FIAN Deutschland
FIAN DeutschlandMit Menschenrechten gegen den Hunger

Liebe LeserInnen, liebe FIAN-Interessierte,

erfreuliche Neuigkeiten erreichen uns aus Paraguay: am 26. Juli wurden elf inhaftierte KleinbäuerInnen freigelassen, die 2012 zu Unrecht des versuchten Totschlags, Landfriedensbruchs und der Bildung einer kriminellen Vereinigung beschuldigt wurden. FIAN und viele weitere Organisationen hatten immer wieder auf eine Freilassung gedrängt.

Der Artikel „Problematische Entwicklungsfinanzierung“ von FIAN-Agrarreferent Roman Herre analysiert, welche Rolle deutsche Akteure bei großflächigen Agrarinvestitionen in Sambia spielen. Diese führen vor Ort immer wieder zu Landkonflikten und Menschenrechtsverletzungen.

Weiterhin benötigen wir tatkräftige Unterstützung für die im September stattfindende Mahnwache vor der ugandischen Botschaft in Berlin. Ziel ist es, die Rechte der Vertriebenen in der Region Mubende wiederherzustellen. Auch eine kurzzeitige Beteiligung ist willkommen!

Eine aufschlussreiche Lektüre wünscht Ihnen

FIAN Deutschland e.V.


 FIAN Aktion in Berlin Kaweri

2001 hat die ugandische Armee rund 4.000 Menschen in Mubende vertrieben. Zuvor hatte der ugandische Staat das Land einem Tochterunternehmen der Neumann Kaffee Gruppe für eine Plantage zugesagt. Um die Rechte der Vertriebenen wieder herzustellen, organisiert FIAN vom 5.-7. September eine Mahnwache vor der ugandischen Botschaft in Berlin. Einige FIANistas haben bereits Unterstützung zugesagt, es werden aber noch weitere MitstreiterInnen gesucht. Bei Interesse bitte Gertrud Falk kontaktieren: g.falk@fian.de.
 FIAN Jahresthema Flyer Klimawandel

Die Relevanz unseres Jahresthemas „Klimagerechtigkeit“ illustriert ein UN-Bericht zu den negativen Folgen der Erderwärmung für die Menschenrechte. Am meisten betroffen hiervon sind Länder in Äquatornähe – obwohl diese kaum zum Klimawandel beitragen, spüren sie die Folgen von Extremwetterereignissen am deutlichsten. FIAN setzt sich dafür ein, dass die Klimaschutzziele bindend verfolgt werden und die Menschenrechte zentrales Kriterium bei der Durchführung von Klimaschutzprojekten werden. Im Januar erschien unsere Broschüre „Klimawandel und Menschenrechte“. Nun haben wir einen Flyer zu Klima und Landwirtschaft veröffentlicht. Beide können in der Geschäftsstelle angefordert werden.
 FIAN Veröffentlichung Artikel zu Agrarinvestitionen

FIAN-Agrarreferent Roman Herre skizziert in seinem Artikel „Problematische Entwicklungsfinanzierung“ für die Zeitschrift Afrika Süd, welche Rolle deutsche Akteure bei großflächigen Agrarinvestitionen in Sambia spielen. Diese führen vor Ort immer wieder zu Landkonflikten, Umweltschäden und Menschenrechtsverletzungen. Die Vergabe von Landtiteln an große Agrarkonzerne führt zur Vertreibung von KleinbäuerInnen, denen hierdurch die Lebensgrundlage entzogen wird. Den vollständigen Artikel gibt es hier zum Nachlesen.
 FIAN aktuell Factsheet Guarani-Kaiowá

Die Guarani-Kaiowá im brasilianischen Bundesstaat Mato Grosso do Sul werden seit dem 19. Jahrhundert immer wieder Opfer von Gewalt und Vertreibung. Hintergrund sind meist Landkonflikte mit dem stark expandierenden Agrobusiness. Seit über 40 Jahren kämpft dieses indigene Volk darum, seine Siedlungsgebiete wiederzugewinnen. FIAN fordert die brasilianische Regierung auf, die traditionelle Lebensform der Guarani-Kaiowá zu respektieren und sie vor Gewalt der Großgrundbesitzer zu schützen. Die Rechte auf Land, kulturelle Identität und Nahrung müssen gewährleistet werden. Detaillierte Informationen finden sich in unserem aktualisierten Factsheet.
 FIAN aktuell Curuguaty

