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FIAN Deutschland
FIAN DeutschlandMit Menschenrechten gegen den Hunger

Geschlechtergerechtigkeit: Recht auf Nahrung auch für Frauen!

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Der Anteil der Frauen an den Hungernden ist weltweit überdurchschnittlich hoch. Grund dafür sind mehrfache soziale, politische und gesetzliche Diskriminierungen auf der Grundlage sozialer Rollenzuschreibungen (Gender).

So produzieren Frauen in Afrika, Asien und Lateinamerika zwar zwischen 60 und 80 Prozent der Grundnahrungsmittel und sind zuständig für deren Verarbeitung und Lagerung. Den Zugang zu den nötigen Ressourcen wie Land, Wasser, Saatgut und Krediten erhalten sie jedoch häufig nur über ihre männlichen Verwandten.

Nur fünf Prozent der Beratungen zur Verbesserung der landwirtschaftlichen Produktion richten sich an Frauen. Frauen in Entwicklungsländern leisten zwar den größten Teil der Arbeit in der Landwirtschaft, arbeiten aber überwiegend zu schlechteren Bedingungen und niedrigeren Löhnen als Männer.

Zwar ist Geschlechtergerechtigkeit ein anerkannter Bestandteil des Völkerrechts. Doch Frauenrechte und das Recht auf Nahrung sind in zwei verschiedenen Pakten garantiert: der Konvention über die Abschaffung jeglicher Diskriminierung der Frau sowie dem Internationalen Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte.

Diese Trennung hat dazu beigetragen, dass Programme zur Ernährungssicherung und zum Recht auf angemessene Nahrung Frauen unzureichend berücksichtigen.

FIAN schließt diese strukturelle Lücke durch Gender-Mainstreaming und das Hervorheben der Interessen von Frauen, deren Recht auf angemessene Nahrung verletzt wurde. Das Recht auf angemessene Nahrung muss für Mädchen und Frauen gleichermaßen gelten wie für Jungen und Männer.


Materialien zum Thema Geschlechtergerechtigkeit


|Webseite des Frauenrechtskomitees der Vereinten Nationen (CEDAW)|

|Artikel des UN-Berichterstatter zum Recht auf Nahrung, Olivier de Schutter, zu Geschlechtergerechtigkeit und Ernährungssicherheit|

|Factsheet: Saatgut in Frauenhand|

|Factsheet: Das Recht auf Nahrung von Frauen durchsetzen|

|Factsheet: Ackerland in Frauenhand|

|Flyer: Das Menschenrecht sich zu ernähren und die Realität für Frauen|

|Online-Seminar: Saatgut und Frauen|

|Video:66. Sitzung des UN-Ausschuss zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau (CEDAW) – Wirtschaft und Menschenrechte: Extraterritoriale Staatenpflichten Deutschlands|

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Meldungen zum Thema Geschlechtergerechtigkeit

33 Treffer:
26.11.2020
kleinbauernrechtegeschlechtergerechtigkeitexistenzsichernde löhnehungerlandraub

Menschenrechte in globalen Lieferketten durchsetzbar machen

Entwicklungsminister Gerd Müller und Arbeitsminister Hubertus Heil haben im Juli angekündigt, Eckpunkte für ein Lieferkettengesetz zu veröffentlichen. Warum ist dieser wichtige erste Schritt in Richtung einer gesetzlichen Verankerung unternehmerischer Sorgfaltspflichten noch immer nicht getan? Der Beitrag legt dar, warum ein Lieferkettengesetz längst überfällig und die Sorge, dass Unternehmen einem unkalkulierbaren Haftungsrisiko ausgesetzt werden, unbegründet ist. Von Steffen Kommer und Sebastian...

19.11.2020
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Ausstehende Ratifizierung von ILO-Konvention 190 – FIAN fragt nach

Im Juni 2019 hat die Internationale Arbeitsorganisation die Konvention 190 gegen Gewalt und Belästigung am Arbeitsplatz beschlossen. Arbeitsminister Heil hat dies damals begrüßt. Dennoch hat Deutschland diese Konvention noch nicht ratifiziert. Gemeinsam mit zehn anderen Nichtregierungsorganisationen fragt FIAN nun nach, welche Schritte Deutschland zur Ratifizierung unternommen hat.  Der Brief kann hier heruntergeladen werden. 

16.11.2020
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Online-Seminar: Geschlechtergerechtigkeit in weltweiten Lieferketten

Frauen und Mädchen sind in globalen Lieferketten besonders stark von negativen Auswirkungen des Wirtschaftens betroffen. Wesentlich öfter als Männer arbeiten sie in niedrig entlohnten und unsicheren Beschäftigungsverhältnissen, leisten unbezahlte Haus- und Sorgearbeit, sind ungesunden Arbeitsbedingungen und Diskriminierung ausgesetzt und erfahren sexuelle Übergriffe am Arbeitsplatz. Anmeldelink:...

