FIAN Deutschland
FIAN DeutschlandMit Menschenrechten gegen den Hunger


Liebe Leser*innen, liebe FIAN-Interessierte
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die deutsche Entwicklungszusammenarbeit fokussiert sich immer stärker auf die Kooperation mit der Privat- und Finanzwirtschaft. Für die Erreichung der Sustainable Development Goals (SDGs) müssten angeblich 2,5 Billionen Dollar privates Kapital pro Jahr angeworben werden. Die Folge: Investoreninteressen stehen im Vordergrund; die eigentlichen Zielgruppen – marginalisierte Bevölkerungsgruppen – geraten immer mehr aus dem Blick. FIAN und INKOTA haben hierzu heute eine Studie veröffentlicht.

Zum Weltfrauentag hat FIAN auf die besonderen Herausforderungen für Frauen im ländlichen Raum hingewiesen. Frauen sind besonderem Maße von der Erderwärmung und den ungleichen Machtverhältnissen zwischen Konzernen und Kleinbäuer*innen betroffen.

Kurzentschlossene laden wir zudem herzlich zur Einweihung unserer neuen Geschäftsstelle am Donnerstag in Köln ein.

FIAN Deutschland e.V.

 FIAN Publikation Landrechte in Lateinamerika

Land ist keine Ware, sondern Voraussetzung für die Verwirklichung vieler Menschenrechte. FIAN hat aktuell eine Analyse der Landrechte mehrerer lateinamerikanischer Länder vorgenommen. Der Bericht zu Paraguay, Ecuador, Kolumbien und Brasilien stellt auch traditionelle Landrechte dar und belegt eine extreme Landkonzentration. In Ecuador dehnt sich die Agrarwirtschaft weiter in sensible Ökosysteme wie Wald und Berge aus; in Paraguay besitzen neun Prozent der Bevölkerung 94 % des fruchtbaren Landes. In Kolumbien werden rechtliche Ansprüche von indigenen Gemeinden kaum umgesetzt.
 FIAN Publikation Landkonflikt in Sierra Leone

Seit 2011 beansprucht die Firma SOCFIN in Sierra Leone 18.000 Hektar Land für eine Palmölplantage. Dies führt immer wieder zu Auseinandersetzungen mit der lokalen Bevölkerung. Erst im Januar wurden bei einem Eingreifen der Armee zwei Personen erschossen. FIAN veröffentlicht nun einen 80-seitigen Bericht, der auf drei Recherchereisen vor Ort basiert. FIAN fordert eine Beendigung der Menschenrechts-Verletzungen und eine Lösung des Landkonflikts.
 Publikation Privatisierung der EZ

FIAN und INKOTA veröffentlichen heute die Studie „Agrarkonzerne und Finanzindustrie: Die neuen Lieblinge der Entwicklungszusammenarbeit?“. Hierin widersprechen sie der Aussage, wonach nur mit Investitionen des Privatsektors die nachhaltigen Entwicklungsziele (SDGs) erreicht werden können. Die Untersuchung kommt zu dem Ergebnis, dass das Entwicklungsministerium mit seinem Schwerpunkt auf Privatinvestitionen die eigentlichen Zielgruppen – marginalisierte Bevölkerungsgruppen – aus dem Blick verliert. Die Studie hier abrufen oder in gedruckter Form kostenlos bei FIAN bestellen.
 Aufruf Protestaktion vor dem EU-Patentamt

Am 27. März trifft sich der Verwaltungsrat des Europäischen Patentamts (EPA) in München. Erneut auf der Agenda: Patente auf Pflanzen und Tiere. Im Juni 2017 hatte der Verwaltungsrat des EPA nach Vorgaben der EU beschlossen, dass Pflanzen und Tiere aus Züchtungsverfahren, bei denen keine Gentechnik zum Einsatz kommt, nicht patentierbar sind. Diese Entscheidung wurde jedoch im Dezember aufgehoben. Über 20 Organisationen – darunter FIAN – unterstützen daher den Aufruf zur Protestaktion vor dem EPA. Wir freuen uns über Unterstützung. 
 FIAN Video Klimaschutz braucht Menschenrechte

