Der Mechanismus der Zivilgesellschaft und Indigener Völker (CSIPM) des UN-Ausschuss für Welternährung (CFS) veröffentlicht einen digitalen Werkzeugkasten bezüglich Gleichberechtigung im Zusammenhang mit dem Recht auf Nahrung. In diesem Toolkit wird die Geschichte der Women and Gender Diversities Working Group (WG), sowie dessen Einfluss auf die Verhandlungen im CFS dargestellt.
Zwischen 2020 und 2023 hat der CFS die ersten Richtlinien zur Stärkung von Frauen- und Genderrechten entwickelt. Um Veränderungen hinsichtlich Gender-Ungleichheiten bezogen auf das Recht auf Nahrung zu bewirken, braucht es wirksame, konkrete Maßnahmen, wie die Bereitstellung finanzieller Mittel.
Zusätzlich ist es wichtig, Aktionen zu fördern, welche die Richtlinien des CFS in die Tat umsetzen. Dazu gehört eine Verbreitung des Dokuments sowie die Bereitstellung und Entwicklung von


Verhandlungen im UN-Ausschuss für Welternährung
In die Verhandlungen zu den Richtlinien des CFS war die WG intensiv involviert und brachte neue Perspektiven und Erfahrungen mit ein. Die WG sah darin eine Gelegenheit, die Ernährungsunsicherheit, unter der Frauen und Menschen unterschiedlicher Geschlechter und Sexualitäten leiden, sichtbar zu machen, Intersektionalität in diese Bereiche einzubringen und letztlich direkte Auswirkungen auf den Alltag zu erzielen.
Zentrale Forderungen der WG waren ein konsequenter menschenrechtsbasierter Ansatz, der anerkennt, dass das Recht auf Nahrung untrennbar mit dem Schutz aller Menschenrechte verbunden ist, sowie ein echtes Engagement bezüglich sexueller und geschlechterspezifischer Gewalt und anderer Formen von Diskriminierung in Bezug auf das Recht auf Nahrung. Hierzu gehört der Schutz des Rechts auf Land, wie auch die Umsetzung einer universellen sozialen Absicherung und Lohngleichheit.
Das Resultat der Verhandlungen im CFS war jedoch nur in Teilen zufriedenstellend. Während die Menschenrechte, Diskriminierung und sozialer Schutz sowie unbezahlte Care-Arbeit im Endergebnis zur Geltung kommen, weisen die Guidelines einige Lücken auf. Die Rechte Nicht-Cis-Heteronormativer Menschen werden nicht ausdrücklich anerkannt, Intersektionalität wird verwässert, Agrarökologie heruntergespielt und die Anerkennung von Land als Gemeingut ausgelassen. Zusätzlich räumt das Dokument einem kapitalistischen Ansatz Vorrang ein und untergräbt strukturelle Empfehlungen zur Beseitigung von Geschlechterungleichheiten. Durch die Struktur von Formulierungen wird viel Freiraum zur Interpretation gelassen.
Schlussfolgerungen und neue Herausforderungen
Trotz der nicht vollständig zufriedenstellenden Ergebnisse der Richtlinien war der Prozess geprägt von Solidarität, neuer Sichtbarkeit und Veränderung. Die WG bekräftigt weiterhin ihre Arbeitsweisen und nimmt Einfluss auf den CFS. Im Hinblick auf die Richtlinien ist es unerlässlich, weiterhin von den Regierungen und Gremien einen echten politischen Willen zur Umsetzung dieser zu fordern.

