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FIAN Deutschland
FIAN DeutschlandMit Menschenrechten gegen den Hunger

Fallbegleitende Arbeit in Sambia

© FIAN
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Die Bekämpfung von Armut und Hunger steht ganz oben auf der Agenda deutscher Entwicklungspolitik. In Sambia führt die Förderung von großflächiger Landwirtschaft für den Export jedoch vielfach zu Landkonflikten mit lokalen Bauernfamilien.
FIAN-Recherchen in Sambia dokumentieren immer wieder schwerwiegende menschenrechtliche Probleme im Zusammenhang mit Agrar-Investitionen. An diesen sind auch die deutsche Entwicklungsbank DEG und der vom deutschen Entwicklungsministerium aufgelegte Entwicklungsfonds AATIF beteiligt. In den nächsten Jahren plant die sambische Regierung mithilfe internationaler Finanziers die weitere »Entwicklung« von 1,5 Millionen Hektar Land.
Viele landlose KleinbäuerInnen sind gezwungen, auf den neuen Großfarmen zu arbeiten. Meist werden sie zu regelrechten Hungerlöhnen und nur auf Abruf beschäftigt. Zudem werden für die Großfarmen immense Waldflächen gerodet. Trotz geringer Industrialisierung und niedriger Bevölkerungsdichte ist Sambia daher einer der 20 größten CO2-Verursacher weltweit.
Investoren und auch die deutsche Politik wiegeln die FIAN-Kritik immer wieder ab.
Daher ist es von größter Bedeutung, dass die Vereinten Nationen unsere Recherchen bestätigen: die UN-Sonderberichterstatterin kritisiert in ihrem aktuellen Bericht zu Sambia die Verdrängung von KleinbäuerInnen und die Gefährdungen für die Verwirklichung des Rechts auf Nahrung durch die industrialisierte Landwirtschaft.

Meldungen zum Thema Sambia

20 Treffer:
16.04.2021
kleinbauernrechterecht auf nahrungsambiamenschenrechte

Tag der Landlosen: Deutsche Akteure schüren Landknappheit in Sambia

Anlässlich des morgigen Tags der Landlosen macht die Menschenrechtsorganisation FIAN auf die problematische Rolle deutscher Investoren beim Kauf riesiger Landflächen in Sambia aufmerksam. FIAN hat in der vergangenen Woche ein Treffen betroffener Gemeinden mit Investoren organisiert. Zugang zu Land und Wasser sind die alles entscheidenden Faktoren, um sich im ländlichen Sambia ernähren zu können. Das Menschenrecht auf Nahrung wird jedoch vielfach durch industrielle Megafarmen bedroht. Bäuerinnen und Bauern werden...

07.05.2020
landgrabbingklimawandellandwirtschaftlandraubrecht auf nahrung

Studie „Finanzielle Gerechtigkeit“ mit Kapitel von FIAN zu Nahrung und Land

Das europäische Netzwerk Citizens for Financial Justice, dem in Deutschland u.a. Erlassjahr.de und Urgewald angehören, hat die Studie „Finanzielle Gerechtigkeit – Globale Ungleichheiten verstehen, um finanzielle Ungerechtigkeit zu überwinden“ vorgelegt. Die Untersuchung beschäftigt sich mit dem zunehmenden Einfluss von Finanzakteuren auf Wirtschaft, Entwicklungspolitik und Daseinsvorsorge. In den fünf Kapiteln zu Gesundheit, Nahrung und Land, Frauenrechte, Infrastruktur und Wohnen werden die Auswirkungen dieser...

17.12.2019
kleinbauernrechtelandgrabbinglandraubrecht auf nahrungklimagerechtigkeit

Trauriger Jahrestag

Sambia: Vertreibung aus Lupala Noch 2016 hatte FIAN-Agrarreferent Roman Herre die Gemeinde Lupala am Rande einer Großfarm im Distrikt Mpongwe besucht. Stolz zeigte der Sohn eines Bauern die Erträge von zwei Monaten Erntearbeit. Damals sagte die Gemeinde: »Uns geht es gut, wir können von unserem Land leben«. Dies gehört leider der Vergangenheit an. Am 17. Dezember 2018 – heute vor einem Jahr – wurden die rund 60 Männer, Frauen und Kinder vertrieben. Wohnhäuser, Hühnerställe und Kochhütten wurden zerstört....

