FIAN Deutschland
FIAN DeutschlandMit Menschenrechten gegen den Hunger

Liebe LeserInnen, liebe FIAN-Interessierte,

das bislang größte europäische Treffen für Ernährungssouveränität, das „Europäische Nyéléni-Forum“ im rumänischen Cluj-Napoca, beschäftigte sich unter anderem mit dem Thema Agrarökologie. FIAN hat das Forum zusammen mit anderen Partnerorganisationen vorbereitet und war vor Ort durch das Vorstandsmitglied Irene Ofteringer vertreten.

Das Treffen brachte Aktive aus ganz Europa zusammen, die über die Wiederaneignung des weitgehend von internationalen Agrarunternehmen kontrollierten Nahrungsmittel- und Landwirtschaftssystems diskutierten. FIAN Deutschland sieht in der Agrarökologie ein praxiserprobtes Modell, mit dessen Hilfe eine Rückeroberung der Nahrungsmittelproduktion gelingen kann. Denn Agrarökologie umfasst Konzepte umweltfreundlicher und sozialverträglicher Varianten des Landbaus und beschränkt sich dabei nicht nur auf die Produktivität, sondern auf langfristige und auf Umweltverträglichkeit abzielende Anbaumethoden.
Zusammen mit anderen Organisationen haben wir nun die Broschüre „ Besser anders, anders besser: Mit Agrarökologie die Ernährungswende gestalten“ veröffentlicht. Darin wird gezeigt, dass mit agrarökologischen Verfahren eine sozial- und umweltverträgliche Agrarwende möglich ist. Die Beiträge verdeutlichen, wie Bauern und Bäuerinnen die Bodenfruchtbarkeit und natürliche Ressourcen schützen, die Vielfalt auf den Äckern und Tellern fördern, und wie durch innovative Vermarktungswege viele Menschen mit frischen und gesunden Lebensmitteln versorgt werden können.

Agrarökologie schafft Alternativen zur kapitalintensiven, von Konzerninteressen geleiteten industriellen und exportorientierten Landwirtschaft, die weder die sozialen noch die ökologischen Kosten internalisiert. Bauern und Bäuerinnen finden Anerkennung als zentrale Akteure im Ernährungssystem und arbeiten mit der Natur statt gegen sie. Hierdurch werden lokale Märkte gestärkt und die Unabhängigkeit von Erdöl, Chemie und Gentechnik gefördert.
Beispielsweise können Saatgutbanken, die einen freien Zugang zu Saatgut ermöglichen, der Überlebenssicherung von Kleinbauern und Kleinbäuerinnen und dem Gelingen einer agrarökologischen Ernährungswende dienen. „Es existiert weltweit ein informeller Saatgutmarkt, auf dem Bauern und Bäuerinnen Saatgut oft direkt tauschen und verkaufen. Dieser Markt ist noch immer die wichtigste Quelle für Saatgut in den Ländern des globalen Südens“, so Roman Herre von FIAN Deutschland.

Die Broschüre arbeitet außerdem heraus, welche Alternativen bereits erfolgreich umgesetzt werden. Sie analysiert, welche politischen Instrumente nötig sind, um Agrarökologie zu unterstützen und weiter zu verbreiten, und lädt dazu ein, sich für eine sozial gerechte und ökologisch nachhaltige Neuorientierung in der Landwirtschaft einzusetzen. Das Heft kann kostenfrei bei uns bestellt werden.

Die Broschüre „Besser anders, anders besser: Mit Agrarökologie die Ernährungswende gestalten“ ist eine gemeinsame Publikation von Brot für Welt, FIAN, Forum Umwelt und Entwicklung, Heinrich-Böll-Stiftung, INKOTA-netzwerk, MISEREOR, Oxfam und Rosa-Luxemburg-Stiftung. Bei FIAN können Sie die kostenfreie Broschüre im Shop bestellen oder einfach hier herunterladen.

Nächste Termine

++ Mittwoch, 23. November 2016, 18:30 Uhr, Nürnberg: UN-Recht statt Unrecht - Was können soziale Menschenrechte gegen Armut bewirken. Ort: Nürnberger Menschenrechtszentrum, Hans-Sachs-Platz 2, 90403 Nürnberg.

++ Dienstag, 29. November 2016, 20:00 bis 21:30 Uhr, Tübingen: Grenzenloses Nahrungsangebot im Supermarkt? Globaler Lebensmittelhandel und Menschenrechte. Ort: Volkshochschule Tübingen, Katharinenstr. 18, 72072 Tübingen, vhs Saal. Weitere Informationen finden Sie hier.

++ Mittwoch, 30. November 2016, 18:00 bis 19:00 Uhr, Online: Webinar zu "Das Individuelle Beschwerdeverfahren zum UN-Sozialpakt". Hier können Sie sich zum Webinar anmelden.

++ Freitag, 09. Dezember, 18:00 Uhr bis Sonntag, 11. Dezember 2016, 12:00 Uhr, Witzenhausen: MultiplikatorInnen Fortbildung - "Saatgut: Konzerne greifen nach unserer Ernährungsgrundlage". Ort: Deula Seminarhotel, Am Sande 20, 37213 Witzenhausen. Das vollständige Programm finden Sie hier.

++ Samstag, 10. Dezember 2016, 18:30 Uhr, München: Autorenlesung mit Martin Klingst zu seinem Buch "Menschenrechte". Ort: Speisecafé Rigoletto, Rosa-Aschenbrenner-Bogen 9, 80797 München. Den Flyer zur Veranstaltung finden Sie hier.

FIAN (FoodFirst Informations- & Aktions-Netzwerk) ist die Internationale Menschenrechtsorganisation für das Recht auf Nahrung mit Mitgliedern in 60 Ländern.

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