Am 14. April führte die Nationalpolizei im Provinz Guayas (Ecuador) gewaltsam und rechtswidrig die Räumung der 31 bäuerlichen Familien der Gemeinschaft „Los Ángeles“ durch, den mehreren Jahren von der Ausbreitung der Garnelenzuchtbetriebe bedroht werden.
Seit mehr als 40 Jahren bewirtschaften diese Familien dieses Land rechtmäßig und bestreiten daraus ihren Lebensunterhalt. Nach mehreren Versuchen des Garnelenzuchtunternehmens, sie zu vertreiben – die stets von verschiedenen Gerichten zurückgewiesen wurden –, beantragte das Unternehmen schließlich bei der Polizei einen Räumungsbefehl, der nun vollstreckt wurde, obwohl beim Provinzgericht von Guayaquil noch ein Rechtsmittelverfahren anhängig ist.
Fian Deutschland, das die Gemeinschaft in Los Ángeles seit mehreren Jahren durch verschiedene Eilaktionen unterstützt, prangert die Rechtswidrigkeit dieser gewaltsamen Zwangsräumung sowie die damit einhergehenden Menschenrechtsverletzungen an, wie etwa das Recht auf Nahrung oder auf angemessenen Wohnraum.

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Erklärungen weiterer Zivilgesellschaftlicher Organisationen (auf Spanisch):