26.09.2019
klimawandellandwirtschafthungerrecht auf nahrungmangelernährung

Sambia: Hunger durch fehlende Landnutzungsrechte und Klimawandel

Interview mit Archie Mulunda von FIAN Sambia hier abrufen. Wir sprachen mit ihm über die prekäre Ernährungslage in Sambia, die Situation der Landbevölkerung und welchen Herausforderungen die junge Sektion gegenübersteht. Zwei Drittel der sambischen Bevölkerung leben unterhalb der Armutsgrenze. Investitionen der Agrarindustrie führen oftmals zu Landkonflikten. Und die Folgen des Klimawandels verschärfen schon heute die Ernährungsprobleme. Archie Mulunda von der neu gegründeten FIAN-Sektion in Sambia war zu Gast...

19.09.2019
kleinbauernrechtehungerrecht auf nahrungklimagerechtigkeitsambia

+++Neue Ausgabe des FoodFirst-Magazins erschienen+++

Fünf Prozent der Weltbevölkerung - rund 400 Millionen Menschen - sind Indigene. Jedoch stellen sie etwa 15 Prozent der Menschen, die in extremer Armut leben. Zu den Merkmalen indigener Völker gehört ihre besondere Beziehung zur Natur - sie schützen große Teile der Biodiversität -, aber auch die Erhaltung von Sprachen, Religionen und Formen der Selbstverwaltung. Trotz ihrer in den vergangenen 30 Jahren verbesserten rechtlichen Situation leiden indigene Völkerüberproportional an Diskriminierung und Hunger, nicht...

13.06.2019
landgrabbinglandraubsambia

Archie Mulunda von FIAN Sambia zu Gast

Archie Mulunda von der neugegründeten FIAN-Sektion in Sambia war letzte Woche zu Besuch in unserer Geschäftsstelle in Köln. FIAN Deutschland arbeitet seit vielen Jahren zu Fällen in Sambia , unter anderem zur Förderung großflächiger Landwirtschaft durch die deutsche Entwicklungszusammenarbeit. Archie berichtete anschaulich von der Situation in Sambia und der dortigen Arbeit von FIAN: In Sambia leiden noch immer mehr als 40 % der Bevölkerung an Unterernährung. Zwei Drittel der Bevölkerung leben unter der...

09.07.2018
kleinbauernrechtelandgrabbinglandraublandwirtschaftrecht auf nahrung

Sambia: FIAN-Artikel zu Entwicklungsfinanzierung

Hier online: http://bit.ly/Sambia_Herre FIAN-Agrarreferent Roman Herre skizziert in seinem Artikel „Problematische Entwicklungsfinanzierung“, welche Rolle deutsche Akteure bei großflächigen Agrarinvestitionen in Sambia spielen. Diese führen vor Ort immer wieder zu Landkonflikten und Menschenrechtsverletzungen. Der Artikel erscheint in der aktuellen Ausgabe von „Afrika Süd“.Der UN-Sozialausschuss beschreibt detailliert die Verantwortung der Staaten, auch außerhalb ihres Staatsgebiets zur Verwirklichung der...

09.07.2018
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Hier online: http://bit.ly/Sambia_Herre FIAN-Agrarreferent Roman Herre skizziert in seinem Artikel „Problematische Entwicklungsfinanzierung“, welche Rolle deutsche Akteure bei großflächigen Agrarinvestitionen in Sambia spielen. Diese führen vor Ort immer wieder zu Landkonflikten und Menschenrechtsverletzungen. Der Artikel erscheint in der aktuellen Ausgabe von „Afrika Süd“.Der UN-Sozialausschuss beschreibt detailliert die Verantwortung der Staaten, auch außerhalb ihres Staatsgebiets zur Verwirklichung der...

08.03.2018
recht auf nahrungsambia

Pressemitteilung - Sambia: UN-Report bestätigt Kritik an großflächigen Agrar-Investitionen

Professor Hilal Elver, UN-Sonderberichterstatterin für das Recht auf Nahrung, legt diese Woche beim UN-Menschenrechtsrat in Genf ihren Bericht zur Ernährungssituation in Sambia vor. Der Report stellt fest, dass die von der Regierung propagierte großflächige Landwirtschaft zur Verdrängung von Kleinbauern führt – mit schwerwiegenden Folgen für deren Ernährung. Hierfür verantwortlich sind auch Investoren, die vom deutschen Entwicklungsministerium finanziert werden. Hilal Elver hatte in Sambia u.a. eine Gemeinde...

08.03.2018
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