Welche Dimensionen beinhaltet das Menschenrecht auf Wasser? Was bedeutet es, wenn das Menschenrecht auf Wasser verwirklicht ist? Welche Rolle spielen natürliche Süßwasservorkommen und welche der Staat?

Auf einen Blick

Zielgruppe: Jugendliche ab 16 Jahren und junge Erwachsene

Dauer: zwischen 45 min und 5 h – je nach (Kombination) der Methoden

Lernziele: Durch das eigene Erleben in den Simulationen wird Offenheit und Neugierde gegenüber der Problematik zum Recht auf Wasser geweckt. Grundlagen der Menschenrechte und Einblick in die aktuelle Debatte werden vermittelt.

Die Methoden können frei verwendet und selbständig ausgeführt werden. Bei Bedarf können unsere FIAN Multiplikator*innen  bei der Durchführung unterstützen. Einige der aufgeführten Methoden können auch in online-Seminaren eingesetzt werden. Bitte wenden Sie sich für Nachfragen an Barbara Lehmann-Detscher: b.lehmann-detscher@fian.de.

Planspiel „Wasser.Marsch!“

Dauer: 4-5 Stunden

Im Planspiel schlüpfen die Teilnehmenden in fiktive Rollen und lernen unterschiedliche Sichtweisen und Interessen hautnah kennen. Es werden deutsche Ärzt*innen und Akteure aus Politik und Wirtschaft mit Protesten brasilianischer Wasser-Aktivist*innen konfrontiert. Sie müssen sich der Frage stellen, was ihr Handeln mit den schwindenden Wasserressourcen in der MATOPIBA-Region zu tun hat. Durch Empfehlungen der UN-Sonderbeauftragten zum Menschenrecht auf Wasser lernen die Spielenden Verfahren kennen, um Menschenrechte konkret durchzusetzen.

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Weltverteilungsspiel

Dauer: 1 Stunde

Die Teilnehmenden erfahren mehr über die Verfügbarkeit von sowie über den Zugang zu Wasser. Die globale Verteilung von Süßwasser, Bevölkerung und Trinkwasserzugang wird veranschaulicht und erlebbar gemacht, wodurch die Teilnehmenden für die ungleiche Verteilung sensibilisiert werden.

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Privilegiencheck

Dauer: 50 Minuten

Sensibilisierung für ungleiche Chancenverteilung. Ob mein Menschenrecht auf Wasser verwirklich ist, hängt davon ab, wie viel natürliches Süßwasser in meiner Region/ Heimat existiert? Mitnichten! Die Teilnehmenden nehmen verschiedene Rollen ein um die Situation von Menschen kennenzulernen, deren sozialer und regionaler Kontext und Zugang zu Trinkwasser sich unterscheidet. Dabei werden sie sich der strukturellen Kontexte und der Bedeutung der politischen Rahmenbedingungen bewusst.

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Gerichtsspiel

Dauer: 45 Minuten

Die Teilnehmenden sollten Vorwissen zum Thema mitbringen, beispielsweise durch das Weltverteilungsspiel oder dem Privilegiencheck zum Menschenrecht auf Wasser. Erworbenes Wissen wird angewendet und die Urteilsfähigkeit im menschenrechtlichen Kontext geübt. Sie diskutieren in Kleingruppen einzelne Fälle „vor Gericht“ und entscheiden, ob es sich um eine Verletzung des Menschenrechts auf Wasser handelt. Anschließend begründen sie ihre Entscheidung.

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Kurze Filme – Theoretischer Input

Zur Vorbereitung oder auch zur Nutzung in Seminaren eignen sich folgende Videos. Hier werden die zur Abrundung der Bildungsarbeit wichtigen Dimensionen des Menschenrechts auf Wasser vorgestellt:
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  • Zugang zu Wasser (ungleicher sozialer oder ökonomischer Status)
  • Verfügbarkeit (Infrastruktur, Klima, lokale Gegebenheiten)
  • Eintreten für Rechte (zivilgesellschaftliche Rahmenbedingungen)
  • Staatenpflichten (Umsetzung staatlicher Verantwortung)

Die Materialien für die Bildungsarbeit zum Menschenrecht auf Wasser von FIAN Deutschland e.V. – Mit Menschenrechten gegen den Hunger sind lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz