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FIAN DeutschlandMit Menschenrechten gegen den Hunger

Klimawandel: Auswirkungen auf die Welternährung

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Der Klimawandel hat bereits heute spürbare Auswirkungen auf die weltweiten Ernteerträge und die Verfügbarkeit von Trinkwasser. Einstmals ertragreiche Böden erodieren, traditionelle Kulturpflanzen gehen unter neuen Klimabedingungen ein, Familien verlieren durch immer extremere Naturkatastrophen ihre Lebensgrundlagen. Diese Effekte werden in Zukunft noch verstärkt. Die Menschenrechte auf Nahrung und Wasser sind deshalb gefährdet.

Klimapolitische Maßnahmen sollen den Klimainfarkt stoppen und sind dringend erforderlich. Aber sie müssen menschenrechtlichen Standards entsprechen und dürfen nicht das Recht auf Nahrung verletzen. Das ist leider nicht immer der Fall. So führt die Nutzung von Agrartreibstoffen häufig zu Landgrabbing, also Landraub. Indigene und kleinbäuerliche Gemeinschaften verlieren ihr Land, um den Bedarf nach so genanntem „Biosprit“ zu stillen. Dies hat verheerende Folgen auf die menschenrechtliche Situation in vielen armen Ländern.

Ähnliche Folgen sind von internationalen Emissionshandel-Projekten wie dem Clean Development Mechanism oder Waldschutzprojekten wie dem REDD-Prozess (Reducing Emissions from Deforestation and Degradation) bekannt. Diese internationalen Programme schützen Menschenrechte oft nur unzureichend. FIAN fordert: Die Bundesregierung und die internationale Staatengemeinschaft müssen klare Kriterien zum Schutz der Menschenrechte integrieren und diese effektiv und transparent überprüfen.

Meldungen zum Thema Klimawandel

23 Treffer:
17.05.2018
klimawandelklimagerechtigkeit

Tübingen: Vortrag zum Spannungsfeld zwischen Umweltschutz und Menschenrechten

Um der Umweltverschmutzung zu begegnen, wird derzeit verstärkt auf Bioökonomie gesetzt. Insbesondere die Entwicklung von „Bioplastik“ wird als umweltfreundliche Alternative zu herkömmlichen Plastik gesehen. Die verfolgten Bioökonomie-Strategien klingen erstmal vielversprechend, doch sie können zu Menschenrechtsverletzungen führen und soziale Ungleichheit verstärken.Über das Spannungsfeld von Umweltschutz, Menschenrechten und umweltbezogene Gerechtigkeit berichten an diesem Abend Leonie Bellina von der Eberhard...

16.05.2018
klimawandel

Rezension: „Die Grüne Lüge – Weltrettung als profitables Geschäftsmodell“ von Kathrin Hartmann

Greenwashing wird von Unternehmen in den unterschiedlichsten Branchen genutzt. Dabei gilt: „Wenn man etwas nur oft genug wiederholt, wird es schließlich als Wahrheit akzeptiert.“ So titelt Kathrin Hartmann „Autofahren für den Klimaschutz“ und beschreibt damit, wie die westliche Welt die Augen vor der Realität verschließt. Denn hinter dem vermehrt „nachhaltigen“ Auftreten großer Firmen versteckt sich meist nicht etwa eine ökologische oder soziale Komponente, sondern schlichtweg Propaganda. Dies führt dazu, dass...

08.05.2018
klimawandelklimagerechtigkeit

Klimagerechtigkeit: FIAN-Exkursion zum Hambacher Forst

Das rheinische Braunkohle-Revier zwischen Aachen, Köln und Mönchengladbach hat den größten CO2-Ausstoß von Europa. Allein das Kraftwerk Niederaußem stößt jährlich rund 27 Mio. Tonnen Treibhausgase aus. Im Rahmen des Jahresthemas „Klimagerechtigkeit“ machten sich Mitarbeiter*innen und Mitglieder von FIAN Deutschland daher gestern zum Hambacher Forst auf, um eine Führung durch die übrig gebliebenen Teile des Waldes zu erhalten. Der westlich von Köln gelegene Hambacher Forst, einst einer der größten Wälder von NRW,...

17.04.2018
kleinbauernrechteklimawandellandwirtschaftSaatgut

Saatgut: FIAN veröffentlicht Recherche-Bericht zu Burkina Faso

Bericht hier online (engl): http://bit.ly/FIANBerichtBurkinaFaso Kleinbäuerinnen und Kleinbauern produzieren 70 Prozent der Nahrungsmittel weltweit. In vielen afrikanischen Ländern liegt der Anteil sogar bei 90 Prozent. Die Basis hierfür ist der freie Zugang zu Saatgut: die Landwirte haben über Jahrhunderte hinweg lokale Getreidesorten, Hülsenfrüchte und Gemüse gezüchtet und immer weiter an die örtlichen Bedingungen angepasst.Doch in vielen Ländern werden Produktion und Tausch von Saatgut eingeschränkt, oftmals...

