FIAN Deutschland
FIAN DeutschlandMit Menschenrechten gegen den Hunger

Existenzsichernde Löhne: Arbeit muss sich lohnen

In der Landwirtschaft werden weltweit im Vergleich zu anderen Branchen die niedrigsten Löhne gezahlt. Trotz harter Arbeit verdienen PlantagenarbeiterInnen in vielen Entwicklungsländern weniger als 1,25 Dollar pro Kopf und Tag und gehören damit gemäß der Definition der Weltbank zu den absolut Armen.

Arbeiterinnen verdienen in der Regel noch weniger als ihre männlichen Kollegen. Diese Hungerlöhne reichen nicht aus, um Familien ausreichend zu ernähren. Darüber hinaus enthalten ihnen viele Unternehmen weitere grundlegende Menschen- und Arbeitsrechte vor, wie zum Beispiel das Recht sich zu organisieren und das Recht auf Gesundheitsschutz.

Viele Regierungen und Unternehmen bevorzugen zur Festsetzung existenzsichernder Löhne freiwillige soziale Standards. Doch das Recht auf einen existenzsichernden Lohn ist im Völkerrecht verfasst. Gemäß Artikel 7 des Internationalen Pakts über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte (UN-Sozialpakt) haben Frauen und Männer ein Recht auf einen Lohn, der ihnen und ihren Familien einen angemessenen Lebensunterhalt sichert, so dass sie alle im Pakt verfassten Rechte wahrnehmen können. Dabei gelten die Prinzipien gleicher Lohn für gleiche Arbeit und gleiche Arbeitsbedingungen für beide Geschlechter.

Neben Art. 7 des UN-Sozialpakts definiert auch das Übereinkommen 131 der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) das Recht auf angemessenen Lohn.

LandarbeiterInnen produzieren sowohl für heimische als auch für internationale Märkte. Insbesondere Produkte aus Plantagen- und Monokulturanbau sind für die Weltmärkte bestimmt und werden auch nach Deutschland exportiert. Folglich sind nicht nur die Produktionsländer menschenrechtlich dazu verpflichtet, existenzsichernde Mindestlöhne festzulegen. Auch Deutschland muss im Rahmen seiner extraterritorialen Pflichten dafür Sorge tragen, dass Tochterunternehmen und Zulieferfirmen deutscher Unternehmen im Ausland das Recht auf existenzsichernde Löhne ihrer Belegschaft respektieren. Um die in Deutschland voranzutreiben ist FIAN Mitglied bei CorA.

Meldungen zum Thema Existenzsichernde Löhne

13 Treffer:
23.02.2015
existenzsichernde löhnelandwirtschaftgeschlechtergerechtigkeit

Interview zu ausbeuterischen Arbeitsbedingungen in der industriellen Blumenproduktion

Nachtrag zum Valentinstag Währen der Valentinstag für viele Menschen den Tag der Liebenden bedeutet, bedeutet der für BlumenarbeiterInnen den Tag extremer Ausbeutung. Im Interview mit dem SWR erläutert FIAN-Mitarbeiterin Gertrud Falk, warum das so ist. Das Interview können Sie in unserer Mediathek anhören. 

30.12.2014
existenzsichernde löhneernährungsarmut in deutschland

Berliner Erklärung für ein menschenwürdiges Existenzminimum

Seit September 2014 ist FIAN Deutschland Teil des Bündnisses für ein menschenwürdiges Existenzminimum in Deutschland. Das Bündnis, das im Jahr 2010 ins Leben gerufen wurde, setzt sich aus zahlreichen kleineren und größeren Organisationen zusammen. Wohlfahrtsverbände wie das Diakonische Werk und die AWO, aber auch Organisationen wie Attac und Pro Asyl sowie Selbsthilfeinitiativen wie die Arbeitslosenselbsthilfe Oldenburg (ALSO) haben sich für das gemeinsame Anliegen zusammengeschlossen. Seit Jahren setzt sich FIAN...

24.06.2014
existenzsichernde löhne

Neuerscheinung: Das Menschenrecht auf einen Existenz sichernden Lohn

- Keine Selbstverständlichkeit für LandarbeiterInnen In der Landwirtschaft werden sehr niedrige Löhne gezahlt, die häufig unterhalb der Armutsgrenze liegen. Wenn Investoren Landgrabbing für Agrarprojekte mit der Schaffung von Arbeitsplätzen rechtfertigen, wird diese Tatsache meistens verschwiegen. Insbesondere Frauen und MigrantInnen arbeiten zu Hungerlöhnen. Dabei ist der Erhalt eines Existenz sichernden Lohns ein Menschenrecht. Im neuen Factsheet wird dieses Missverhältnis dargestellt. Hier können Sie das...

23.05.2014
existenzsichernde löhne

Fotoaktion der Kampagne "Eigentum verpflichtet"

Internationale Solidaritätsaktion am 24.5.2014 in Berlin - FIAN fordert gemeinsam mit der Kampagne "Eigentum Verpflichtet" und der Supermarktinitative von Edeka „Verantwortung jetzt!“ Mit einer bunten Parade, mit zahlreichen Gewerkschaftsaktiven aus aller Welt und Betriebsrätinnen aus ausgegliederten Edeka-Märkten fordert die Kampagne „Eigentum verpflichtet – für gesetzliche Unternehmensverantwortung“ zusammen mit der Supermarktinitiative im Rahmen der Labourstart - Konferenz am 24. Mai 2014 von EDEKA,...

