Im Oktober 2025 starteten wir eine Eilaktion zu Ecuador, um auf die drohende Vertreibung von 31 Familien des Landgutes „Los Ángeles“ aufmerksam zu machen. Ursache war die Ausweitung der industriellen Garnelenzucht, die den Familien ihr Land streitig machte. Wir forderten die ecuadorianische Regierung auf, die Landnutzungsrechte der Familien anzuerkennen und ihre Menschenrechte zu schützen. Dank der breiten Solidarität und der vielen Unterzeichnenden des Appellbriefes konnte die geplante Räumung Ende 2025 zunächst verhindert werden. Außerdem bestätigte die zuständige Staatsanwaltschaft offiziell, dass die Familien keine Besetzer*innen sind („no invasoras“).
Doch die Erleichterung währte nicht lange. Anfang 2026 versuchte das Garnelenunternehmen Trupeca S.A., die Familien erneut mithilfe eines direkten Polizeibefehls von ihrem Land zu vertreiben. Um sich gegen diese erneute Bedrohung zu wehren, beantragten die Familien beim Gericht einstweilige Schutzmaßnahmen. Im Rahmen unserer fortgesetzten Unterstützung reichte FIAN Deutschland gemeinsam mit FIAN International sowie Partnerorganisationen aus Ecuador und Kolumbien einen internationalen Amicus Curiae ein, um das Recht auf Land der 31 Familien von Los Ángeles zu verteidigen.

