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Honduras: blutiger Konflikt auf Kosten kleinbäuerlicher Gemeinden im Bajo Aguán

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Im fruchtbaren Aguán-Tal im Norden von Honduras kämpfen Bauerngemeinden seit Jahren um ihre Recht auf Land und Nahrung. 1992 hebelte die Regierung das Agrarreformgesetz von 1962 aus. Damit ermöglichte sie drei Palmöl-Unternehmen den Erwerb von 20.000 Hektar Land, das an 3.500 Kleinbauernfamilien verteilt werden sollte. 5.700 Hektar eines für die Agrarreform frei gegebenen ehemaligen Militärgeländes wurden ebenfalls nicht den BäuerInnen gegeben. Klagen der Bauernorganisationen wurden von den Gerichten nicht verfolgt.

Seit dem Putsch 2009 wurden über 50 KleinbäuerInnen und UnterstützerInnen ermordet. Keiner der Morde wurde bisher aufgeklärt.

Im Mai 2012 führte FIAN gemeinsam mit andere Menschenrechtsorganisationen eine Öffentliche Anhörung zu den schweren Menschenrechtsverletzungen in Bajo Aguán durch. Sie wurde aufgezeichnet:

Meldungen zum Thema Bajo Aguan/Honduras

11 Treffer:
28.10.2016
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Honduras wird zu sofortigem Handeln aufgefordert

Zivilgesellschaftliche Organisationen weltweit fordern Honduras auf, die jüngsten Tötungen von Menschenrechtsaktivisten zu untersuchen und in Zukunft Maßnahmen zu ihrem Schutz zu ergreifen.Die Morde an den Aktivisten Jose Angel Flores und Silmer Dionisio George von der Einheitsbewegung der Bauern von Aguán (MUCA) in Bajo Aguán, sowie die Angriffe auf Mitglieder des Zivilrates der Volks- und Indigenenorganisation von Honduras (COPINH) zeigen die Risiken, denen MenschenrechtsvertreterInnen in Honduras ausgesetzt...

29.05.2015
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Honduras: Zweites Universelles Periodisches Überprüfungsverfahren (UPR) vernachlässigt das Recht auf Nahrung und Land

FIAN begrüßt die von Honduras angesprochenen Menschenrechtsthemen, bedauert jedoch, dass das Recht auf Nahrung, auf Land und das der KleinbäuerInnen im UPR Verfahren nicht berücksichtigt wurde. Am 8. Mai fand das UPR-Verfahren in Genf statt. In diesem Verfahren unterziehen sich die im Menschenrechtsrat vertretenen Regierungen gegenseitig einer kritischen Überprüfung der Menschenrechtslage in den jeweiligen Ländern. 60 UN-Mitgliedstaaten des Menschenrechtsrats haben sich mit Fragen an Honduras gewandt und...

20.06.2014
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FIAN fordert ein Ende der Vertreibungen und der Gewalt im Bajo Aguan

Angesichts neuer Repressionen im Bajo Aguán (Honduras), fordern 17 internationale Organisationen und Netzwerke die sofortige Beendigung der Vertreibungen und der Gewalt gegenüber den Bauerngemeinden. Die internationale Verkündung gibt Folgendes bekannt: „Der gemeinsame Nenner, der die gewaltsamen Vertreibungen vom 21. Mai 2014 mit den zuvor dokumentierten Vorfällen über die Menschenrechtslage der Bauerngemeinden im Bajo Aguán verbindet, ist weiterhin derselbe: Anstatt eine tragbare und gerechte Lösung für die...

01.04.2014
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Honduras: Ombudsmann der Weltbank legt Bericht zu Bajo Aguán vor

Der Ombudsmann (CAO) der Weltbank-Tochter International Finance Corporation (IFC) hat einen Bericht vorgelegt, in dem er nicht nur Fehler des IFC-Managements offen legt, sondern auch die Verwicklung ihrer honduranischen Geschäftspartnerin, der Palmölfirma Corporación DINANT, in Menschenrechtsverletzungen im Bajo Aguán bestätigt. Organisationen der Zivilgesellschaft fordern nun von der Weltbank eine Suspendierung weiterer Auszahlungen. Seit 2010 gab es mehrere Berichte unabhängiger Menschenrechtsorganisationen...

