FIAN Deutschland
FIAN DeutschlandMit Menschenrechten gegen den Hunger

Liebe LeserInnen, liebe FIAN-Interessierte,

im Anschluss an unsere Recherchereise in Brasilien und den folgenden Gesprächen mit den Regierungen der Niederlande, Schweden und Deutschland sowie dem EU-Parlament ist nun unser abschließender Bericht erschienen. MenschenrechtsexpertInnen von FIAN und rund 30 Partnerorganisationen hatten im Nordosten Brasiliens Vertreibungen und andere Menschenrechtsverletzungen dokumentiert und die Mitverantwortung europäischer – auch deutscher – Pensionskassen nachgewiesen.

Auf Grundlage des Berichts heißt es für FIAN nun Handeln. Wir werden die zuständigen Ministerien und Bundestags-Ausschüsse über die Ergebnisse informieren und uns in den kommenden Monaten dafür starkmachen, dass die neue Richtlinie der Bundesregierung zur Kontrolle von Pensionskassen eine menschenrechtliche Dimension erhält.

Anfang September benötigen wir Unterstützung für eine 3-tägige Protestaktion vor der ugandischen Botschaft. Auch eine kurzzeitige Beteiligung ist willkommen!

Eine aufschlussreiche und intensive Lektüre wünscht Ihnen

FIAN Deutschland e.V.

 FIAN Aktion in Berlin Kaweri

Im August 2001 hat die ugandische Armee rund 4.000 Menschen in Mubende gewaltsam vertrieben. Anlass für die Vertreibung war, dass der ugandische Staat das Land einem Tochterunternehmen der Neumann Kaffee Gruppe für eine Plantage zugesagt hatte. Damit die Rechte der Vertriebenen endlich wieder hergestellt werden, wird FIAN vom 5.-7. September eine Mahnwache vor der ugandischen Botschaft in Berlin organisieren. Hierfür suchen wir dringend noch MitstreiterInnen. Bei Interesse bitte Gertrud Falk kontaktieren: g.falk@fian.de.
 FIAN aktuell Matopiba Studie

Der abschließende Bericht über die Menschenrechtssituation in der brasilianischen Matopiba-Region ist erschienen. Landkäufe internationaler Fonds, in die auch deutsche Pensionskassen investieren, stellen eine massive Bedrohung vieler ländlicher Gemeinden dar. Die massive Ausweitung der industriellen Landwirtschaft gefährdet zudem die enorme Biodiversität im Nordosten Brasiliens. FIAN fordert von der Bundesregierung eine schärfere Regulierung der Investitionen von Pensionsfonds und hat hierfür eine juristische Stellungnahme eingereicht.
 FIAN Aktion Protest bei Wirtschaftstagen

Um auf die drastischen Menschenrechtsverletzungen gegen Indigene und kleinbäuerliche Gemeinden aufmerksam zu machen, hat FIAN die Deutsch-Brasilianischen Wirtschaftstage in Köln für eine Protestaktion genutzt. Mit einer Gruppe haupt- und ehrenamtlicher FIANistas konnten wir mit Flyern und Plakaten viele Teilnehmende erreichen und auch die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker und NRW-Minister Dr. Stephan Holthoff-Pförtner auf die Situation hinweisen. In unserer Pressemitteilung erfahren Sie mehr.
 FIAN Veröffentlichung Dossier/ FoodFirst Magazin

Wir haben ein ausführliches Dossier zur Arbeit des Welternährungsrats CFS veröffentlicht. FIAN beteiligt sich intensiv an den Diskussionen in diesem wichtigen und demokratisch legitimierten UN-Gremium. Auch haben wir einen spannenden Artikel zum Recht auf Nahrung in der nepalesischen Verfassung sowie eine Reportage zu den Guaraní-Kaiowá in Brasilien veröffentlicht. Wenn Sie mehr erfahren möchten, können Sie hier ein Probeexemplar unseres FoodFirst-Magazins bestellen.
 FIAN Veröffentlichung Factsheet Saatgut und Frauen

