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FIAN DeutschlandMit Menschenrechten gegen den Hunger

Uganda: Kaffee mit dem Geschmack der Vertreibung

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Im August 2001 vertrieb die ugandische Armee mehr als 4.000 Menschen aus vier Dörfern, weil die Regierung deren Land an die Kaweri Kaffee-Plantage verpachtet hat. Kaweri ist eine Tochterfirma der Neumann Kaffee Gruppe in Hamburg.

Bis heute wurden die Vertriebenen nicht entschädigt. Doch sie fordern ihre Rechte ein. Im August 2002 haben sie die ugandische Regierung und die Kaweri Kaffee Plantage verklagt. Das Gerichtsverfahren wurde nach allen Regeln der Kunst verschleppt. Nach elf Jahren sprach das zuständige Gericht am 28. März 2013 das erste Urteil – zugunsten der Vertriebenen.

Hier finden Sie die Chronologie der Ereignisse auf Deutsch:
Kaweri Kaffee Plantage (Uganda) - Chronologie des Gerichtsverfahrens

Hier finden Sie die Chronologie der Ereignisse auf Englisch:
Kaweri Coffee Plantation (Uganda) - Chronology of the Case

Der Journalist Michael Enger hat einen Film über die Vertreibung und ihre Folgen gedreht: Coffee to go – Mit dem Geschmack der Vertreibung.

Eine aktuelle Version (2017/Deutsche Welle) des Dokumentarfilms „Coffee to go – Mit dem Geschmack der Vertreibung“ sehen Sie hier: Deutsch Englisch / Spanisch.

Eine gekürzte Version können Sie direkt hier anschauen:

Meldungen zum Thema Mubende/Uganda

38 Treffer:
01.10.2018
landraubmubenderecht auf nahrung

Der Fall Mubende und der bittere Geschmack der Vertreibung

Filmvorführung und Gespräch 17 Jahre ist es her, dass die ugandische Armee die rund 4.000 BewohnerInnender vier Dörfer Kijjunga, Luwunga, Kiryamakobe und Kitemba gewaltsamvon ihrem Land vertrieb, um Platz zu machen für die Kaweri CoffeePlantation, eine Tochterfirma der Neumann Kaffee Gruppe in Hamburg. DieVertriebenen verloren ihren gesamten Besitz, einige starben an den Folgender Vertreibung. Bis heute leben viele von ihnen in bitterer Armut aufgrunddieser Vertreibung.Etwa die Hälfte der Vertriebenen hat die...

05.09.2018
landgrabbingmubende

FIAN organisiert Mahnwache vor ugandischer Botschaft in Berlin

Mit einer dreitägigen Mahnwache erinnert FIAN den ugandischen Staat ab heute an die gewaltsame Vertreibung von rund 4.000 Menschen zugunsten der Kaweri Coffee Plantation durch die ugandische Armee im August 2001. FIAN fordert die ugandische Regierung auf, die Rechte der Vertriebenen wiederherzustellen. Dies hatte der UN-Sozialausschuss Uganda im Jahr 2015 empfohlen. Die Mahnwache findet vom 5.-7. September statt.Mit Fotos und Transparenten werden die PassantInnen sowie die Angehörigen der Botschaft informiert....

05.09.2018
landgrabbingmubende

Protest Aktion in Berlin

Mahnwache vor der ugandischen Botschaft. Im August 2001 hat die ugandische Armee rund 4.000 Menschen in Mubende gewaltsam vertrieben. Anlass für die Vertreibung war, dass der ugandische Staat das Land einem Tochterunternehmen der Neumann Kaffee Gruppe für eine Plantage zugesagt hatte. Damit die Rechte der Vertriebenen endlich wieder hergestellt werden, wird FIAN vom 5.-7. September eine Mahnwache vor der ugandischen Botschaft in Berlin organisieren. Hierfür suchen wir dringend noch MitstreiterInnen. Bei...

30.08.2018
landraubmubende

Presseinformation – Berlin: Mahnwache für die Vertriebenen der Kaweri Coffee Plantation/Neumann Kaffee Gruppe

Ort: Ugandische Botschaft, Ecke Krausenstraße/Axel-Springer-Straße, 10117 BerlinDauer: vom 5.-7. September, 8:00 – 11:00 und 15:00-18:00 UhrAuftaktaktion und symbolische Vertreibung: Mittwoch, 5. September, 10 UhrZur Erinnerung an die dreitägige gewaltsame Vertreibung von rund 4.000 Menschen durch die ugandische Armee zugunsten der Kaweri Coffee Plantation führt die Menschenrechtsorganisation FIAN vom 5.-7. September vor der Botschaft von Uganda eine Mahnwache durch. FIAN-Referentin Gertrud Falk fordert: „Der...

