Menschenrechtsorganisation FIAN (FoodFirst Informations- und Aktionsnetztwerk) nimmt das Thema jetzt auf die Tagesordnung. 

Oktober 2016: Bewusster Konsum gegen den Hunger

Das Schwäbische Tageblatt berichtet über die von FIAN in Rottenburg durchgeführte Veranstaltung "Was hat das Menschenrecht auf Nahrung mit dem Angebot im Supermarkt zu tun?": Das FoodFirst Informations- und Aktionsnetzwerk (FIAN) ist eine internationale Menschenrechtsorganisation, deren zentraler Ansatz lautet, dass Hunger als Menschenrechtsverletzung begriffen werden müsse. [...] "Wer kann das Recht auf Nahrung durchsetzen?", so lautet die zentrale Frage in der Abschlussdiskussion. "Wir alle zusammen", so die Antwort der beiden Referentinnen. Die Menschenrechte - so auch das auf angemessene Nahrung, wie es im Artikel 11 des UN-Sozialpakts ratifiziert wurde - müsse wie von Beginn an erkämpft und aktiv eingefordert werden.

September 2016: Eine Mahnung an die Kölner

Der Kölner Stadtanzeiger berichtet über das von FIAN organisierte erste "Kölner Menschenrechtspicknick": Auch das Recht auf Nahrung gehört zu den international verbrieften Menschenrechten. Und damit die Kölner das fortan nicht vergessen, wird künftig eine Bodenplatte im Fußweg durch den Park der Menschenrechte daran erinnern. Die Organisation Foodfirst Informations- und Aktions-Netzwerk (Fian) hatte dort zum ersten „Kölner Menschenrechtspicknick“ geladen und wegen eines besonderen Geburtstages, der UN-Sozialpakt wird dieses Jahr 50 Jahre alt, ein spezielles Geschenk dabei. Drei Bodenplatten, die bald – wenn der Weg neu gemacht wird – die bereits vorhandenen Mahnmale ergänzen sollen.

September 2016: Forderung für wirksame Maßnahmen gegen Landvertreibung

Die ugandische Zeitung „New Vision“ berichtet über die Forderung FIANs, gemeinsam mit dem Institut für Öffentliches Recht (PILAC) der Makarere-Universität in Kampala und den Vertriebenen, die Rechte der Vertriebenen der Kaweri Kaffeeplantage wieder herzustellen und Landrechte der Bevölkerung grundsätzlich zu stärken. Hunger und Mangelernährung sind seit der Vertreibung zugunsten der Kaffeeplantage weit verbreitet. Die JuristInnen von PILAC fordern von der ugandischen Regierung wirksame Verbesserungen der Landrechte und Schutz der ugandischen Bevölkerung gegen Vertreibungen.

September 2016: Firmen und Menschenrechte

In der Frankfurter Rundschau fordert FIAN Geschäftsführer Philipp Mimkes die Bundesregierung auf, sich für verbindliche menschenrechtliche Verpflichtungen zur Kontrolle multinationale Unternehmen einzusetzen. Unabkömmlich hierfür ist die Entsendung eines Vertreters zu den Verhandlungen für ein rechtsverbindliches Abkommen unter dem Dach der Vereinten Nationen zur Regulierung transnationaler Unternehmen Ende Oktober – ein wichtiges Signal dafür, dass Wirtschaftsinteressen nicht länger über Menschenrechte gestellt werden dürfen.

Juli 2016: Getreide für Bioplastik
In der Gastkolumne der Frankfurter Rundschau beleuchtet FIAN-Referent Roman Herre die kritische Entwicklung der Landwirtschaft zur Zulieferindustrie und die damit einhergehenden Auswirkungen. Die internationale Entwicklung, Ressourcen vom Acker gewinnbringend flexibel zu nutzen, berge die Gefahr, dass Landwirtschaft ihre zentrale Aufgabe verliere - die Sicherung guter Ernährung für die Bevölkerung.

Juni 2016: Glyphosat: Die EU-Kommission entscheidet

In einem Artikel der Deutschen Presse-Agentur vom 25.6.2016 - erschienen unter anderem in der Süd-West-Presse - fordert FIAN Deutschland ein Auslaufen der EU-Zulassung für Glyphosat, um die massenhafte Verwendung von genverändertem und glyphosat-resistentem Saatgut einzudämmen. „Besonders in Lateinamerika führt der großflächige Soja- und Maisanbau zu Pestizidvergiftungen, Landgrabbing und dem Rückgang der Produktion von Nahrungsmitteln für die lokale Bevölkerung", wird FIAN in dem Artikel zitiert.

