FIAN Deutschland
FIAN DeutschlandMit Menschenrechten gegen den Hunger

Arbeitskreis Asien

Der Arbeitskreis Asien beschäftigt sich mit der aktuellen Menschenrechtslage in Nepal, insbesondere natürlich mit dem Menschenrecht auf Nahrung. Dazu steht die Gruppe in engem Austausch mit FIAN Nepal und weiteren FIAN-Sektionen in anderen europäischen Ländern.

Folgende Schwerpunktthemen hat sich der Arbeitskreis gesetzt:

Landrechte: Wie in vielen Ländern ist die Landverteilung in Nepal extrem ungleich. Fast ein Drittel der landwirtschaftlichen Fläche ist im Besitz von nur sieben Prozent der (reichen) Bevölkerung. Dagegen besitzen die ärmsten 20 Prozent der Bevölkerung nur etwa drei Prozent des Landes. Mindestens 5 Millionen Menschen besitzen gar kein Land. Auch die Rechte von Pächtern sind bisher nur unzureichend geschützt. Diese ungleiche Verteilung ist einer der Gründe für Hunger in Nepal.

Nationalparks: Nationalparks in Nepal sollen einerseits Naturräume und Tiere schützen, andererseits aber auch den Tourismus als Einnahmequelle befördern. Ihre Einrichtung hat in Nepal allerdings auch dazu beigetragen, dass viele indigene und andere ländliche Gruppen ihrer traditionellen Nutzung von Wäldern und Flüssen nicht mehr nachgehen können. Gleichzeitig profitieren sie nur in geringfügigem Maße vom Einkommen, das durch die Parks erwirtschaftet wird. Ins Management der Parks sind sie zu wenig miteingebunden, um dort ihre Interessen ausreichend miteinbringen zu können.

Indigene: Die indigenen Bevölkerungsgruppen Nepals stellen mehr als ein Drittel der Gesamtbevölkerung dar. Fast 65 Prozent ihres traditionell genutzten Landes haben sie mittlerweile an neu geschaffene Naturparks und -reservate verloren. Darüber hinaus sind viele der indigenen Gruppen in der politischen Entscheidungsfindung unterrepräsentiert und verschiedensten Formen der Diskriminierung ausgesetzt.

Neugierig geworden?


Neue InteressentInnen sind immer herzlich willkommen! Die Gruppe arbeitet ehrenamtlich und stimmt sich vorwiegend über eine Mailingliste ab. Gruppentreffen finden in der Regel mehrmals im Jahr, aber in unregelmäßigen Abständen statt. Wir freuen uns über NeuinteressentInnen, die sich aktiv in unsere Arbeit zum Recht auf Nahrung in Nepal und Asien einbringen wollen. Reinschnuppern ist immer möglich!

Kontaktaufnahme bitte per Mail an Stefan Eikenbusch: s.eikenbusch(ät)posteo.de