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FIAN DeutschlandMit Menschenrechten gegen den Hunger

Fallbegleitende Arbeit in Sambia

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Die Bekämpfung von Armut und Hunger steht ganz oben auf der Agenda deutscher Entwicklungspolitik. In Sambia führt die Förderung von großflächiger Landwirtschaft für den Export jedoch vielfach zu Landkonflikten mit lokalen Bauernfamilien.
FIAN-Recherchen in Sambia dokumentieren immer wieder schwerwiegende menschenrechtliche Probleme im Zusammenhang mit Agrar-Investitionen. An diesen sind auch die deutsche Entwicklungsbank DEG und der vom deutschen Entwicklungsministerium aufgelegte Entwicklungsfonds AATIF beteiligt. In den nächsten Jahren plant die sambische Regierung mithilfe internationaler Finanziers die weitere »Entwicklung« von 1,5 Millionen Hektar Land.
Viele landlose KleinbäuerInnen sind gezwungen, auf den neuen Großfarmen zu arbeiten. Meist werden sie zu regelrechten Hungerlöhnen und nur auf Abruf beschäftigt. Zudem werden für die Großfarmen immense Waldflächen gerodet. Trotz geringer Industrialisierung und niedriger Bevölkerungsdichte ist Sambia daher einer der 20 größten CO2-Verursacher weltweit.
Investoren und auch die deutsche Politik wiegeln die FIAN-Kritik immer wieder ab.
Daher ist es von größter Bedeutung, dass die Vereinten Nationen unsere Recherchen bestätigen: die UN-Sonderberichterstatterin kritisiert in ihrem aktuellen Bericht zu Sambia die Verdrängung von KleinbäuerInnen und die Gefährdungen für die Verwirklichung des Rechts auf Nahrung durch die industrialisierte Landwirtschaft.

Meldungen zum Thema Sambia

7 Treffer:
09.07.2018
kleinbauernrechtelandgrabbinglandwirtschaftlandraubrecht auf nahrung

Sambia: FIAN-Artikel zu Entwicklungsfinanzierung

Hier online: http://bit.ly/Sambia_Herre FIAN-Agrarreferent Roman Herre skizziert in seinem Artikel „Problematische Entwicklungsfinanzierung“, welche Rolle deutsche Akteure bei großflächigen Agrarinvestitionen in Sambia spielen. Diese führen vor Ort immer wieder zu Landkonflikten und Menschenrechtsverletzungen. Der Artikel erscheint in der aktuellen Ausgabe von „Afrika Süd“.Der UN-Sozialausschuss beschreibt detailliert die Verantwortung der Staaten, auch außerhalb ihres Staatsgebiets zur Verwirklichung der...

08.03.2018
recht auf nahrungsambia

Pressemitteilung - Sambia: UN-Report bestätigt Kritik an großflächigen Agrar-Investitionen

Professor Hilal Elver, UN-Sonderberichterstatterin für das Recht auf Nahrung, legt diese Woche beim UN-Menschenrechtsrat in Genf ihren Bericht zur Ernährungssituation in Sambia vor. Der Report stellt fest, dass die von der Regierung propagierte großflächige Landwirtschaft zur Verdrängung von Kleinbauern führt – mit schwerwiegenden Folgen für deren Ernährung. Hierfür verantwortlich sind auch Investoren, die vom deutschen Entwicklungsministerium finanziert werden. Hilal Elver hatte in Sambia u.a. eine Gemeinde...

04.12.2017
landgrabbingsambia

Sambia: Dokumentarfilm zu Landvertreibungen

FIAN Sambia und FIAN Deutschland haben mehrere Recherchereisen unternommen, um Fälle von Menschenrechtsverletzungen und Landraub zu dokumentieren. Untersucht wurde auch ein neuerer Fall von Landgrabbing, an dem erneut der von der deutschen Entwicklungsbank DEG finanzierte Agrarkonzern Zambeef beteiligt ist. Aktuell hat FIAN die Entstehung des Dokumentarfilms „Landhunger in Sambia“ begleitet. Der Filmemacher Heiko Thiele untersucht darin Projekte, die offiziell der Hungerbekämpfung dienen sollen, die jedoch...

05.12.2016
landgrabbingsambia

FIAN-Recherche zu Menschenrechtsverletzungen in Sambia

Wiederholt deckte FIAN auf, dass die deutsche Entwicklungshilfe Geld in großflächige Agrarprojekte steckt. Offiziell ist von der „Zukunft der Landwirtschaft“ und einer „effektiven Hungerbekämpfung“ die Rede. In der Realität stoßen wir jedoch immer wieder auf Landvertreibungen und Verletzungen des Rechts auf Nahrung. Durch solche Entwicklungshilfe für Konzerne wird das Machtgefälle zwischen Investoren und armen ländlichen Gemeinden meist weiter verschärft. FIAN Deutschland und FIAN Sambia führten nun eine...

07.09.2015
landwirtschaftjahresthema 2015sambia

Entwicklungshilfe für Konzerne

Menschenrechtsorganisation kritisiert boomende Kooperation mit Agrarkonzernen Köln, 7.September 2015 Anlässlich der heutigen Ausstrahlung des Berichts „Hungrig nach Profit: Wem dient die deutsche Entwicklungshilfe?“ der WDR-Sendereihe die story sieht die Menschenrechtsorganisation FIAN Handlungsbedarf beim Entwicklungsministerium. Die Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG), ein Tochterunternehmen der deutschen Staatsbank KfW, hat in Sambia mehrfach den Agrarkonzern Zambeef mit Krediten im...

15.04.2015
hungerlandwirtschaftjahresthema 2015sambia

Agrarausbildungszentrum in Sambia

Köln, 15.April 2015 - Angesichts der Eröffnung des deutsch-sambischen Agrarausbildungszentrums in Sambia durch Landwirtschaftsminister Schmidt zeigt sich die Menschenrechtsorganisation FIAN skeptisch bezüglich der erwarteten Effekte „im Kampf gegen den Hunger“. „Als Türöffner für deutsche Agrar- und Landmaschinenfirmen eignet sich das Projekt sicherlich ausgezeichnet“, so Roman Herre, Agrarreferent der Menschenrechtsorganisation FIAN. „Die angepriesenen Effekte zur Hungerbekämpfung sind angesichts der Beteiligten...

15.04.2014
landgrabbinglandraubjahresthema 2015sambia

Studie zu Landgrabbing in Sambia: Deutsche Finanzinvestoren und Entwicklungshilfe beteiligen sich an der Jagd nach Land

Anlässlich des „Tag der Landlosen“ am kommenden Donnerstag weist die Menschenrechtsorganisation FIAN auf die problematische Rolle deutscher Entwicklungszusammenarbeit bei der Jagd nach Ackerland in Sambia hin. Auch private Investoren aus Deutschland spielen in dem südafrikanischen Land eine zentrale Rolle bei der Expansion von Megafarmen. Laut einer aktuellen Studie von FIAN finanziert die deutsche Entwicklungszusammenarbeit die zwei größten Agribusiness-Unternehmen in Sambia. Beide haben sich in den letzten...

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