Wir stellen uns vor

Bereits in den 1990er Jahren gab es in der kleinen Universitätsstadt am Neckar eine aktive FIAN-Gruppe um die es später einige Jahre ruhig geworden war. Im November 2006 kam es zu einem neuen und erfolgreichen Anlauf durch einige aktive FIANistas. Seither engagiert sich eine wechselnde Gruppe von FIANistas – Studierende und ältere Semester – vor Ort für das Menschenrecht auf Nahrung.

Kontakt

Harald Petermann
E-Mail: fian-tuebingen@web.de

Treffen

Aktuell treffen wir uns in unregelmäßigen Abständen nach Absprache in den Räumen des Weltladens. InteressentInnen sind natürlich stets herzlich willkommen!

Unser Selbstverständnis

Lokaler ehrenamtlicher Einsatz in Deutschland für das Menschenrecht auf Nahrung bedeutet für uns in erster Linie Öffentlichkeits- und Lobbyarbeit. Uns geht es zum einen darum, den menschenrechtlichen Ansatz zur Hungerbekämpfung bekannter zu machen und zum anderen die wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Menschenrechte allgemein in die Debatte einzubringen. Unsere Aktions- und Engagementformen reichten dabei in den letzten 15 Jahren von der Teilnahme an Demos, etliche Infostände, Unterrichtseinheiten an verschiedenen Schulen, Lobbygesprächen, Filmvorführungen, Workshops und Seminare an der Universität und in FSJ-Kursen bis hin zu Infoabenden mit FIAN-ReferentInnen und ExpertInnen aus dem globalen Süden. Auch in der Region berichteten wir immer wieder auf Einladung lokaler

FIAN bei der „Fairen Woche“

Janina Reimann von der Lokalgruppe FIAN Tübingen wird eine Einführung zum Dokumentarfilm „Thank you for the rain“ über die Auswirkungen des Klimawandels auf die Ernährung der Menschen vor Ort geben.

Hier kommt ihr zur Veranstaltung.

Hier ein paar Schlaglichter auf ausgewählte Veranstaltungen:

Ein Highlight unseres Engagements war die zusammen mit der Terre des femmes Stadtgruppe Tübingen veranstaltete Vortragsreihe im Studium Generale der Universität Tübingen im Wintersemester 2008/09. Unter dem Titel „Rechte zweiter Klasse? Die wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Menschenrechte 60 Jahre nach der Allgemeinen Erklärung der Vereinten Nationen.“ Neun hochkarätige ExpertInnen, darunter die Trägerinnen des Alternativen Nobelpreises Vandana Shiva und Ruth Manorama, wiesen in Ihren Vorträgen vor bis zu 250 HörerInnen auf Bedeutung und Potenzial der leider viel zu oft missachteten Menschenrechte hin.

2013 hatte die Umwelt-AG des Tübinger Wildermuth-Gymnasiums zu einer Podiumsdiskussion zum Thema „Nahrungsmittelspekulation“ geladen. Harald Petermann forderte dabei ein Ende von Spekulationen auf die Knappheit von Gütern, die durch Menschenrechte eigentlich geschützt sein sollen.

2015 beteiligten wir uns an der Nacht der Nachhaltigkeit mit einem Infostand und informierten unter dem Slogan „Landwirtschaft die Hunger schafft!“ über die globalisierte industrielle Landwirtschaft, die nur den Renditen folgt, statt die Ernährung der lokalen Bevölkerung in den Blick zu nehmen.

Foto (v.links): Bio-Landwirt Eckhart Wizemann, Milton Yulán, Hilde Simon-Reetz (FIAN-Tübingen), Übersetzer Herbert Löhr, Saron Cabero (Pensamiento Latinoamericano)

2015 kam Milton Yulán, Mitglied des internationalen Vorstandes, im Rahmen einer Rundreise auch nach Tübingen. Die Lokalgruppe hatte hier zusammen mit dem studentischen Diskussionsforum Pensamiento Latinoamericano zu einem Informationsabend unter dem Titel „Tatort Menschenrechte? Ecuador zwischen Rohstoff-Boom und Buen vivir“ eingeladen.
Neben einem obligatorischen Rundgang durch die Tübinger Altstadt besuchten die Tübinger FIANistas mit Milton auch den Bioland-Bauernhof von Eckhart Wizemann. Milton, der ja neben seinem Ehrenamt bei FIAN auch die Bauernorganisation Tierra y Vida berät, hatte großes Interesse an den Ausführungen des deutschen Landwirts.

Anlässlich des 70. Jahrestages der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte hatten wir 2018 erneut einen Träger des Alternativen Nobelpreises zu Gast: Colin Consalves hielt an der Uni den Vortrag „Recht auf Nahrung: Lässt es sich gerichtlich einklagen?“ Zum Besuchsprogramm von Colin zählte zudem ein Empfang bei Oberbürgermeister Boris Palmer mit Eintrag ins Goldene Buch der Stadt Tübingen.