FIAN Deutschland
FIAN DeutschlandMit Menschenrechten gegen den Hunger

Klimawandel: Auswirkungen auf die Welternährung

Der Klimawandel hat bereits heute spürbare Auswirkungen auf die weltweiten Ernteerträge und die Verfügbarkeit von Trinkwasser. Einstmals ertragreiche Böden erodieren, traditionelle Kulturpflanzen gehen unter neuen Klimabedingungen ein, Familien verlieren durch immer extremere Naturkatastrophen ihre Lebensgrundlagen. Diese Effekte werden in Zukunft noch verstärkt. Die Menschenrechte auf Nahrung und Wasser sind deshalb gefährdet.

Klimapolitische Maßnahmen sollen den Klimainfarkt stoppen und sind dringend erforderlich. Aber sie müssen menschenrechtlichen Standards entsprechen und dürfen nicht das Recht auf Nahrung verletzen. Das ist leider nicht immer der Fall. So führt die Nutzung von Agrartreibstoffen häufig zu Landgrabbing, also Landraub. Indigene und kleinbäuerliche Gemeinschaften verlieren ihr Land, um den Bedarf nach so genanntem „Biosprit“ zu stillen. Dies hat verheerende Folgen auf die menschenrechtliche Situation in vielen armen Ländern.

Ähnliche Folgen sind von internationalen Emissionshandel-Projekten wie dem Clean Development Mechanism oder Waldschutzprojekten wie dem REDD-Prozess (Reducing Emissions from Deforestation and Degradation) bekannt. Diese internationalen Programme schützen Menschenrechte oft nur unzureichend. FIAN fordert: Die Bundesregierung und die internationale Staatengemeinschaft müssen klare Kriterien zum Schutz der Menschenrechte integrieren und diese effektiv und transparent überprüfen.

|Video zu Klimaschutz und Menschenrechte|

Webinare zum Jahresthema

Webinar: Komplexe Beziehung zwischen Klimawandel und Menschenrechten

Webinar: Bioökonomie

Webinar: Deutschlands Beitrag zur Klimafinanzierung

Webinar: Umsiedlungen im Südpazifik als Folge des Klimawandels

Meldungen zum Thema Klimawandel

47 Treffer:
09.10.2018
klimawandellandwirtschaftrecht auf nahrung

Pressemitteilung zum Welternährungstag am 16. Oktober: „Digitalisierung löst das Hungerproblem nicht“

Brot für die Welt und FIAN legen Bericht zum Recht auf Nahrung vor Berlin, 9. Oktober 2018. Politik und Agrarindustrie versprechen, dass neue Technologien wie die Digitalisierung den Hunger besiegen können. Das evangelische Hilfswerk Brot für die Welt und die Menschenrechtsorganisation FIAN legen in ihrem aktuellen „Jahrbuch zum Recht auf Nahrung“ dar, wie die Digitalisierung die Auseinandersetzung um Ressourcen sogar verschärfen und eine dezentrale Nahrungsmittel-Versorgung gefährden kann.Die aktuelle Ausgabe...

08.10.2018
klimawandelklimagerechtigkeit

Webinar: Deutschlands Beitrag zur Klimafinanzierung

Die Klimarahmenkonvention aus dem Jahr 1992 verpflichtet Industrieländer dazu, Länder des Globalen Südens finanziell bei Maßnahmen zum Klimaschutz und zur Anpassung an den Klimawandel zu unterstützen. 2009 haben die Industriestaaten zugesagt, die Klimafinanzierung bis zum Jahr 2020 auf jährlich 100 Milliarden US-Dollar anzuheben. Dazu sollen auch private Investitionen eingeworben werden.Welchen Anteil davon will Deutschland stemmen? Und woher will die Bundesregierung die nötigen Mittel dazu gewinnen? Und welche...

21.09.2018
klimawandelklimagerechtigkeit

Filmgespräch mit FIAN im Rahmen des „Human Rights Film Festival Berlin“

THANK YOU FOR THE RAIN Julia Dahr, Kisilu Musya / Norwegen, Großbritannien / 2017 / 90 Min. / Englisch mit englischen Untertiteln Kisilu Musya ist Familienvater und Bauer in einem kleinen Dorf in Kenia. Anfangs filmt er seinen Alltag, doch nach und nach wird er durch seine Lebensumstände immer mehr zum Umweltaktivisten. Über fünf Jahre porträtierener und die Filmemacherin Julia Dahr das ländliche Leben in Kenia, in welchem die Menschen zunehmend unter dem Klimawandel leiden. Über seine Gemeinde hinaus, wird...

16.08.2018
klimawandellandwirtschaftrecht auf nahrungklimagerechtigkeit

Neuer Flyer: Klimawandel - Bedrohung für das Recht auf Nahrung

Nachdem im Januar die umfangreiche Broschüre zu unserem Jahresthema "Klimaschutz und Menschenrechte" erschienen ist, folgt nun der Flyer.Der Klimawandel bedroht das Menschenrecht auf Nahrung. Besonders betroffen sind Regionen um den Äquator, also Länder, die am wenigsten zum Klimawandel beitragen. Dort hängt die Existenz der Kleibauernfamilien unmittelbar vom Wetter und den klimatischen Bedingungen ab. Gleichzeitig sind dort die Folgen der Erderwärmung am deutlichsten: Trockenheit, Starkregen,...