Juni 2016: Konzernmacht und das Recht auf Nahrung

Die Lüdenscheider Nachrichten berichten über den Vortrag von FIAN-Referentin Gertrud Falk in der Volkshochschule Lüdenscheid. Gertrud Falk referierte über das Jahresthema "UN-Recht statt Unrecht. 50-Jahres UN-Sozialpakt" und konnte sich über zahlreiche BesucherInnen freuen.

Juni 2016: Die Wachhunde der Gesellschaft

Die Fränkische Landeszeitung berichtet über den Workshop von FIAN in Kooperation mit der Hochschule Ansbach zu investigativem Journalismus. Ziel war die investigativen Fähigkeiten in Zusammenarbeit mit Nichregierungsorganisationen der Studierenden an der Hochschule
Ansbach zu schulen.

Juni 2016: Regierung kriminalisiert Proteste

FIAN-Lateinamerikaexpertin Almudena Abascal weist im Rundbrief 2/2016 des Oikocredit Westdeutscher Förderkreis auf die zunehmende Kriminalisierung von sozialen Protesten in Ecuador hin. Im Jahr 2008 verabschiedete Ecuador eine der fortschrittlichsten Verfassungen weltweit, in der zum ersten Mal das Konzept des Buen Vivir verankert wurde. Das „Buen Vivir“ („Sumak Kawsay“ auf Quechua, „Gutes Leben“ auf Deutsch) ist ein zentrales Prinzip in der Weltanschauung der Völker des Andenraums und kann als „Zusammenleben in Vielfalt und Harmonie mit der Natur“ verstanden werden. Doch Gesetze, die nötig wären, um die verankerten Ziele umzusetzen, fehlen bislang.

Mai 2016: Mehr Schutz für Aktivisten

In der Gastkolumne der Frankfurter Rundschau weist FIAN-Referentin Gertrud Falk auf die zunehmende Gefährdung und Unterdrückung von MenschenrechtsaktivistInnen hin. Anfang diesen Jahres wurden zahlreiche MenschenrechtsverteidigerInnen ermordet und Gesetze erlassen, die das Handeln der Zivilgesellschaft einschränken. Diese Tatsachen machen deutlich, dass konkrete Instrumente und konsequentes Handeln zum Schutz der MenschenrechtsaktivistInnen nötig sind.

April 2016: Kämpfe um Land und Leben

FIAN-Agrarreferent Roman Herre und Jan Urhan vom INOKOTA-Netzwerk beleuchteen in dem aktuellen Rundbrief 1/2016 des „Forums Umwelt & Entwicklung“ die entwicklungspolitische Diskussion über Landgrabbing und die internationalen Verstrickungen der Finanzwelt bezüglich Landnahme auf der ganzen Welt. Sie kommen zu dem Ergebnis, dass von der gegenwärtigen Situation leider viel zu viele Eliten im globalen Norden wie im Süden profitieren.

März 2016: Wenn Land zum Spekulationsobjekt wird

FIAN-Referentin Regine Kretschmer berichtet in der Zeitschrift der Informationsstelle Lateinamerika (ila) über die aktuelle Situation der Guarani-Kaiowa in Mato Grosso do Sul, Brasilien. Hintergrund sind Landnutzungskonflikte zwischen dem expandierenden Agrobusiness und den Guaranis. Gewaltsame und auch tödliche Übergriffe durch bewaffnete Gruppen auf Dörfer der Guarani-Kaiowa nehmen seit Ende 2014 gravierend zu. Unter Präsidentin Dilma ist die Absicherung von indigenen Territorien fast zum Stillstand gekommen.

März 2016: Gewiefte Armutszähler

In der Gastkolumne der Frankfurter Rundschau untersucht Roman Herre die Ergebnisse der im Jahr 2015 ausgelaufenen Millennium-Entwicklungsziele (MDGs). Roman Herre zeigt auf, dass die davor gängigen nationalen Bemessungsmethoden, die auf den realen Kosten für Nahrung, Schule, medizinische Versorgung etc. vor Ort beruhen radikal andere Ergebnisse ermitteln. Zusammengenommen gewinnt man den Eindruck, dass mit den MDGs eine umfangreiche Fehlinterpretation der wahren globalen Armutsentwicklung der vergangenen 25 Jahre vorgenommen wurde.

Februar 2016: „Kontroverse um neues Landgesetz in Ecuador“

Am 20.Februar 2016 berichtete amerika21 über das neue Landgesetz der Ecuadorianischen Regierung. In ihrem Artikel bezog sich das Magazin auch auf FIANs Pressemitteilung vom 9.Februar 2016 „Ecuador: Landgesetz wird soziale Konflikte verschärfen“.