11.02.2014
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Bundestagspetition: 1.400 Stimmen für mehr Transparenz bei der DEG

Die von FIAN und 26 weiteren Organisationen getragene Bundestagspetition für mehr Transparenz bei der Deutschen Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG) ist beendet. Rund 1.400 Menschen gaben der Forderung online oder per Postkarte ihre Stimme. Das ist ein klares Signal für den Petitionsausschuss des Bundestags, sich mit dem Thema zu befassen. „FIAN bedankt sich bei allen Teilnehmenden und bei allen Partnerorganisationen für die Unterstützung!“, äußerte sich Ute Hausmann, FIAN-Geschäftsführerin und...

23.09.2013
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"Schrei nach Land" - blutiger Landkonflikt um Ölpalm-Plantagen in Honduras

Menschenrechtler/innen berichten in München, Tübingen und Köln über schwere Menschenrechtsverletzungen an kleinbäuerlichen Gemeinden in Bajo Aguán Köln, 23.9.2013. Vom 30.9. - 3.10.2013 berichten die Menschenrechtsexpert/innen Gilda Maria Rivera Sierra und Heriberto Alemán Rodriguez auf ihrer Vortragsreise durch Deutschland über den blutigen Landkonflikt im Aguán-Tal (Bajo Aguán) in Honduras. Dort kämpfen kleinbäuerliche Gemeinden seit rund 20 Jahren um Zugang zu Land, das ihnen durch Agrarreformen zugeteilt...

18.02.2013
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Erneuter Mord

Am 17. Februar 2013 wurde Jose Trejo Cabrera in der Nähe des Flughafens in Tegucigalpa erschossen. Jose Trejo unterstützte die Bauernbewegung MARCA (Movimiento Autentico Reinvicador Campesino) im Bajo Aguan und war der Bruder des ebenfalls ermordeten Rechtsanwalts Antonio Trejo. Antonio Trejo war am 22. September 2012 ermordet worden, nachdem er in einem 18-jährigen Gerichtsverfahren Landrechte für die MARCA erstritten hatte. Sein Bruder Jose hatte öffentlich die Auklärung des Mordes gefordert und den...

25.09.2012
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Landkonflikt in Honduras fordert weiteren Toten

Köln/Bajo Aguán (Honduras), 25. September 2012. Die Schreckensmeldungen aus dem honduranischen Bajo Aguán reißen nicht ab: Antonio Trejo, einer der Rechtsanwälte der Bauernorganisationen, die sich für eine gerechte Landverteilung einsetzen, wurde am Samstag ermordet. Damit steigt die Zahl der Toten dieses Landkonflikts weiter an: Über 50 Menschen kamen bereits ums Leben.Hintergrund der andauernden Gewalt ist der seit September 2009 schwelende Landkonflikt zwischen 3.500 Bauernfamilien und drei großen...

04.09.2012
kleinbauernrechtelandgrabbinglandwirtschafthungerlandraub

Erneute Gewalt gegen Bauerngemeinschaften in Honduras

Köln, 4. September 2012. FIAN verurteilt in einem gemeinsamen Statement mit 13 weiteren Nichtregierungsorganisationen die erneute staatliche Gewalt in Honduras gegen die Bauerngemeinschaften von Bajo Aguán. In den letzten Wochen wurden ein Mensch bei den Auseinandersetzungen getötet, mehrere andere verletzt oder inhaftiert.Hintergrund der andauernden Gewalt ist der Landkonflikt zwischen 3.500 Bauernfamilien und drei großen Palmölproduzenten im Bajo Aguán-Tal an der honduranischen Karibikküste. Seit September 2009...

04.06.2012
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Öffentliche Anhörung offenbart Ausmaß der Gewalt gegen Bauerngemeinschaften in Honduras

Köln, 4. Juni 2012. Morde, Gewalt, Entführungen – Bauernfamilien und Journalisten in Bajo Aguan (Honduras) leben gefährlich. Die menschenrechtliche Situation vor Ort ist ernst. Zu diesem Schluss kam am Donnerstag eine von FIAN und acht anderen Nichtregierungsorganisationen (NRO) getragene öffentliche Anhörung in der Bezirkshauptstadt Tocoa, an der das UN-Hochkommissariat für Menschenrechte, die interamerikanische Menschenrechtskommission und die Europäische Union beobachtend teilnahmen. „Viele Bäuerinnen und...

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