Am 26. Juli hat der Oberste Gerichtshof von Paraguay die Verurteilung der elf Bauern im Fall Curuguaty aufgehoben. Hintergrund der Inhaftierung war die gewaltsame Niederschlagung der Besetzung des Landguts Marina Kué im Jahr 2012, an der rund 100 KleinbäuerInnen beteiligt waren. Bis heute bleibt jedoch die Ermordung von elf LandarbeiterInnen während der Räumung der Besetzung ungeklärt. Ernsthafte Ermittlungen wurden bis heute nicht aufgenommen. Lesen sie hier unsere aktuelle Pressemitteilung.
 FIAN aktuell EU-Resolution

Am 3. Juli hat das Europäische Parlament eine Resolution zu den Rechten Indigener Völker verabschiedet. Hierin wird ausdrücklich eine Verabschiedung der Kleinbauern-Erklärung gefordert, die von La Via Campesina, FIAN und anderen Organisationen unterstützt wird. Die Erklärung soll im September vom Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen beschlossen werden; die deutsche Regierung steht ihr bislang skeptisch gegenüber. Lesen Sie hierzu die FIAN-Pressemitteilung.
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Nächste Termine

++5.-7. September, Berlin: Mahnwache vor der ugandischen Botschaft.

++Donnerstag, 13. September, Berlin: Podiumsdiskussion: Bäuerliche Rechte stärken – weltweite Diskriminierungen stoppen!

++Freitag, 14. September, München: Landgrabbing auf der Spur – Bericht einer Recherchereise.

++Freitag, 21. September, Berlin: Filmgespräch mit FIAN im Rahmen des „Human Rights Film Festival Berlin“.

++Montag, 24. September, Bonn: Filmgespräch "Das Grüne Gold".

++Samstag, 6. Oktober, München: Demo- Mia ham's satt.

++Montag, 8. Oktober, Webinar: Deutschlands Beitrag zur Klimafinanzierung.

++12.-14. Oktober, Köln: MultiplikatorInnen Seminar zum Klima-Planspiel.

++Montag, 15. Oktober, München: Agrartreibstoffe und Menschenrechte.

++Dienstag, 23. Oktober, Webinar: Umsiedelungen im Südpazifik als Folge des Klimawandels.
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FIAN (FoodFirst Informations- & Aktions-Netzwerk) ist die Internationale Menschenrechtsorganisation für das Recht auf Nahrung mit Mitgliedern in 60 Ländern.
 

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Impressum

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Vertretungsberechtigter Vorstand:
Tim Engel, Giovanna Enea, Maren Staeder

FIAN Beirat:
• Prof. Dr. Remo Klinger, Rechtsanwalt und Hochschullehrer
• Christine von Weizsäcker, Biologin, Vorsitzende Ecoropa
• Wolfgang Kaleck, Menschenrechtsanwalt, Generalsekretär ECCHR
• Prof. Dr. Friederike Diaby-Pentzlin, Wirtschaftsvölkerrechtlerin
• PD Dr. Michael Krennerich, Lehrstuhl für Menschenrechte und Menschenrechtspolitik (Uni Erlangen-Nürnberg), 1. Vorsitzender Nürnberger Menschenrechtszentrum
• Prof. Dr. Maria Müller-Lindenlauf, Agrarwissenschaftlerin mit Fachgebiet Agrarökologie
• Prof. (em) Dr. Franz Segbers, Sozialethiker
• Prof. Dr. Stefan Selke, Soziologe
• Dr. Brigitte Hamm, Politikwissenschaftlerin, ehem. Institut für Entwicklung und Frieden (Uni Duisburg)
• Dr. Rainer Huhle, Politologe, Mitglied UN-Ausschuss gegen das Verschwindenlassen
• Prof. Dr. Hanns Wienold, Soziologe, Ernährungsexperte für Lateinamerika und Südasien
• Prof. Dr. Anne Lenze, Sozialrechtlerin
• Dr. Steffen Kommer, Verwaltungsrichter, Autor „Menschenrechte wider den Hunger“.

Inhaltlich Verantwortlicher gemäß § 5 und 6 TMG: Philipp Mimkes

Verantwortlich für das Internetangebot: Philipp Mimkes

Registergericht: Amtsgericht Köln, Nr. VR 15838
 

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