Februar 2016: Ärzte profitieren von Landraub

Am 5.Februar 2016 berichtete die Frankfurter Rundschau darüber, wie die Ärzteversorgung Westfalen-Lippe (ÄVWL) durch ihre Investitionen in den US-Fonds Tiaa Cref Global Agriculture LLC (kurz TCGA), fragenwürdigen Landerwerb in Brasilien unterstützt. FIAN-Referent Roman Herre fordert darin, die Überprüfung aller Landkäufe, an denen die AVWL beteiligt ist. Denn das Erwirtschaften deutscher Ärztepensionen durch die Fondeinlage trägt dazu bei, dass viele Kleinbauern in Brasilien ihr Land und den Zugang zu Wasser und Wäldern verlieren. Damit verlieren sie meist auch jede Möglichkeit, sich mit ausreichend Lebensmitteln zu versorgen.

Januar 2016: Kratzer am Image

In der Gastkolumne der Frankfurter Rundschau kritisiert die Geschäftsfüherin von FIAN Deutschland Ute Hausmann Deutschlands anhaltende Weigerung das Zusatzprotoll des UN-Sozialpaktes zu ratifizieren, obwohl der Sozialpakt in diesem Jahr sein fünfzigtes Jubiläum feiert und Deutschland diesen schon 1978 unterzeichnet hat

Dezember 2015: Seit Jahren die gleichen Fehler

In der Gastkolumne der Frankfurter Rundschau beschreibt FIAN-Referentin Gertrud Falk diesmal, warum trotz internationaler Bemühungen seit Jahrzehnten 60 Prozent der Hungernden Mädchen und Frauen sind. Gleichzeitig wird ihnen von Entwicklungsorganisationen die Schlüsselrolle zur Hungerbekämpfung zugeschrieben.

Oktober 2015: Demokratie als Auslaufmodell

In der Gastkolumne der Frankfurter Rundschau erklärt Roman Herre den zunehmenden Trend des ‚Corporate Capture‘. Konzerne weiten ihre Macht zunehmend auf Politik und Gesellschaft aus, wobei unterschiedliche Rollen und Verantwortlichkeiten von Konzernen und Staaten ausgeblendet werden. Auch auf weltpolitischer Ebene ist diese Entwicklung zu beobachten, wobei demokratische Legitimation häufig nicht ausreichend vorhanden ist.

Oktober 2015: Kaufen Sie Land! Es wird keines mehr gemacht

FIAN Referentin Gertrud Falk war als Expertin zur Filmvorführung des Films Landraub im Bochumer endstation.Kino eingeladen. Im Anschluss an den Film gab es die Möglichkeit mit ihr über die dargestellte Problematik zu diskutieren. Trailer Kultur.Kino.Ruhr berichtete am 8.Oktober 2015 von der Veranstaltung und hält darin die Eckpunkte dieser Diskussion fest.

September 2015: Privatisierung schadet der Entwicklungshilfe

In der Gastkolumne der Frankfurter Rundschau am 7.September berichtete FIAN-Referentin Gertud Falk, dass zunehmend mehr Aufgaben der Entwicklungszusammenarbeit an private Konzerne vergeben werden. Dieser Trend zur Einbeziehung privatwirtschaftlicher Akteure in die Entwicklungszusammenarbeit führt jedoch oftmals zum Gegenteil der vorgegebenen Entwicklungsziele. Um Hunger- und Armutsbekämpfung geht es oftmals nur noch auf dem Papier. Ein Paradigmenwechsel hin zu Menschen- statt Konzernrechte ist notwendig, damit die Entwicklungszusammenarbeit ihren eigenen Ansprüchen gerecht werden kann.

Juli 2015: Wahres Armutszeugnis

In der Gastkolumne der Frankfurter Rundschau am 28.Juli berichtete FIAN-Geschäftsführerin Ute Hausmann von dem ersten Treffen der Arbeitsgruppe des UN-Menschenrechtsrats für ein verbindliches Abkommen über menschenrechtliche Verpflichtungen von Unternehmen. Fragwürdig erscheint dabei das Verhalten der deutschen Bundesregierung, die gar nicht erst an dem Treffen teilnahm, sowie eines EU Vertreters, der versuchte den Ablauf des Treffens zu stören. Es entsteht der Eindruck als stünden hier Wirtschaftsinteressen über Menschenrechten.

Juli 2015: Das Massaker vor dem Putsch

Anlässlich des Prozessbeginns berichtete die TAZ am 27.Juli über das Massaker von Curuguaty, in Paraguay, welches 2012 zur Enthebung des damaligen Präsidenten Fernando Lugo geführt hatte. Der Artikel verweist dabei auch auf die Problematik der ungleichen Landverteilung und zitiert dafür FIAN-Referentin und Lateinamerika-Expertin Regine Kretschmer. Sie äußert darin Kritik an der scheinbaren Komplizenschaft des Staates mit dem Agrobusiness, dessen aggressives Vorgehen immer wieder und systematisch die Rechte der Indigenen und der BäuerInnen verletzt.