24.04.2014
existenzsichernde löhne

Jahrestag Fabrikeinsturz im Rana Plaza (Bangladesch)

Entschädigungen und bessere Unternehmenshaftung gefordert Ein Jahr nach dem Einsturz einer Textilfabrik in Rana Plaza haben sich Organisationen wie die Kampagne für Saubere Kleidung, TIE Exchains sowie die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di), FIAN und andere zusammengeschlossen und fordern im Rahmen der neu gegründeten Kampagne „Eigentum verpflichtet - für gesetzliche Unternehmensverantwortung“, dass Unternehmen für Menschen- und Arbeitsrechtsverletzungen sowie Umweltschäden haftbar gemacht werden....

19.03.2014
existenzsichernde löhnegeschlechtergerechtigkeit

FIAN fordert Priorität für Frauenförderung in der Entwicklungszusammenarbeit

Die Diskriminierung von Frauen beim Zugang zu produktiven Ressourcen und gut bezahlter Arbeit wirkt sich vor allem im Globalen Süden verheerend für die Betroffenen aus. Seit Jahren sind unverändert 60-70 Prozent der Hungernden Frauen und Mädchen. Darauf weist FIAN Deutschland anlässlich des Equal Pay Day am 21. März hin. Die Gleichberechtigung und Gleichstellung von Frauen mit Männern muss daher in der Entwicklungszusammenarbeit Priorität haben. Gemäß einer Studie des UN-Sonderberichterstatters zum Recht auf...

11.10.2013
kleinbauernrechteexistenzsichernde löhnehungerlandwirtschaftjahresthema 2015

Allianz der Politik mit Konzernen verschärft Hunger: Jahrbuch zum Menschenrecht auf Nahrung vorgelegt

Warum hungert jeder achte Mensch, obwohl es genügend Lebensmittel für alle gibt? Welche Folgen hat es, wenn Konzerne mitbestimmen, wie Hunger bekämpft wird? Das neue Jahrbuch zum Menschenrecht auf Nahrung nimmt die Allianz der Politik mit großen internationalen Konzernen und philanthropischen Stiftungen unter die Lupe. „Interessenskonflikte werden tabuisiert und Menschenrechte ignoriert“, so das Fazit des evangelischen Hilfswerks Brot für die Welt und der Menschenrechtsorganisation FIAN bei der Vorstellung des...

04.10.2013
kleinbauernrechteexistenzsichernde löhnehungerlandwirtschaftrecht auf nahrung

Menschenunwürdige Arbeitsbedingungen in der Landwirtschaft

FIAN fordert die künftige Bundesregierung zur Unterstützung einer neuen Menschenrechtserklärung auf Köln, 04.10.2013. Landarbeiter gehören weltweit zu den am schlechtesten bezahlten Berufsgruppen. Gleichzeitig sind sie vielfältigen Gesundheitsrisiken ausgesetzt. Ihr Recht auf Nahrung sowie weitere Arbeits- und Menschenrechte werden vielfach verletzt. Anlässlich des Internationalen Tags für menschenwürdige Arbeit fordert die internationale Menschenrechtsorganisation FIAN daher die künftige Bundesregierung auf, die...

13.08.2013
kleinbauernrechtelandgrabbingexistenzsichernde löhnelandwirtschafthunger

FIAN wehrt sich gegen Aufforderung von Entwicklungsminister Niebel, die Menschenrechtsarbeit zum Kaweri-Fall zu beenden

Es ist ein in der Geschichte der deutschen Menschenrechtsarbeit unerhörter Vorgang: In einem Brief fordert Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel die Menschenrechtsorganisation FIAN dazu auf, die Unterstützung für die Vertriebenen der Kaweri Kaffee Plantage (Uganda) einzustellen. Die Einseitigkeit von Niebels Darstellung und Vorgehensweise legt den Schluss nahe, dass es sich um den Versuch handelt, einseitig deutsche wirtschaftliche Interessen durchzusetzen. „FIAN wird die Unterstützung für die vertriebenen...

10.05.2013
existenzsichernde löhnehungerlandwirtschaftrecht auf nahrung

Rechte der Blumenarbeiterinnen stärken

Köln, 10. Mai 2013. Allein erziehende Mütter in Afrika und Lateinamerika produzieren den größten Teil der Blumen, die zum Muttertag verschenkt werden. Sie arbeiten oft unter ausbeuterischen Bedingungen und zu Hungerlöhnen. Die Menschenrechtsorganisation FIAN ruft daher zur Unterstützung einer internationalen Erklärung für die Rechte von KleinbäuerInnen und Menschen, die in ländlichen Regionen arbeiten, auf. Diese soll ab Juli 2013 im Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen erarbeitet werden.Blumenarbeiterinnen...

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