FIAN Deutschland
FIAN DeutschlandMit Menschenrechten gegen den Hunger
13.06.2019

Archie Mulunda von FIAN Sambia zu Gast

Archie Mulunda von der neugegründeten FIAN-Sektion in Sambia war letzte Woche zu Besuch in unserer Geschäftsstelle in Köln.


FIAN Deutschland arbeitet seit vielen Jahren zu Fällen in Sambia , unter anderem zur Förderung großflächiger Landwirtschaft durch die deutsche Entwicklungszusammenarbeit.

Archie berichtete anschaulich von der Situation in Sambia und der dortigen Arbeit von FIAN: In Sambia leiden noch immer mehr als 40 % der Bevölkerung an Unterernährung. Zwei Drittel der Bevölkerung leben unter der Armutsgrenze. Die Folgen des Klimawandels verschärfen schon heute die Ernährungs-Probleme. Große Investitionen der Agrarindustrie führen oftmals zu Landkonflikten.


Umso wichtiger und erfreulicher ist die Nachricht, dass sich in Sambia nun eine offizielle FIAN-Sektion gegründet hat (auch wenn schon seit vielen Jahren Einzelpersonen für FIAN aktiv waren). Archie Mulunda berichtet hierzu: „FIAN Sambia besteht derzeit aus 32 Mitgliedern, darunter sieben Vorstandsmitglieder und 25 unterstützende Mitglieder. Dennoch befindet sich die Sektion noch in den Kinderschuhen – es kommt noch eine Menge Arbeit auf uns zu“.


Die Menschenrechtssituation und die anhaltende Unterernährung bereiten der Sektion am meisten Sorgen: „Eines unserer Hauptprobleme ist der anhaltende Hunger in Sambia. Insbesondere ist die ländliche Bevölkerung betroffen, die von staatlicher Unterstützung abhängig ist. Kleinbauern und Kleinbäuerinnen müssen lange auf Saatgut warten oder erhalten gar keines. Dies führt dauerhaft zu Unterernährung. Besonders betroffen sind Frauen, die für die Ernährung der Familie zuständig sind. Kinder ohne ausreichende und gesunde Ernährung leiden unter extremen Konzentrationsschwächen, worunter die Schulbildung leidet“.


Zur Menschenrechtssituation und der Arbeit von FIAN Sambia erscheint in der nächsten Ausgabe des FoodFirst-Magazins ein ausführliches Interview. Wir haben uns über den Besuch von Archie Mulunda und den Bericht über die Herausforderungen für die neue Sektion gefreut. Für die weitere Zusammenarbeit wurden gemeinsame Recherchen und Publikationen vereinbart.