Juni 2015: In der Sackgasse

In der Gastkolumne der Frankfurter Rundschau erklärt FIAN-Referent Roman Herre, warum die Idee der Landwirtschaft als Motor der Armuts- und Hungerbrkämpfung in der heutigen Entwicklungspolitik keine Legitimität besitzt. Denn eine Politik, die verstärkt auf Kooperationen mit Agrarkonzernen und einem Strukturwandel nach westlichem Vorbild setzt, irgnoriert die Realität eines neuen globalen Trends: dem Wirtschaftswachstum ohne positive Arbeitsplatzeffekte.

Juni 2015: Wir haben langen Atem bewiesen

In einem Interview mit Jungle World berichtet der Sprecher der Vertriebenen aus Mubende, Peter Kayiira, über die Vertreibung im Jahr 2001 und was seitdem passiert ist. Er beschreibt darin,wie zugunsten der Kaweri Coffee Plantation, ein Tochterunternehmen der Naumann Kaffee Gruppe, die Ugandische Armee 4000 Menschen gewaltsam von ihren Ländereien vertrieb, und erklärt, wieso es elf jahre gedauert hat, bis der Oberste Gerichtshof sein Urteil sprach, was er von der Deutschen Regierung erwartet und wie FIAN ihn seit Beginn in seiner Arbeit unterstützt hat .

Juni 2015: Täter oder Wohltäter?

In der Fernsehsendung ZDFzoom eräutert FIAN-Referent Roman Herre, warum die industrielle, für den Weltmarkt produzierende Landwirtschaft nicht die Ursachen des Hungers bekämpfen kann. Tatsächlich kommt gerade in diesen Ländern die produzierten Nahrungsmittel nicht bei den Armen an. Am Beispiel von Brasilien und dem Großkonzern Cargill wird veranschaulicht, wie der großflächige Anbau von Soja die Lebensgrundlagen der ansässigen KleinbäuerInnen weitestgehend zerstört hat.

Juni 2015: "Investitionsfreundliches Klima": Neue Allianz für Ernährungssicherung der G7 verschärft den Hunger

In dem 12-minütigen Radiointerview mit Radio Dreyeckland erklärt FIAN-Referentin Gertrud Falk, warum die Neue Allianz für Ernährungssicherung der G7 vor allem den großen Agrokonzernen ihre Gewinne sichern. Das neugeschaffene sogenannte "investitionsfreundliche Klima" geht auf Kosten der KleinbäuerInnen. Notwendig sind stattdessen Agrarreformen und de rechtlicher Zugang zu Land für Landlose und KleinbäerInnen.

April 2015: Legitime Akteure

In seinem Beitrag in der Frankfurter Rundschau vom 15. April fordert FIAN-Referent Roman Herre anlässlich des Tages der Landlosen eine Kehrtwende staatlicher Entwicklungspolitik. Darin argumentiert er, dass Basisbewegungen wie La Via Campesina aufgrund ihrer hohen Legitimität eine zentrale Rolle in der Entwicklungspolitik einnehmen müssen. Denn obwohl die Bedeutung der Zivilgesellschaft allgemein anerkannt wird, ignoriert die Entwicklungspolitik meist diese sozialen Bewegungen und ihre Forderungen - zugunsten der Privatwirtschaft

März 2015: "Aber dann hörten wir, dass dort ein Weißer Kaffee anbauen wollte" - der Fall Mubende, Uganda

In der Radiosendung zum "Kaweri-Fall" des Kölner Bürgerfunks "alleweltonair" sprachen Betroffene über die Vertreibung von Tausenden Menschen zugunsten der Kaweri-Kaffeeplantage und ihre Folgen. Auch eingeladen waren FIAN-Referentin Gertrud Falk und der uganische Radio-Journalist Godfrey Ayoo.

März 2015: Marginalisiert und ausgebeutet

In der Gastkolumne der Frankfurter Rundschau zeigt FIAN-Geschäftsführerin Ute Hausmann auf, wie staatliche Entwicklungszusammenarbeit KleinbäuerInnen und LandarbeiterInnen zum Nutzen von Agrar- und Chemiekonzernen instrumentalisiert. Die über viele Jahre ignorierten KleinbäuerInnen und LandarbeiterInnen werden dadurch weiter marginalisiert und ausgebeutet, ihre prekäre Ernährungssituation nicht verbessert sondern verschärft.