14.07.2020
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Pressemitteilung: Nichtregierungsorganisationen fordern geschlechtergerechtes Lieferkettengesetz

Berlin/Bonn/Köln 14. Juli 2020 | Heute werden die Bundesminister Gerd Müller und Hubertus Heil die Ergebnisse der Umfrage der Bundesregierung zur Einhaltung der Menschenrechte entlang globaler Lieferketten vorstellen. Es ist zu befürchten, dass diese nicht gut ausfallen und ein Großteil der deutschen Unternehmen Menschenrechte missachtet. Ein Lieferkettengesetz wird damit unumgänglich. Es muss auch geschlechtergerecht sein. Das fordert ein Bündnis von 12 Entwicklungs- und Menschenrechtsorganisationen in seinem...

06.07.2020
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Das Menschenrecht auf Wasser – Benachteiligung von Frauen in Südostasien

Obwohl Wasser ein international und von den ASEAN-Staaten ausdrücklich anerkanntes Menschenrecht ist, haben in Ost- und Südostasien rund 160 Millionen Menschen keinen Zugang zu Trinkwasser. Besonders betroffen von der prekären Wasserversorgung sind die ländlichen Regionen und Frauen. Zum aktuellen Jahresthema haben wir daher in unserer im Juni erschienenen FoodFirst-Ausgabe den Artikel „Das Menschenrecht auf Wasser – Benachteiligung von Frauen in Südostasien“ veröffentlicht. Als Folge von gesellschaftlicher...

05.03.2020
klimawandelgeschlechtergerechtigkeitklimagerechtigkeitmenschenrechtejahresthema 2020 recht auf wasser

Verletzungen des Rechts auf Wasser: Frauen überproportional betroffen

Die „Wasserversorgung für Alle“ ist ein internationales Nachhaltigkeitsziel und wurde 2010 von den UN als Menschenrecht anerkannt. Die Staaten müssen somit der Wasserversorgung Vorrang einräumen, vor allem von marginalisierten Bevölkerungsgruppen. Dennoch besitzen 2,1 Milliarden Menschen keinen ausreichenden Zugang zu Wasser; 4,2 Milliarden haben keine geschützte und hygienische Sanitärversorgung. Frauen und Mädchen sind von den anhaltenden Menschenrechtsverletzungen überproportional und in mehrfacher Weise...

16.12.2019
landgrabbinggeschlechtergerechtigkeitklimawandelrecht auf nahrungEcuador

FoodFirst: Ausgabe 4/2019 erschienen

Die CEDAW-Konvention zur „Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau“ wurde 1979 von den Vereinten Nationen verabschiedet. CEDAW ist seitdem das wichtigste Instrument zur Stärkung von Frauenrechten. Dies ist bis heute von hoher Bedeutung: Frauen sind überdurchschnittlich oft von Hunger betroffen – manche Schätzungen kommen auf 70 % der Hungernden. Viele davon leben im ländlichen Raum, weshalb Artikel 14 der CEDAW die Vertragsstaaten auffordert, deren Situation gezielt zu verbessern. Zum 40. Jubiläum...

25.11.2019
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Welttag gegen Gewalt an Frauen

Zum heutigen „Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen“ veröffentlicht FIAN Deutschland einen Artikel zur Situation in Nepal: viele nepalesische Frauen arbeiten in den Golfstaaten; oftmals werden sie Opfer von Menschenhandel oder sexueller Gewalt. Rund 400.000 Menschen verlassen Nepal pro Jahr, um im Ausland zu arbeiten. Nach offiziellen Angaben sind hiervon nur fünf Prozent Frauen. Tatsächlich sind es wahrscheinlich zehnmal so viele, denn arbeitswillige Frauen nutzen oft irreguläre Wege und entziehen sich der...

12.11.2019
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!FÄLLT AUS! Fachgespräch: Ohne Alternativen: Geschlechtergerechte Produktionsnetzwerke – Wie wir Wirtschaft, Menschenrechte und Gender zusammendenken können

Dieser Termin fällt leider aus! Wenn wir Lieferketten nachhaltig gestalten wollen, müssen wir die besonderen Bedürfnisse von Frauen und Mädchen berücksichtigen. Denn die Bedeutung von Frauen für die Weltwirtschaft ist immens: Viele Branchen sind abhängig von ihrer Arbeitskraft. Gleichzeitig sind Frauen und Mädchen in globalen Wertschöpfungsketten mit unterschiedlichen Formen der Diskriminierungen und sexualisierter Gewalt konfrontiert. Zugänge zu effektiven Beschwerdemechanismen haben sie in der Regel...

09.10.2019
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Vortrag zu Gender und Klimawandel

Hat der Klimawandel unterschiedliche Auswirkungen auf Frauen und Männer? Wie prägen Geschlechterrollen den Umgang mit Umwelt und Klima? In Umfragen hat sich gezeigt, dass Frauen im Durchschnitt umweltfreundlicher eingestellt sind als Männer und häufiger bereit, sich aktiv für den Schutz der Umwelt einzusetzen. Auf der anderen Seite sterben bei Überschwemmungen und Dürren mehr Frauen als Männer - Beispiele sind der Zyklon Sidre 2007 in Bangladesch oder der Wirbelsturm Katrina 2005 in den USA. In der Veranstaltung...

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