Die Regionalgruppe Rhein-Ruhr-Wupper (RRW) fand sich im Laufe des Jahres 2023. Bei Workshops, Schulungen und gemeinsamen Aktivitäten von und für FIAN. Wir kamen ins Gespräch. Wir machten Pläne. Und wir diskutierten mit Bundes- und Landtagsabgeordneten in sog. „Bürger im Wahlkreis“-Gesprächen, um dem Menschenrecht auf Nahrung mehr Gehör zu verschaffen.

Ist Überfluss noch Wohlstand?

Die Mehrheit der Menschen auf dieser Erde interessiert es leider wenig, dass jeder zehnte von uns hungert. Zu sehr sind wir gewöhnt an importierte Lebensmittel und Rohstoffe im Überfluss. Für „unseren Wohlstand“ ist uns wohl kaum etwas zu schade. Schade! Kinderarbeit, Landvertreibung, Hungerlöhne, eingepferchte Tiere, vergiftete Flüsse, abgefischte Ozeane.

Informieren und Agieren

Deshalb redet FIAN nicht nur darüber mit den dort betroffenen Menschen in Afrika, Asien oder Südamerika. Deshalb unterstützt FIAN sie auch konkret dabei, ihr Menschenrecht auf Nahrung notfalls einzuklagen. Und wir in der FIAN-Regionalgruppe, wir handeln und informieren vor Ort, zum Beispiel 2026

  • auf Märkten und Festen wie dem Luisenfest (20.05.2026), am Tag der Arbeit am 1. Mai in Düsseldorf, auf dem Nachhaltigkeits-Festival „Schlapperkappes“ in Arnsberg-Hüsten (11.07.2026), der Fairen Meile in Schwäbisch Hall (25.07.2026) oder der Ehrenamtsmesse des Zentrums für gute Taten in den Wuppertaler City-Arkaden (18.03.2026) oder verschiedenen Weihnachtsmärkten in und um Wuppertal
  • in Schulen im Rahmen der fächerübergreifenden Querschnittsaufgabe „Menschenrechtsbildung“ wie z.B. am Apostelgymnasium Köln in Zusammenarbeit mit der FIAN Lokalgruppe Köln
  • in Podcasts zur Menschenrechtsarbeit von FIAN global auf Radio Köln auch gemeinsam mit der FIAN Lokalgruppe Köln
  • bei Filmvorführungen und Vorträgen wie z.B. in Wuppertal in der City-Kirche am jährlichen Welternährungstag oder im Rahmen des gemeinsam mit dem Nicaragua-Büro Wuppertal organisierten und zum 2. Mal stattfindenden „Fests der Internationalen Solidarität“ (geplant für 09.2026, 2025 s.u.)
  • in vertraulichen „Bürger-im-Wahlkreis“- Gesprächen mit den jeweiligen Bundes- und Landtags-Abgeordneten und kommunalen PolitikerInnen, bei denen wir unsere auch internationalen FIAN-Projekte erfolgreich erläutern können und sie mit weiterführendem Informationsmaterial (auch zur Weitergabe an Parlamentskolleg*innen) versorgen

Gemeinsam sind wir wirkungsvoller

Diese und viele weitere, neue Aktionen und Informationsveranstaltungen planen wir – getreu unseres Namens FoodFirst Informations- und Aktions-Netzwerk – gerne vernetzt und agieren entsprechend, z.B. mit

Kontakt

Wolfram Boecker
E-Mail

Matinee im Ronsdorfer Nauturfreundehaus am 09.02.2025

Internationale Aufgaben lokal voranbringen

Eingebunden in den Strategieplan von FIAN International 2024 – 2030 und dessen Vision:

„Wir stellen uns eine Welt ohne Hunger und Unterernährung vor, in der alle Menschen und Gemeinschaften ihre Menschenrechte in vollem Umfang genießen können. Wir verteidigen das Menschenrecht auf angemessene Nahrung und Ernährung (RtFN) und das Recht auf Ernährungssouveränität. Wir möchten, dass die Menschen diese Rechte individuell, kollektiv oder gemeinschaftlich ausüben können in Würde und Selbstbestimmung.“