Januar 2015: Ungerechte Nahrungsmittelverteilung verursacht Hunger

FIAN-Referent Roman Herre erläutert in einem Gastbeitrag in der Frankfurter Rundschau, warum der Hunger in der Welt nicht durch eine höhere Nahrungsmittelproduktion zu lösen ist. Weltweit seien genügend Nahrungsmittel für alle Menschen vorhanden, durch fehlende Verteilungsgerechtigkeit würden jedoch, während Menschen hungern, Nahrungsmittel als Agrartreibstoffe, für Überkonsum oder als Futtermittel eingesetzt oder schlicht verschwendet.  

Dezember 2014: Beteiligung von Agrarkonzernen ist kritisch zu sehen

Zwei der Entwicklungssinitiativen des BMZ geraten zunehmends unter Kritik. Dies berichtet die Deutsche Welle und geht dabei auch auf die Arbeit von FIAN, INKOTA und Oxfam ein, welche die Initiativen "German Food Partnership" und die "Neue Allianz für Ernährungssicherung" schon seit einiger Zeit als problematisch betrachten und für deren Ende plädieren.

November 2014: "Römische Erklärung" nicht genug

Anlässlich der zweiten Welternährungskonferenz in Rom, berichtet das ARD über die Notwendigkeit langfristige Lösungen zu finden, um die globale Bevölkerung gesund und vielfältig ernähren zu können. Auch der Internationale Generalsekretär von FIAN, Flavio Valente, kommt dabei zu Wort, und stellt fest, dass das Abschlussdokument dieser Konferenz nicht weit genug geht und immer noch viele Probleme "unter den Teppich" kehrt.

November 2014: BMZ verdreht Tatsachen

Die Süddeutsche Zeitung berichtet über die Pressemitteilung, welche das BMZ nach der Unterschriftenübergabe der Aktion "Keine Entwicklungshilfe für Agrarkonzerne" herausgegeben hat. In der Mitteilung wird der falsche Eindruck von einer Zusammenarbeit mit FIAN, Inkota und Oxfam erweckt. Dabei wird jedoch die Kritik der Organisationen an der Zusammenarbeit des BMZs mit Agrarkonzernen ignoriert.

Oktober 2014: Problematische Investitionen in Agrarland

Das schwäbische Tagblatt berichtet von einem Vortrag, den unsere Referentin Gertrud Falk, im Rahmen des Jahresthemas 2014 in Tübingen gehalten hat. Seit der Finanzkrise 2008 investieren immer mehr Lebens- und Rentenversicherungen in Agrarland. Dies sei besonders problematisch, da es dazu führen könne, dass indigene Bevölkerungsgruppen oder KleinbäuerInnen somit der Zugang zum eigenen Land verwehrt werde.

Oktober 2014: Landverteilung eine Frage der Gerechtigkeit

FIAN-Referent Roman Herre erklärt in einem Gastbeitrag in der Frankfurter Rundschau, die Wichtigkeit einer gerechten Landverteilung. Diese sei notwendig um z.B. Armut in Entwicklungsländern zu reduzieren. Bis vor einigen einigen Jahren habe die Politik eine gerechte Landverteilung noch unterstützt. Jedoch orientiere sich die Entwicklungspolitik inzwischen verstärkt an der Privatwirtschaft, welche große Profitchancen in Landinvestitionen sieht. Dies wiederum führe zu einer verstärkt ungleichen Landverteilung.

Oktober 2014: Think global, eat local in Bochum

Die Bochumer Stadt- und Studierendenzeitung hat über das Seminar "Think global, eat local" berichtet. Während des Seminars haben die Teilnehmern mehr über die Ursachen für Hunger weltweit gelernt. Z.B. werde in Deutschland jedes Jahr 20 Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen, was zu steigenden Lebensmittelpreisen führe. Aber auch Themen wie Landgrabbing wurden besprochen. Während des Seminars wurden zudem Organisationen vorgestellt, wie z.B. FIAN, welche man unterstützen und sich somit für eine gerechtere Verteilung von Lebensmitteln einsetzen könne.

Oktober 2014: FIAN-Mitarbeiterin Alejandra Morena im Interview

Anlässlich der Herausgabe des Jahrbuchs hat Biorama Maria Alejandra Morena, Projekt-Koordinatorin von FIAN International, interviewt. In dem Interview erklärt Morena, warum das Recht auf Nahrung von Menschen regelmäßig verletzt werde und dass notwendig sei, eine neue Art der Landwirtschaft zu nutzen, um Hunger nachhaltig zu bekämpfen.

Oktober 2014: Hilfsorganisation forder mehr Hilfe im Kampf gegen den Hunger

Anlässlich des Welternährungstags haben mehrere Hilfsorgansationen, darunter auch FIAN, stärkere Unterstützung im Kampf gegen den Hunger gefordert, dies berichtet die Welt. Zudem kritisiert der Bamberger katholische Erzbischof Schick, dass das BMZ nur 6,4 Milliarden Euro zur Verfügung stehe, während das Verteidigungsministerium 33 Milliarden erhalte. Es sei traurig, dass weniger wirtschaftsstarke Länder wie Paraguay größeren Einsatz als Deutschland im Kampf gegen den Hunger beweise.

