Im Kontext des Internationalen Frauen*kampftags am 8. März und mit Blick auf das von den Vereinten Nationen ausgerufene UN-Jahr der Bäuerinnen (2026) richten wir den Fokus auf die aktuelle Situation in Ecuador:
Diese ist geprägt von der Verflechtung von Staat und organisierter Kriminalität, dem Abbau demokratischer Errungenschaften, Militarisierung sowie der Kriminalisierung von Menschenrechtsaktivist*innen und Journalist*innen. Im Schatten des autoritären Staatsumbaus breiten sich Agrar- und Shrimpsindustrien in ländlichen Regionen immer weiter aus.
Menschenrechtsverteidigerinnen aus Ecuador berichten, wie sich diese Entwicklungen geschlechtsspezifisch auswirken und welche kollektiven Widerstandsstrategien Frauen im ländlichen Raum entwickeln. Gemeinsam wollen wir diskutieren, was solidarische Unterstützung aus Deutschland konkret bedeuten kann
Mit:
Raquel Silva – Reisbäuerin aus der Provinz Guayas, Vertreterin der bäuerlichen Organisation Unión Tierra y Vida und Mitglied des Red de Mujeres Rurales. Das Netzwerk ist eine landesweite Plattform von von indigenen, bäuerlichen und afro-ecuadorianischen Frauenorganisationen und setzt sich für Ernährungssouveränität, Landrechte, Umweltgerechtigkeit und feministische Organisierung im ländlichen Raum ein.
Ana María Hernández – Anwältin bei FIAN Ecuador. FIAN arbeitet im Bereich der Verteidigung des Rechts auf Nahrung und begleitet bäuerliche und indigene Organisationen in ihren Kämpfen um Zugang zu Land, Wasser und eine selbstbestimmte Ernährung sowie im Schutz vor Kriminalisierung und Repression.
Die Veranstaltung findet im Rahmen einer gemeinsamen Rundreise von FIAN Ecuador und dem ecuadorianischen Netzwerk Ländlicher Frauen (Red de Mujeres Rurales) vom 2. bis 18. März 2026 statt. In Genf, Köln, Berlin und Brüssel bringen sie bäuerliche und feministische Perspektiven auf die aktuelle Situation in Ecuador in internationale Gremien, politische Debatten und zivilgesellschaftliche Räume ein.