17.01.2018
landgrabbingmubende

Fernsehbeitrag zum „Kaweri-Fall“ in der Sendung Eco im SRF

Das schweizer Handelsunternehmen Migros bezieht Schätzungen zufolge rund ein Viertel seines Kaffee-Angebots von der Hamburger Neumann Kaffee Gruppe. Die Kaweri Coffee Plantation Ltd. in Uganda, für deren Kaffeeplantage im August 2001 rund 4.000 Menschen gewaltsam von der ugandischen Armee vertrieben wurden, ist ein Tochterunternehmen der Neumann Kaffee Gruppe. Die Vertriebenen wurden bis heute nicht entschädigt. Viele leben seit der Vertreibung in bitterer Armut. Welche Verantwortung müsste Migros unter der...

28.12.2017
landgrabbinglandraubmubende

Aktualisiertes Factsheet „Coffee to go“

Noch immer ist das Recht der Vertriebenen der Kaweri Kaffeeplantage in Uganda nicht wieder hergestellt. Über 16 Jahre kämpfen sie um Wiedergutmachung und Rückgabe ihres Landes. Zwar hat die ugandische Regierung den Vertriebenen Anfang des Jahres 2017 eine rein finanzielle Entschädigung angeboten – jedoch unter der Bedingung, dass sie zuvor die Gerichtsklage zurückziehen. Die Vertriebenen haben sich zu Verhandlung zu einer gütlichen Einigung bereit erklärt, allerdings nur im Rahmen des Gerichtsverfahrens. Der...

22.03.2017
mubende

Fall Kaweri: Firma Neumann fordert Unterlassungserklärung

Nachdem FIAN-Mitarbeiterin Gertrud Falk zum Fall der Vertreibung Tausender Menschen zugunsten der Kaweri Kaffeeplantage in Mubende/Uganda der Tageszeitung „junge Welt“ ein Interview gegeben hat (Das Interview finden Sie hier.), hat sich die Neumann-Gruppe GmbH über ihren Rechtsanwalt gemeldet und eine strafbewehrte Unterlassungserklärung bezüglich einzelner Passagen des Interviews gefordert. Unter anderem moniert die Firma Neumann die Aussage, ihre Manager hätten von der Vertreibung vorab gewusst. Auch ein Zitat...

09.03.2017
landgrabbinggeschlechtergerechtigkeitmubende

UN-Frauenrechtsausschuss unterstützt Forderungen von FIAN

Seit Sommer 2016 befasste sich der UN-Frauenrechtsausschuss mit der Diskriminierung von Frauen in Deutschland. Behandelt wurden auch Rechtsverletzungen, die durch die deutsche Politik im Ausland verursacht werden. Am 21. Februar führte der Ausschuss hierzu einen Dialog mit der Bundesregierung, in dem auch FIAN zu Wort kam.Nun veröffentlichte der Ausschuss seine abschließenden Empfehlungen („Concluding observations on the combined seventh and eighth periodic reports of Germany“ vom 3. März 2017). Der Ausschuss...

20.02.2017
landgrabbinggeschlechtergerechtigkeitmubende

Pressemitteilung: FIAN informiert UN-Frauenrechtsausschuss über Verletzungen von Frauenrechten durch Landgrabbing

Köln/Genf -- Die Menschenrechtsorganisation FIAN stellt heute dem Frauenrechtsausschuss der Vereinten Nationen in Genf ihren Bericht zu Verletzungen von Frauenrechten durch Landgrabbing unter Beteiligung deutscher Unternehmen vor. Der Ausschuss befasst sich heute und morgen mit der Diskriminierung von Frauen in Deutschland. Behandelt werden auch Rechtsverletzungen, die durch die deutsche Politik im Ausland verursacht werden. FIAN hat dem UN-Frauenrechtsausschuss im Januar einen Bericht über Verletzungen von...

16.02.2017
landgrabbinggeschlechtergerechtigkeitmubende

FIAN macht UN-Frauenrechtsausschuss auf Verletzungen von Frauenrechten durch Landgrabbing aufmerksam

Menschenrechte von Frauen und Mädchen in Ländern des Globalen Südens werden durch Landgrabbing in besonderer Weise verletzt. Die Bundesregierung ist für diese Rechtsverletzungen mit verantwortlich, wenn sie entweder Investitionen privater Unternehmen in großflächige Agrarprojekte direkt unterstützt oder durch fehlende Regulierungen Landgrabbing nicht verhindert. Auch trägt sie Verantwortung dafür, wenn die Betroffenen von Rechtsverletzungen keine Möglichkeit haben, in Deutschland Wiedergutmachung einzuklagen....

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