Das Menschenrecht auf Nahrung wird nicht nur durch den Klimawandel bedroht, zum Beispiel durch Dürren und Überschwemmungen. Immer wieder wird es auch durch Klimaschutzmaßnahmen verletzt, beispielsweise durch Vertreibungen zugunsten von Staudämmen oder Palmölplantagen. Denn solche Flächen werden fast immer schon von Menschen bewohnt, die vom Ertrag dieses Landes leben. Darauf weist FIANs neues Video hin, das im Rahmen des Jahresthemas „Klimagerechtigkeit“ entstanden ist. Video hier ansehen.
 Kolumbien Friedensgespräche

Die Regierung Kolumbiens und die Guerilla-Gruppe ELN müssen an den Verhandlungstisch zurückkehren, forderten deutsche Hilfswerke und Menschenrechtsorganisationen anlässlich der Reise von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Ein Ende des Dialogs gefährdet den ohnehin brüchigen Friedensprozess. Zugleich haben Angriffe auf Menschenrechtsverteidiger*innen in den letzten drei Jahren drastisch zugenommen: 431 wurden zwischen 2016 und 2018 getötet, allein 172 im vergangenen Jahr. 
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Nächste Termine

++14. März: Einweihungsfeier der Geschäftsstelle, Köln

++19. März: Filmvorführung "Konzerne als Retter", Bonn

++ 22. März: Fachtag "Deutschlands soziale Pflichten", Berlin

++27. März: Demo "Patente auf Pflanzen und Tiere stoppen!",, München.

++ 04. April: Romerotage 2019, HH-Altona.

++ 03.-05. Mai: Mitgliederversammlung, Köln

++ 20. Mai. Webinar "Verfassungsbeschwerde wegen unzureichender deutscher Klimaschutzpolitik"
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FIAN (FoodFirst Informations- & Aktions-Netzwerk) ist die Internationale Menschenrechtsorganisation für das Recht auf Nahrung mit Mitgliedern in 60 Ländern.
 

Spendenkonto
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Impressum

FIAN Deutschland e.V. FoodFirst Informations- und Aktions-Netzwerk
Gottesweg 104
50939 Köln
Telefon: (0049) 02 21 - 47 44 91 10
Telefax: (0049) 02 21 - 47 44 91 11

info(ät)fian.de

Vertretungsberechtigter Vorstand:
Tim Engel, Giovanna Enea, Maren Staeder

FIAN Beirat:
• Prof. Dr. Remo Klinger, Rechtsanwalt und Hochschullehrer
• Christine von Weizsäcker, Biologin, Vorsitzende Ecoropa
• Wolfgang Kaleck, Menschenrechtsanwalt, Generalsekretär ECCHR
• Prof. Dr. Friederike Diaby-Pentzlin, Wirtschaftsvölkerrechtlerin
• PD Dr. Michael Krennerich, Lehrstuhl für Menschenrechte und Menschenrechtspolitik (Uni Erlangen-Nürnberg), 1. Vorsitzender Nürnberger Menschenrechtszentrum
• Prof. Dr. Maria Müller-Lindenlauf, Agrarwissenschaftlerin mit Fachgebiet Agrarökologie
• Prof. (em) Dr. Franz Segbers, Sozialethiker
• Prof. Dr. Stefan Selke, Soziologe
• Dr. Brigitte Hamm, Politikwissenschaftlerin, ehem. Institut für Entwicklung und Frieden (Uni Duisburg)
• Dr. Rainer Huhle, Politologe, Mitglied UN-Ausschuss gegen das Verschwindenlassen
• Prof. Dr. Hanns Wienold, Soziologe, Ernährungsexperte für Lateinamerika und Südasien
• Prof. Dr. Anne Lenze, Sozialrechtlerin
• Dr. Steffen Kommer, Verwaltungsrichter, Autor „Menschenrechte wider den Hunger“.

Inhaltlich Verantwortlicher gemäß § 5 und 6 TMG: Philipp Mimkes

Verantwortlich für das Internetangebot: Philipp Mimkes

Registergericht: Amtsgericht Köln, Nr. VR 15838
 

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