Das neue, vierseitige FIAN-Factsheet informiert über die Gender-Dimension des Zugangs zu Saatgut. Frauen spielen in großen Teilen der Welt eine zentrale Rolle bei der Auswahl, Aufbereitung, Lagerung und dem Tausch von Saatgut. Zugleich wird ihr Zugang zu dieser wichtigen Ressource oftmals behindert, da lokale Saatgutsysteme zunehmend durch den Konzentrationsprozess im Land- und Saatgutsektor verdrängt werden. Hier kann das Factsheet runtergeladen oder bestellt werden.
 FIAN Veröffentlichung Recht auf Land

Die Bauernkriege im 16. Jahrhundert, „Tierra y Libertad“ zur mexikanischen Revolution: blutig wurde oftmals um Land und dessen Verteilung gekämpft. Dass eine gerechte Verteilung in immer größere Ferne rückt, zeigen die erschreckende Landkonzentration und die Spekulation mit Agrarflächen. FIAN-Agrarreferent Roman Herre hat im Rundbrief des Forum Umwelt und Entwicklung ein flammendes Plädoyer für ein Menschenrecht auf Land veröffentlicht: denn ein „ganzer Blumenstrauß an grundlegenden Rechten ist ohne Land nicht denkbar.“ Lesen Sie hier den kompletten Artikel.
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Nächste Termine
++13.-19. August: Klimacamp Rheinland.

++5.-7. September, Berlin: Mahnwache vor der ugandischen Botschaft.

++Donnerstag, 13. September, Berlin: Podiumsdiskussion: Bäuerliche Rechte stärken – weltweite Diskriminierungen stoppen!

++Freitag, 14. September, München: Landgrabbing auf der Spur – Bericht einer Recherchereise.

++Montag, 24. September, Bonn: Filmgespräch "Das Grüne Gold".

++Montag, 8. Oktober, Webinar: Deutschlands Beitrag zur Klimafinanzierung.

++12.-14. Oktober, Köln: MultiplikatorInnen Seminar zum Klima-Planspiel.

++Montag, 15. Oktober, München: Agrartreibstoffe und Menschenrechte.

++Dienstag, 23. Oktober, Webinar: Umsiedelungen im Südpazifik als Folge des Klimawandels.
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FIAN (FoodFirst Informations- & Aktions-Netzwerk) ist die Internationale Menschenrechtsorganisation für das Recht auf Nahrung mit Mitgliedern in 60 Ländern.
 

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Impressum

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Telefax: (0049) 02 21 - 47 44 91 11

fian(ät)fian.de

Vertretungsberechtigter Vorstand:
Tim Engel, Giovanna Enea, Maren Staeder

FIAN Beirat:
• Prof. Dr. Remo Klinger, Rechtsanwalt und Hochschullehrer
• Christine von Weizsäcker, Biologin, Vorsitzende Ecoropa
• Wolfgang Kaleck, Menschenrechtsanwalt, Generalsekretär ECCHR
• Prof. Dr. Friederike Diaby-Pentzlin, Wirtschaftsvölkerrechtlerin
• PD Dr. Michael Krennerich, Lehrstuhl für Menschenrechte und Menschenrechtspolitik (Uni Erlangen-Nürnberg), 1. Vorsitzender Nürnberger Menschenrechtszentrum
• Prof. Dr. Maria Müller-Lindenlauf, Agrarwissenschaftlerin mit Fachgebiet Agrarökologie
• Prof. (em) Dr. Franz Segbers, Sozialethiker
• Prof. Dr. Stefan Selke, Soziologe
• Dr. Brigitte Hamm, Politikwissenschaftlerin, ehem. Institut für Entwicklung und Frieden (Uni Duisburg)
• Dr. Rainer Huhle, Politologe, Mitglied UN-Ausschuss gegen das Verschwindenlassen
• Prof. Dr. Hanns Wienold, Soziologe, Ernährungsexperte für Lateinamerika und Südasien
• Prof. Dr. Anne Lenze, Sozialrechtlerin
• Dr. Steffen Kommer, Verwaltungsrichter, Autor „Menschenrechte wider den Hunger“.

Inhaltlich Verantwortlicher gemäß § 5 und 6 TMG: Philipp Mimkes

Verantwortlich für das Internetangebot: Philipp Mimkes

Registergericht: Amtsgericht Köln, Nr. VR 15838
 

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