Wir werden weiterhin aktiv Kontakte zu unseren gewählten Abgeordneten aller demokratischen Parteien suchen. Unsere bisherigen „Bürger-im-Wahlkreis“-Gespräche waren oft ein wirkungsvoller „Draht nach oben“, um FIANs Einsatz für das Menschenrecht auf Nahrung Gehör zu verschaffen und die Lebensverhältnisse der von FIAN unterstützten Menschen zu verbessern.

Wir suchen stets Verstärkung durch Gleichgesinnte, die sich gemeinsam mit uns für das Recht auf Nahrung einsetzen und die bei unseren Aktivitäten mitmachen möchten.

Einfach Gutes tun und sich gut fühlen! Ihr seid herzlich willkommen!

Erfahrungsberichte der Regionalgruppe Rhein-Ruhr-Wupper

Erfahrungsbericht EndCement-Protestcamp 2025

Erfahrungsbericht der Regionalgruppe RHEIN-RUHR-WUPPER beim EndCement-Protestcamp vom 04.04. – 10.04.2025 in Heidelberg auf den Neckarwiesen direkt am Hauptsitz von Heidelberg Materials, dem größten deutschen Emittenten von CO2

Vom 06. – 08.04. haben wir das Protestcamp besucht. Unser Workshop fand am Dienstag, dem 08. April statt.

Auszug aus dem Programm des Veranstalters: „Die Zementindustrie verpestet unsere Luft, heizt das Klima an und zerstört weltweit Ökosysteme und Lebensräume. Und wofür? Für hässliche, lieblose Betonklötze, die uns vereinzeln lassen, unsere Städte erhitzen und deren Mieten trotzdem unbezahlbar bleiben. 

Damit muss Schluss sein. Wir wollen Holz und Lehm statt Beton. Wir wollen bezahlbaren Wohnraum statt Spekulationsobjekte. Wir wollen Gemeinschaft statt Vereinzelung. Kurz: Wir wollen die Bauwende! 

Heidelberg Materials stellt sich als grünen Vorreiter dar und leugnet alle Vorwürfe, gegen Menschenrechte zu verstoßen z.B. in Indonesien am Kendeng-Gebirge.

Deshalb findet das Endecement Festival parallel zum Heidelberger Frühling statt, dem einwöchigen Kulturfestival Heidelbergs, auf dem sich Heidelberg Materials jedes Jahr, weil Hauptsponsor, als Wohltäter darstellen darf.“

Während des Festivals am 06.04. fand u.a. ein Auftritt mit dem KlimaProtestChor auf dem Heidelberger Uni-Platz vor dem Eingang zum „Heidelberger Frühling“ genannten Musikfestival (Hauptsponsor Heidelberg Materials) statt sowie unabhängig davon am nächsten Morgen eine Sitzblockade vor einem großen Zementwerk in Leimen. Sieh dazu das Video aus dem Rhein-Neckar-Fernsehen rnf.

Die FIAN-Regionalgruppe Rhein-Ruhr-Wupper eröffnete dann am 08.06. das Tagesprogramm mit ihrem Workshop zusammengesetzt aus Vortrag, Diskussion, Filmvorführung Samen vs. Semen und Best Practice- Infos zur Menschenrechtsarbeit mit dem Titel:

Hands-off Kendeng!

DGB-Fest am 1. Mai 2025 auf den Rheinwiesen in Düsseldorf: aufmerksame Zuhörer beim Glücksradspiel.

Best practice- Kreativworkshop der FIAN-Regionalgruppe Rhein-Ruhr-Wupper

Mitglieder der Regionalgruppe Rhein-Ruhr Wupper hatten auf dem Protestcamp zudem Gelegenheit, mit dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats von Heidelberg Materials (HDM), Herrn Dr. Bernd Scheifele, ins Gespräch zu kommen.