Oktober 2014: chronische Mangelernährung bei Plantagenarbeitern

Die Frankfurter Rundschau berichtet von FIANs und Misereors neuste Studie über Plantagenarbeiter. Die Ergebnisse seien erschreckend. Tatsächlich wäre die Lage so ernst, dass sogar die eigene Industrie besorgt sei. Die Arbeiter erhalten oft weniger als ein Prozent des Verkaufserlöses, in Indien sind es nur 15 Cent die Stunde. Selbst Zertifizierungsgruppen wie Fairtrade oder Rainforest Alliance haben an dieser Situation nicht viel geändert, da sie meistens an Umweltschutz interessiert seien.

Oktober 2014: Politischer Wille nötig im Kampf gegen den Hunger

Anlässlich des Welternährungstags, berichtet die taz von den Fortschritten, die Brasilien im Kampf gegen den Hunger erzielt hat. Dabei werden auch die, vor Kurzem veröffentlichten, Hungerzahlen der FAO besprochen. Denn obwohl die allgemeine Zahl der Hungernden gesunken ist, habe FIAN bemerkt, dass einige der Kriterien und Methoden, welche die Schlussfolgerungen stützten, umstritten seien. 

Oktober 2014: Rolle von KleinbäuerInnen wichtig im Kampf gegen den Hunger

Das Neue Deutschland bespricht das Jahrbuch, welches FIAN und Brot für Welt anlässlich des Welternährungstages herausgegeben haben. Laut Roman Herre, dem dafür zuständigen Referenten FIANs, sei die Stärkung der Rolle von KleinbäuerInnen im Kampf gegen den Hunger unabdinglich. Dagegen würde die hochtechnologisierte Art von Investitionen von großen Agarkonzernen, das Problem auf lang Sicht nicht lösen können.

Oktober 2014: Großer Preisdruck beschwert eine Verbesserung für Plantagenarbeiter

Auch n-tv berichtet über die schwierigen Lebenssituationen der Plantagenarbeiter, welche in der Studie von FIAN, Misereor und IUL erläutert werden. Vor allem der große Preisdruck habe in den letzten Jahren zugenommen und zu der Lage beigetragen.

Oktober 2014: Schwierige Situation für Plantagenarbeiter

Das Handelsblatt besprach die neuste Studie von FIAN, Misereor und IUL, welche sich mit den Lebensumständen von Plantagenarbeitern beschäftigt. Aus der Studie gehe hervor, das die Arbeiter oft nicht genug Geld verdienen, um die eigene Existenz zu sichern, da ihnen selten die entsprechenden Mindestlöhne gezahlt werden.

Oktober 2014: Mehr Hilfe für KleinbäuerInnen im Kampf gegen den Hunger

Die Deutsche Welle berichtet über das neue Jahrbuch zum Thema Ernährungssicherheit von FIAN und Brot für die Welt. In dem Buch werde vor allem die Einflussnahme von großen Agrar- und Lebensmittelkonzernen auf die Politik kritisiert. Zudem müsse Deutschland sich bei Beratungsgesprächen mit Regierungen bemühen, das Thema Ernährung und das Menschenrecht auf Nahrung mehr in den Mittelpunkt zu rücken.

Oktober 2014: Investitionen von Pensionskassen

Während der Interkulturellen Woche in Göppingen, besprachen die Teilnehmer das Jahresthema von FIAN: "Stopp Landgrabbing für Rendite". Wie die Südwestpresse berichtet, habe FIAN-Mitglied Harald Petermann erklärt, dass bei Pensionskassen keine Auskunftspflicht mehr bestehe, sobald sich das Geld im Ausland befinde. Dies müsse sich jedoch ändern, da rund 30 Prozent der bebaubaren Fläche verhandelt werden und die Nachfrage nach Land steigt.

September 2014: Mahlzeit für Menschenrechte

Anlässlich der Aktion "Mahlzeit für Menschenrechte" wurde FIAN von dem Magazin Biorama interviewt. In dem Gespräch gibt FIAN einen allgemeinen Einblick in die Arbeitsweise und Themen der Organisation, aber es wird auch die anstehende Aktion erläutert. Das Ziel der Aktion ist es nicht, die Menschen zu schockieren, sondern sie über die Gefährdung der Nahrungsvielfalt durch große Agarkonzerne zu informieren.