16.03.2018
klimawandelklimagerechtigkeit

Klimaschutz und Menschenrechte

16.-18. März: MultiplikatorInnen-Seminar in Mannheim Klimawandel, Landwirtschaft und das Menschenrecht auf NahrungFortbildung für MultiplikatorInnenDer Klimawandel bedroht in vielen Regionen der Welt die Landwirtschaft. Ernteausfälle aufgrund von Dürren oder Unwettern nehmen zu. Die Völkergemeinschaft hat Klimaschutz deswegen in die globalen Ziele für eine Nachhaltige Entwicklung aufgenommen. Gleichzeitig ist die industrielle Landwirtschaft für 24 Prozent der weltweiten Treibhausgasausstöße verantwortlich und...

14.03.2018
klimawandelklimagerechtigkeit

Klimagerechtigkeit: FIAN-Broschüre jetzt kostenfrei bestellen

Die folgende druckfrische Publikation kann ab sofort in der Geschäftsstelle kostenfrei bestellt oder hier heruntergeladen werden:Klimawandel und MenschenrechteDie Folgen des Klimawandels für das Recht auf Nahrung und das Recht auf Wasser: Anforderungen an die internationale, europäische und deutsche Klimapolitik Zum neuen Jahresthema haben Wolfgang Obergassel und Dr. Jeanette Schade vom FIAN-Arbeitskreis Klima die 40-seitige Broschüre „Klimawandel und Menschenrechte“ verfasst. Dargestellt werden darin die...

06.03.2018
klimawandelklimagerechtigkeit

Pressemitteilung zum Internationalen Frauentag - Klimawandel ist nicht geschlechtsneutral - Insbesondere Menschenrechte von Frauen sind bedroht

Köln, 06. März 2018. Der Klimawandel schreitet voran und die internationale Staatengemeinschaft hat bisher nicht ausreichend darauf reagiert. Deutschlands neue Regierung hat ihre früheren Klimaschutzziele sogar gerade wieder in Frage gestellt. Neueste Analysen des Weltklimarats bestätigen, dass die internationalen Klimascchutzmaßnahmen nicht ausreichen. Die Folgen der zunehmenden Erderwärmung verstärken die bestehenden geschlechtlichen Diskriminierungen, vor allem von Frauen in ländlichen Regionen des Globalen...

20.02.2018
klimagerechtigkeit

Webinar: Bioökonomie im Spannungsfeld zwischen Klimaschutz und Menschenrechten

Durch die Klimakonferenz in Bonn sowie die Proteste gegen die Braunkohle ist der Klimaschutz in aller Munde. Das Verfahren des peruanischen Landwirts Saúl Luciano Lliuya gegen RWE zeigt beispielhaft den Interessenkonflikt zwischen Klimaschutz und Wirtschaftsinteressen. Auch die deutsche Politik hat sich den Klimaschutz auf die Fahnen geschrieben – zumindest verbal. Einen Beitrag zur Erreichung des Klimaschutzziels soll die Bioökonomie leisten. Das den aktuellen Bioökonomie-Strategien zugrundeliegende...

05.02.2018
landwirtschaftklimagerechtigkeit

Präsentation und Webinar zu Bioökonomie und Klimaschutz

Online-Präsentation von FIAN hier abrufen.Durch die Klimakonferenz in Bonn sowie die Proteste gegen die Braunkohle ist der Klimaschutz in aller Munde. Das Verfahren des peruanischen Landwirts Saúl Luciano Lliuya gegen RWE zeigt beispielhaft den Interessenkonflikt zwischen Klimaschutz und Wirtschaftsinteressen. Auch die deutsche Politik hat sich den Klimaschutz auf die Fahnen geschrieben – zumindest verbal. Laut dem von der Bundesregierung ernannten Bioökonomierat sollen Bioökonomie-Strategien helfen, beides zu...

24.01.2018
klimawandelklimagerechtigkeit

„Wir brauchen auf jeden Fall dringend einen grundlegenden Schwenk in der Agrarpolitik“

Anlässlich der Agrarministerkonferenz erläutert FIAN Referentin Gertrud Falk den Zusammenhang zwischen Klimaschutz und dem Menschenrecht auf Nahrung. In einem Interview mit Radio Dreyeckland erklärt Gertrud Falk wie Klima und Nahrung zusammenhängen und wie Klimagerechtigkeit zur Verwirklichung des Menschenrechts auf Nahrung beiträgt. Gemäß des FIAN Jahresthema „Klimaschutz braucht Menschrechte“ arbeitet Falk drei Punkte heraus, die die Verzahnung aufzeigen. Zum einen bedroht der Klimawandel weltweit schon heute...

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