18.07.2018
kleinbauernrechteklimawandelrecht auf nahrungklimagerechtigkeit

UN-Bericht zu Auswirkungen des Klimawandels auf Menschenrechte

Mehrere SonderberichterstatterInnen der Vereinten Nationen zu Menschenrechten haben im Vorlauf der Pariser Klimakonferenz 2015 gemeinsam auf die Beeinträchtigung von Menschenrechten durch den Klimawandel hingewiesen. Sie stellen darin die Auswirkungen der Erderwärmung auf die Rechte auf Nahrung, Wasser dar. Unter Bezugnahme auf den vierten und fünften Sachstandsbericht des Weltklimarates (IPCC AR4 und AR5) werden erhebliche Ernteausfälle von Grundnahrungsmitteln durch eine Zunahme extremer Wetterlagen...

25.06.2018
klimawandelklimagerechtigkeit

FIAN Webinar: Klimagerechtigkeit

Die komplexe Beziehung von Klimawandel und Menschenrechten Der Klimawandel bedroht die Verwirklichung viele Menschenrechte, wie das Recht auf Nahrung, das Recht auf Gesundheit oder das Recht auf Wohnen. Betroffen sind bisher vor allem Regionen um den Äquator und damit die Länder, die am wenigsten zum Klimawandel beitragen. Vor allem die Industriestaaten sind daher aus menschenrechtlicher Sicht verpflichtet, ihre Treibhausgas-Ausstöße zu verringern sowie die Maßnahmen zur Anpassung an den unvermeidbaren...

17.05.2018
klimawandelklimagerechtigkeit

Tübingen: Vortrag zum Spannungsfeld zwischen Umweltschutz und Menschenrechten

Um der Umweltverschmutzung zu begegnen, wird derzeit verstärkt auf Bioökonomie gesetzt. Insbesondere die Entwicklung von „Bioplastik“ wird als umweltfreundliche Alternative zu herkömmlichen Plastik gesehen. Die verfolgten Bioökonomie-Strategien klingen erstmal vielversprechend, doch sie können zu Menschenrechtsverletzungen führen und soziale Ungleichheit verstärken.Über das Spannungsfeld von Umweltschutz, Menschenrechten und umweltbezogene Gerechtigkeit berichten an diesem Abend Leonie Bellina von der Eberhard...

16.05.2018
klimawandel

Rezension: „Die Grüne Lüge – Weltrettung als profitables Geschäftsmodell“ von Kathrin Hartmann

Greenwashing wird von Unternehmen in den unterschiedlichsten Branchen genutzt. Dabei gilt: „Wenn man etwas nur oft genug wiederholt, wird es schließlich als Wahrheit akzeptiert.“ So titelt Kathrin Hartmann „Autofahren für den Klimaschutz“ und beschreibt damit, wie die westliche Welt die Augen vor der Realität verschließt. Denn hinter dem vermehrt „nachhaltigen“ Auftreten großer Firmen versteckt sich meist nicht etwa eine ökologische oder soziale Komponente, sondern schlichtweg Propaganda. Dies führt dazu, dass...

08.05.2018
klimawandelklimagerechtigkeit

Klimagerechtigkeit: FIAN-Exkursion zum Hambacher Forst

Das rheinische Braunkohle-Revier zwischen Aachen, Köln und Mönchengladbach hat den größten CO2-Ausstoß von Europa. Allein das Kraftwerk Niederaußem stößt jährlich rund 27 Mio. Tonnen Treibhausgase aus. Im Rahmen des Jahresthemas „Klimagerechtigkeit“ machten sich Mitarbeiter*innen und Mitglieder von FIAN Deutschland daher gestern zum Hambacher Forst auf, um eine Führung durch die übrig gebliebenen Teile des Waldes zu erhalten. Der westlich von Köln gelegene Hambacher Forst, einst einer der größten Wälder von NRW,...

17.04.2018
kleinbauernrechteklimawandellandwirtschaftSaatgut

Saatgut: FIAN veröffentlicht Recherche-Bericht zu Burkina Faso

Bericht hier online (engl): http://bit.ly/FIANBerichtBurkinaFaso Kleinbäuerinnen und Kleinbauern produzieren 70 Prozent der Nahrungsmittel weltweit. In vielen afrikanischen Ländern liegt der Anteil sogar bei 90 Prozent. Die Basis hierfür ist der freie Zugang zu Saatgut: die Landwirte haben über Jahrhunderte hinweg lokale Getreidesorten, Hülsenfrüchte und Gemüse gezüchtet und immer weiter an die örtlichen Bedingungen angepasst.Doch in vielen Ländern werden Produktion und Tausch von Saatgut eingeschränkt, oftmals...

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