August 2014: Unsere Farm in Afrika

Die Zeit berichtet über die Kaweri-Kaffeeplantage in Uganda, einem Fall, den FIAN nun schon seit mehreren Jahren betreut. Gertrud Falk von FIAN erklärt, dass von einem deutschen Unternehmen erwartet werde, sich gemäß der UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte zu verhalten. Dies habe die Neumann-Gruppe, welche die Plantage betreibt, jedoch nicht getan und es sei daher zu Landraub und weiteren Menschenrechtsverletzungen gekommen.

Juli 2014: KleinbäuerInnen-Rechte

Der Radiobeitrag agriculture von alleweltonair beschäftigt sich mit der nachhaltigen Nahrungssicherung durch KleinbäuerInnen. Auch FIAN-Mitarbeiterin Gertrud Falk kommt zu Wort und erläutert das scheinbare Paradox, dass die meisten Hungernden in ländlichen Regionen leben.

Juli 2014: Protestaktion "Keine Entwicklungshilfe für Agrarkonzerne!"

Anlässlich der Protestaktion "keine Entwicklungshilfe für Agrarkonzerne" berichtete das greenpeace magazin über die Kampagne und die Forderungen von FIAN, Oxfam und INKOTA an das BMZ: "Wir fordern Minister Müller auf, die unheilvolle Allianz zwischen Politik und den Agrarriesen zu beenden."

Juni 2014: Die Kriminalisierung von Protesten in Paraguay

Über die anhaltenden Proteste der Bauern in Curuguaty, wo es 2012 zu einem gewaltvollen Konflikt zwischen Regierung und Landbevölkerung kam, berichtete die Deutsche Welle. Der Fall Curuguaty "(...)es uno de los ejemplos más flagrantes de violación a los derechos humanos y criminalización de la protesta en Latinoamérica, afirma estudio de FIAN Alemania."

Juni 2014: Tafeln als Sozialstaatsersatz

Ute Hausmanns (FIAN-Geschäftsführerin) Artikel im Grundrechte-Report 2014 weist auf die Fehlentwicklung der deutschen Poitik in Sachen Hunger-Bekämpfung hin. "Hinter diesen Fragen steht die Annahme, dass die Existenz der Tafeln ein gesellschaftliches Umfeld schafft, das der Politik ermöglicht, sich nicht mit den Ursachen von Ernährungsarmut beschäftigen zu müssen."

Juni 2014: Protestaktion zur Aufklärung des Massakers von Curuguaty

Am Tag des Beginns des Gerichtsprozess zum Fall des Massakers von Curuguaty in Paraguay berichtete amerika21.de über eine Protestaktion von Menschenrechtsaktivisten vor der paraguayischen Botschaft in Berlin. "Organisiert wurde die Protestaktion vom Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika (FDCL) und dem FoodFirst Informations- und Aktions-Netzwerk (FIAN)."

Juni 2014: Undurchsichtige Geschäftstätigkeiten der DEG in Sambia

Auf dem europapolitischen Portal EurActiv.de wird im Zusammenhang mit der Kritik an der DEG auf das Verhalten der Bundesregierung, die "es nicht für nötig [hält], eine öffentliche Durchleuchtung der Geschäftstätigkeiten der DEG durchzuführen", eingegangen. "Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit fördert in Sambia die Konzentration von Land in den Händen weniger Konzerne und verschärft die existierende Diskriminierung der Kleinbauern beim Zugang zu produktiven Ressourcen", erklärt FIAN-Agrarreferent Roman Herre, Autor der Studie "Agribusiness-Expansion, Land Grabbing und die Rolle europäischer privater und öffentlicher Gelder in Sambia".

Juni 2014: Die Investitionspolitik der DEG

Die Investitionspolitik der Deutschen Investions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG) wird in einem Artikel der Frankfurter Rundschau vom 13. Juni 2014 kritisch thematisiert. "Zuletzt monierte das Food First Informations- und Aktions-Netzwerk (Fian) die Beteiligung der DEG an der „Paraguay Agricultural Corporation“. Diese kontrolliert in Paraguay – dem Staat mit der höchsten Landkonzentration in Lateinamerika – bereits 135 000 Hektar Ackerflächen. Auch die Finanzierung der Zambeef Products PLC, die in Sambia über 100 000 Hektar verfügt, stößt auf Kritik."

Mai 2014: Die Herkunft deutscher Schnittblumen

Anlässlich des Muttertages informierte The Huffington Post über die Herkunft der Deutschen liebsten Schnittblumen und unter welchen widrigen Bedingungen diese angebaut und verarbeitet werden. "Nichtregierungsorganisationen sehen hier ein Problem, denn die Arbeitsverhältnisse sollen vielerorts sehr schlecht sein. Die Menschen verdienten oft nicht genug, um ihre Existenz zu sichern, kritisierte die Menschenrechtsorganisation 'FIAN' (...)."