Dr. Scheifele zeigte sich bei seinem Besuch des Protestcamps interessiert an den Vorgängen auf dem Campgelände direkt gegenüber der HeidelbergMaterials-Zentrale und warf u.a. einen Blick in das Veranstaltungszelt und nahm danach die Einladung von uns an, am großen runden Tisch der Protestbeteiligten Platz zu nehmen. Das Gespräch verlief konstruktiv und freundlich.

Der frühere CEO von HDM merkte dabei u.a. an, dass das Unternehmen beim projektierten Gelände im Kendeng-Gebirge bislang „keinen einzigen Spatenstich getätigt“ habe.

Hoffen wir, dass es auch in 2026 so bleibt!

Erfahrungsbericht „Make solidarity great again“ 2025

 

Auf Initiative von Amnesty International, der FIAN-Regionalgruppe Rhein-Ruhr-Wupper, dem
Informationsbüro Nicaragua und dem PEGAH Kulturverein haben 10 Vereine/Organisationen am
Samstag, den 23.08.2025 von 10 – 19 Uhr auf dem Gelände des Internationalen Begegnungszentrums zu einem Fest der Internationalen Solidarität aufgerufen. „Solidarität ist aktive Gemeinsamkeit, also lasst uns aktiv werden und zum Startschuss unserer Initiative für internationale Solidarität gemeinsam feiern, Pläne schmieden und solidarisch verbünden! Lasst uns mit Kunst und Kultur, mit Musik und Bildern, mit Filmen und Vorträgen und mit fairem Essen und leckeren Getränken feiern getreu unserem Motto: Make Solidarity Great Again!“, hieß es im Aufruf. Neben den Initiatoren beteiligten sich die Caritas, GEPA/Runder Tisch Fairer Handel, das Wuppertaler Friedensforum, Decolonize Wuppertal, Omas gegen Rechts und der St. Antonius Lotsenpunkt Wuppertal-Barmen.
Neben einem bunten Angebot an Infoständen, das dem Austausch, Gesprächen und
Kontaktmöglichkeiten mit den Gruppen diente, gab es auch ein Vortragsprogramm mit Themen wie
Krieg, Umweltverschmutzung und Landraub, Welternährung, Menschenrechte, Toleranz und
Gleichberechtigung. Besonders eindrucksvoll waren auch die Musikdarbietungen wie der
Menschenrechte-Chor. Ein gut besuchtes Podiumsgespräch – unter Moderation der Eine Welt
Promotorin Sophia Merrem – fragte nach der Rolle von Stadtverwaltung und kommunaler Politik in der Unterstützung von Solidarität und Globaler Verantwortung. Zum Abschluss sorgte ein Konzertprogramm für ein stimmungsvolles Ende.

Zum Auftritt des Menschenrechte- Chors hier

Was bleibt:

Andreas Romano von der Servicestelle Engagement der Katholischen Kirche hat auf dem Fest einige
der beteiligten Gruppen interviewt und für die Nachschau auf Youtube zur Verfügung gestellt:

Make solidarity great again – Informationsbüro Nicaragua
FIAN mit Hans-Willi Döpp und Wolfram Boecker
Make solidarity great again Aktionstheater Lieferkette mit Stephanie Walter
Make solidarity great again – mit Heiko Schnickmann über die Schwebebahn und Eugen Langen
Wuppertaler Friedensforum mit Rainer Möller

Die Veranstalter werden mit der neuen Oberbürgermeisterin und der Kommunalpolitik in Dialog treten, um ihren Forderungen und Vorstellungen bezüglich Solidarität und Globaler Verantwortung Gehör zu verschaffen. Dazu haben wir die Zusammenstellung der Impulse von Wuppertaler Vereinen und Botschaften aus dem Publikum zugrunde gelegt, die beim Podiumsgespräch „Solidarität und Globale Verantwortung“ am Internationalen Fest der Solidarität am 23. August entstanden sind. Wir sind gespannt auf die Antwort!