April 2013: Einfluss ausländischer Agrarfonds auf Entwicklungsländer

Im Radio-Interview bei WDR 5 berichtete FIAN-Referentin Gertrud Falk über den Einfluss der Finanzmärkte auf die Landwirtschaft: "Agrarfonds, die ihr Geld in Schwellen- und Entwicklunsgländer investieren, sind deswegen besonders problematisch, sagt Gertrud Falk von der Nichtregierungsorganisation FIAN:"Faktisch führt es eben leider sehr oft dazu, dass die lokale ländliche Bevölkerung verdrängt wird, oft auch wirklich vertrieben wird, teilweise auch gewaltsam vertrieben wird (...)."

April 2014: Investitionen von Agrarkonzernen in sambische Landwirtschaft

Die Frankfurter Rundschau berichtete in ihrer Karfreitag-Ausgabe über die verheerenden Auswirkungen von Investitionen europäischer Agrokonzerne in die sambische Landwirtschaft und die Verstrickungen der deutschen Entwicklungspolitik: "Noch kritischer als solche private Engagements sieht die Menschenrechtsorganisation FIAN, dass sich auch die deutsche staatliche Entwicklungshilfe an der Jagd nach Land beteiligt. Laut einer aktuellen Studie, die FIAN zum heutigen "InternationalenTag der Landlosen" vorgelegt hat, finanziert die deutsche Entwicklungshilfe die zwei größten Agrobusiness-Unternehmen in Sambia, die sich in den vergangenen Jahren riesige Ackerflächen angeeignet haben."

Februar 2014: Schnittblumen aus Billiglohnländern

Zum Valentinstag schrieb Die Zeit unter der Überschrift „Rosen aus Amsterdam“ über die oftmals menschenrechtlich bedenkliche Biografie vieler Blumen: „FIAN kritisiert, dass immer mehr Schnittblumen für den deutschen Markt in Billiglohnländern angebaut würden. Die Arbeiter verdienten zu wenig, um sich ausreichend zu ernähren, und sie würden vergiftet durch Pestizide. Zugleich sei die Branche ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, Gesetze und Kontrollen deshalb oft lasch. Wer trotzdem Blumen verschenken möchte, dem raten die Menschenrechtler, nach dem Fair-Trade-Siegel zu fragen.“

Dezember 2013: Umstrittene DEG-Projekte in Honduras und Panama

Mit der DEG-Bundestagspetition beschäftigten sich Frankfurter Rundschau und Berliner Zeitung. Unter der Überschrift „KfW-Tochter in der Kritik“ schreibt Tobias Schwab in der Berliner Zeitung: „Dass DEG-Projekte immer mal wieder menschenrechtliche Fragen aufwerfen, zeigt der DEG-Deal mit der „Corporación Dinant“ in Honduras. Nach unabhängigen Berichten, dass der Palmölkonzern in Morde an Kleinbauern verwickelt war, stoppte die DEG 2011 die Auszahlung eines zugesagten Darlehens über 20 Millionen Dollar. Immer noch umstritten ist das DEG-Förderprojekt „Barro Blanco“ in Panama. Der Staudamm würde den Lebensraum von 5000 Indianern zerstören, befürchten Entwicklungsorganisationen. Die Vorwürfe werden zurzeit unter Aufsicht der UN untersucht.“

Oktober 2013: Ernährungsarmut in Deutschland

Die Zeit berichtete anlässlich des Welternährungstags am 16. Oktober über Ernährungsarmut in Deutschland und interviewte FIAN-Geschäftsführerin Ute Hausmann zum Thema.

Oktober 2013: Die deutsche Entwicklungspolitik und Monsanto, Bayer und Co.

Die Zeit berichtet anlässlich der Veröffentlichung des Jahrbuchs zum Menschenrecht auf Nahrung über die zwielichtige Rolle von Monsanto, Bayer und Co. in der deutschen Entwicklungspolitik.

Oktober 2013: Geänderte FAO-Berechnung Hungernden-Zahlen

„Hunger kleingerechnet“, mit diesem Aufmacher berichtete 3sat Mitte Oktober in nano über die Recherchen unseres Agrar-Referenten Roman Herre, wonach nicht die reell sinkende Zahlen von Hungernden, sondern neue Berechnungsgrundlagen der FAO zum fallenden Wert der Hungerzahlen beitragen. Die Frankfurter Rundschau und die Berliner Zeitung schlossen sich mit den Überschriften „Hunger-Problem schöngerechnet“ und „UN rechnet den Hunger der Welt klein“ der Berichterstattung an. Auch die ARD-Tagesschau interviewte Herre zum Thema.